Melaten - Friedhof Köln, Namen   A  -  F


Die Stätte „Melaten“ wird 1180 erstmals urkundlich erwähnt. Mit Sicherheit schon länger befindet sich hier eine Leprosenunterkunft. Um das Umgreifen dieser höchst ansteckenden bakteriellen Erkrankung zu verhindern, werden die Leprakranken außerhalb der Städte ohne Ansehen von Stand und Vermögen in abgeschottete Unterkünfte eingewiesen. So auch in Köln. Der Begriff „Melaten“ leitet sich vom Französischen „Malade“, also „Krank“ ab. Direkt benachbart liegt eine der Haupthinrichtungsstätten Kölns, die auch durch die Verbrennung von Protestanten und angeblichen Hexen traurige Berühmtheit erlangt. 1767 wird das Leprosenheim aufgelöst und als Landgut weiter geführt.Als Köln 1794 von den napoleonischen Truppen besetzt und in den französischen Staat integriert wird, wird auch das Friedhofswesen reformiert. Laut „Kaiserlichem Dekret über die Begräbnisse“ vom 12. Juni 1804 dürfen Tote nicht mehr innerhalb der Stadtmauern, also in Kirchen und auf Kirchhöfen beerdigt werden. Ferner wird den Kirchen das Beerdigungswesen entzogen und geht auf die Munizipalität über. An der Chaussee nach Aachen wird ein geeignetes, rd. 3 ha großes Grundstück für die Anlage eines Friedhofs gefunden. Der Universalgelehrte Ferdinand Franz Wallraf übernimmt die Planung.Der zunächst rein katholische Friedhof kann am 29. Juni 1810 geweiht werden. Die 1474 errichtete Kapelle des ehemaligen Leprosenheims wird als Friedhofskapelle übernommen. Wallraf entwirft auch die Mauer und das Friedhofsportal, dessen Gestaltung dem monumentalen französischen Revolutionsklassizismus entlehnt ist. In Folge des Wiener Kongresses fällt Köln 1815 an Preußen. 1829 wird der Friedhof auch für Protestanten geöffnet. Das bedingt 1831/32 die erste Erweiterung auf mehr als die doppelte Fläche. Mit dem Bevölkerungswachstum im Zuge von Industrialisierung und Eingemeindungen wird Melaten in mehreren Schritten erweitert. Während die neuen Teile bis 1874 additiv an den jeweiligen Bestand angefügt werden, erfolgt die fünfte Erweiterung von 1884-87 nach einem großzügigen Plan auf fast die doppelte Fläche. Im Mittelteil wird eine zweite Hauptachse von Nord nach Süd hippodromförmig aufgeweitet und schafft hier Platz für exklusive Grabstätten. Diese Nord-Süd-Achse bildet mit der Ost-West-Achse, die nach Westen verlängert wird, einen Kreuzungspunkt, sodass auch hier auf der sog. „Millionenallee“ prunkvolle Grabanlagen entstehen. Im Zweiten Weltkrieg wird Melaten durch unzählige Bomben zerstört. Um die Kriegs- und Nachkriegstoten beerdigen zu können, werden 1948 und 1956 weitere Grabfluren an den Rändern angelegt. Der Haupteingang wird zur Piusstraße und damit an den Anfangspunkt der „Millionenallee“ verlegt. Hier entsteht die großzügige, qualitätsvolle Neue Trauerhalle des Architekten Fritz Schaller.

(Autor: Gerd Bermbach)

 

Quelle: https://www.wo-sie-ruhen.de/friedhoefe?stadt=24&friedhof=27


A

Anheisser Wolfgang  10 / 2020

Wolfgang Anheisser

Vor 40 Jahren, am 5. Januar 1974, verstarb in der Universitätsklinik Köln ein Mann, der in Deutschland als »Stern am Opernhimmel« gefeiert wurde und dessen internationaler Durchbruch unmittelbar bevorstand. Nur 44 Jahre alt ist Wolfgang Anheisser geworden. Aus dem Leben riss ihn keine Krankheit, sondern ein Unfall auf der Bühne. Am Neujahrstag hatte er in einer Aufführung von Carl Millöckers »Der Bettelstudent« die Titelpartie singen und spielen sollen. Gleich in der ersten Szene war der Sprung von einem fast vier Meter hohen Balkon vorgesehen. Die Bühnenarbeiter hatten schlampig gearbeitet - das Halteseil hielt nicht, Anheisser stürzte in die Tiefe. Die zum Gesang mit Luft vollgepumpten Lungen wurden beim Aufprall irreparabel zerstört. Vier Tage später versagte sein Herz.

Geboren 1929 in Köln. Erster Gesangsunterricht von der Mutter, einer Opernsängerin. Abitur, Freiburger Musikhochschule, Ausbildung bei Prof. Fritz Harlan. Conservatorio Verdi in Mailand. Fünf Jahre Südafrika, Gesangs- und Musikwissenschaftsstudium bei Prof. Anni Hartmann. Germanistik- und Anglistikstudium, Rückkehr nach Deutschland. Engagements an der Bayerischen Staatsoper München, in Gelsenkirchen und seiner Geburtsstadt Köln. Zweite künstlerische Heimat: Staatsoper Unter den Linden. Glanzrolle: der Barbier von Sevilla. Weitere Paraderollen: In den Mozart-Opern »Figaros Hochzeit, «Die Zauberflöte» und «Don Giovanni» Graf Almaviva, Papageno und Masetto, in Wagners «Tannhäuser» der Wolfram. Reiches Liederrepertoire.

Text Auszug von: Christina Matte,

 

https://www.neues-deutschland.de/artikel/919767.die-verehrer.html


B

Broichschütz  Johannes 04 / 2020

 Die Geschichte des August Broichschütz, einem Menschen, der fast immer in der Kneipe saß, ist so eine wunderbare Erzählung über einen ganz einfachen Menschen vor nunmehr etwa 150 Jahren.

August Broichschütz liebte seine Ofenecke

Im Jahre 1874 verstarb August Broichschütz mit 52 Jahren. Derjenige, der diesen Menschen wohl am Besten kannte, war sein Kneipenwirt. Denn jede freie Minute verbrachte August Broichschütz in dessen Bierlokal und trank sicherlich täglich auch mehr als nur ein Bier. August Broichschütz hatte seinen Stammplatz. Dieser befand sich in unmittelbarer Nähe zu einem großen Ofen. Seine Kneipe mit dem angenehm warmen Platz verließ August Broichschütz anscheinend nur, wenn es unbedingt sein musste.

Sein Ofen als Grabstein

August Broichschütz wurde am 25. Mai 1822 geboren. Er starb am 5. November 1874. Eine kleinere Marmorplatte lehnt an der Aussenmauer des Melatenfriedhof unmittelbar an der Aachener Straße. Hierauf ist auch zu lesen, dass August Broichschütz zumindest eine ältere Schwester Anna hatte, die hier ebenfalls beerdigt liegt. Doch diese Gedenkplatte wird leicht übersehen. Zu auffällig ist dieser komische Grabstein, der wie ein Ofen aussieht. Auf dem Stein unter dem Ofen ist nun zu lesen:

August Broichschütz ∗ 1822 † 1874

Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er in seiner Kneipe neben diesem neoklassizistischen Säulenofen worauf der Wirt diese Denkmal errichtete

Der Name des Wirtes, der ja längst verstorben ist, bleibt unbekannt. Auch über die Kneipe erfährt man hier leider nichts. Jedenfalls wollte der Wirt nicht, dass sein guter Gast und sicherlich auch Freund nun auf seinen geliebten Säulenofen verzichten sollte. Eine echt humorvoll Kölsche Bestattung wird das gewesen sein.

 

 


Böckler  Hans,  10 / 2020

Hans Böckler war der erste Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein Name ist untrennbar verbunden mit der Überwindung der parteipolitischen und konfessionellen Lager unter dem Dach der Einheitsgewerkschaft und mit der Durchsetzung der paritätischen Mitbestimmung in der Montanindustrie.

Johann Georg Böckler wurde am 26.2.1875 in Trautskirchen, einem kleinen mittelfränkischen Ort, als Sohn eines Dienstknechts und einer Tagelöhnerin geboren. Die Eltern heirateten im Jahr 1876, nachdem der Vater als Kutscher im Fuhrbetrieb der Stadt Fürth eine bescheidene, aber feste Anstellung gefunden hatte. 1888 starb der Vater, woraufhin Hans Böckler die Schule verlassen musste, um zum Unterhalt der mittlerweile sechsköpfigen Familie beizutragen. Er wurde Metallschläger und ging nach Beendigung der Lehre 1892 auf Wanderschaft. 1894 kehrte er nach Fürth zurück und ging mit der gleichaltrigen Magdalena Barbara Müller eine Lebensgemeinschaft ein, die 1899 – nach Erteilung des Bürgerrechts – legalisiert wurde und aus der drei Kinder hervorgingen: Johann Wolfgang (1895), Johann Georg (1896) und Kunigunde (1898).

In Fürth begann Hans Böckler zugleich, sich aktiv in der Arbeiterbewegung zu engagieren. 1894 trat er sowohl der Sozialdemokratischen Partei (SPD) als auch dem Deutschen Metallarbeiterverband (DMV) bei. Er war Mitbegründer des örtlichen Arbeiter-Turnvereins und wurde Vertrauensmann aller freigewerkschaftlich organisierten Metallarbeiter. 1902 wurde er schließlich nicht nur ehrenamtlicher Vorsitzender des gesamten Fürther Gewerkschaftskartells, sondern auch als SPD-Vertreter in den Gemeinderat gewählt.

Mit 28 Jahren wurde Hans Böckler hauptamtlicher Gewerkschaftsfunktionär. Damit nahm er eine Tätigkeit auf, die ihn in den folgenden 15 Jahren durch ganz Deutschland führte. Zuerst ging er im Auftrag des DMV ins Saarrevier, einer gewerkschaftlichen Diaspora. 1907 wechselte er für rund drei Jahre nach Frankfurt am Main, wurde 1910 Bezirksleiter in Breslau und kam 1912 als Expedient der Metallarbeiter-Zeitung in die Zentrale nach Berlin. 1914 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen.  Von einer schweren Verwundung genesen und als dienstuntauglich entlassen, kehrte er Ende 1915 in die Dienste des DMV zurück und wurde zunächst in Danzig, anschließend in Kattowitz und schließlich in Siegen eingesetzt. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde Hans Böckler, mittlerweile ein erprobter, organisationserfahrener Funktionär, Sekretär der Zentralarbeitsgemeinschaft, der institutionalisierten Zusammenarbeit der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände auf Reichsebene. Nachdem die Mehrheit im DMV im Oktober 1919 die weitere Teilnahme an der Zentralarbeitsgemeinschaft abgelehnt hatte, wurde der Verbleib für Hans Böckler nicht haltbar.

Im März 1920 übernahm er die Leitung der DMV-Verwaltungsstelle Köln und siedelte in die rheinische Metropole über, wo er bis zu seinem Tod wohnen blieb. Ab Mai 1924 saß Hans Böckler als Vertreter der SPD im Rat der Stadt Köln, wo er bei allen politischen Differenzen auch die Achtung des Oberbürgermeisters Konrad Adenauer erwarb. Im September 1927 wurde er Bezirksleiter des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) für Rheinland-Westfalen-Lippe, einem der größten Bezirke neben Berlin und Sachsen. Mit dem größeren Verantwortungsbereich wuchs auch die Bedeutung von Hans Böckler. Im Mai 1928 wurde er erstmals in den Deutschen Reichstag gewählt, dem er bis zum Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 angehörte. Im Zuge der Zerschlagung der Gewerkschaften im Mai 1933 wurde Hans Böckler erstmals in polizeilichen Gewahrsam genommen, aber schon nach wenigen Tagen freigelassen. Im September 1933 wurde er erneut verhaftet und bis Dezember in „Schutzhaft" gehalten. Ein Strafverfahren wegen Urkundenvernichtung und Unterschlagung gewerkschaftlicher Gelder endete im Februar 1934 mit einem Freispruch. Er lebte zunächst von Arbeitslosenunterstützung und ab 1935 von einem bescheidenen Altersruhegeld. Politisch zog er sich zurück, hatte aber insgeheim Kontakte zum Widerstandskreis um Wilhelm Leuschner (1890-1944). Nach dem gescheiterten Attentat vom 20.7.1944 tauchte er im Oberbergischen unter, um sich der drohenden Festnahme zu entziehen und das Ende des Krieges abzuwarten.

Ende April 1945 kehrte Hans Böckler nach Köln zurück und begann an führender Stelle sofort damit, die Gewerkschaften wiederaufzubauen. Noch im August 1945 wurde auf örtlicher Ebene eine Einheitsgewerkschaft gegründet, der sowohl Sozialdemokraten wie Christdemokraten und Kommunisten angehörten. Bereits im März 1946 wurde ein Ausschuss für die gesamte britische Zone gebildet, in den Vertreter aus der Nord-Rheinprovinz, aus Westfalen, aus Niedersachsen sowie aus Hamburg und Schleswig-Holstein entsandt wurden. Im August 1946 wurde darüber hinaus ein vorläufiger Zonenvorstand mit Hans Böckler an der Spitze gewählt – noch vor der offiziellen Gründung des DGB (Britische Besatzungszone), die schließlich im April 1947 in Bielefeld erfolgte, wo Hans Böckler dann zum Vorsitzenden gewählt wurde. Er stand auch dem Gewerkschaftsrat vor, der im Zuge des Zusammenschlusses der britischen und amerikanischen Zone im November 1947 gemeinsam mit den süddeutschen Gewerkschaftsbünden gebildet wurde.

Parteipolitisch hielt er sich bewusst zurück, auch wenn er sich weder der Berufung in die Kölner Stadtverordnetenversammlung im September 1945 noch der Entsendung in den ernannten nordrhein-westfälischen Landtag im Oktober 1946 entzog. Er blieb in diesen Gremien jeweils nur solange, bis die ersten regulären Wahlen im Oktober 1946 beziehungsweise im April 1947 durchgeführt wurden.

Auf dem Gründungskongress des DGB Mitte Oktober 1949 in München wurde Hans Böckler, dem in Anerkennung seiner Verdienste im Februar 1948 die Ehrendoktorwürde der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln verliehen worden war, zum Vorsitzenden gewählt. Dank seines unermüdlichen Einsatzes konnte im Januar 1951 erreicht werden, dass die paritätische Mitbestimmung zumindest im Bereich der Montanindustrie gesetzlich verankert wurde. Gemeinsam mit Konrad Adenauer war er unmittelbar zuvor, am 4.1.1951, zum Ehrenbürger der Stadt Köln ernannt worden.

Hans Böckler starb am 16.2.1951 in Köln. Nach den Trauerfeierlichkeiten im Festsaal der Universität Köln fand er am 21.2.1951 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Melaten. Der Grabstein in Form eines Zahnrades, dem Symbol der Gewerkschaften, wurde vom Bildhauer Ludwig Gies (1887-1966) gefertigt. Der Grabstein symbolisiert das Motto der Gewerkschaft "alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will'.

Böckler wurde Namensgeber der 1977 gegründeten, gemeinnützigen Hans-Böckler-Stiftung des DGB sowie der von den Gewerkschaften verliehenen Hans-Böckler-Medaille. Die Stadt Köln stiftete 2005 einen nach ihm benannten Preis für besondere Verdienste im sozialen Bereich.

Quelle: Lauschke, Karl, Hans Böckler, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/hans-boeckler-/DE-2086/lido/57c5851c16c260.91677446 (abgerufen am 17.10.2020)

 


C

Creutz Ludwig Wilhelm, 03 / 2021

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Clouth Franz, 03 / 2021

Franz Clouth (* als Franz Julius Albertus Clouth; 18. Dezember 1838[1][2] in Köln; † 7. September 1910 ebenda) war als deutscher Unternehmer ein Pionier der Gummiverarbeitung.

 

Franz Clouth wurde als Sohn des Buchdruckereibesitzers Wilhelm Clouth (1807–1871) und seiner Frau Anna Maria Katharina, geb. Ritter, geboren. Er absolvierte eine kaufmännische Ausbildung und verbrachte Lehrjahre in Großbritannien und Belgien. Zunächst war er in der Kölner Sternengasse als Vertreter für Gummiwaren tätig. Sein Firmenzeichen entsprach der Hausmarke des dortigen Gebäudes, einem Stern mit fünf Zacken.

 

Ab dem Jahre 1868 produzierte er in einem eigenen Betrieb, den Clouth Gummiwerken AG, in Köln-Nippes Gummiwaren. Dort verarbeitete er als einer der ersten Fabrikanten den Rohstoff Guttapercha. Bis 1879 wohnte Franz Clouth in der Sternengasse 3, von wo aus er täglich zu Pferde nach Nippes ritt. Erst 1879 wohnte er in Nippes, zunächst in der Florastraße (späteres Standesamt), um 1883 in eine Villa direkt neben dem Werk an der Niehler Straße einzuziehen. Er heiratete Josefine Baum (1847–1920), aus der Ehe ging Tochter Rose Clouth (* 1876) hervor.

 

Der Betrieb kooperierte mit dem Kabelhersteller Felten & Guilleaume, so dass Clouth an der Gründung mehrerer Unternehmen zur Herstellung von Seekabeln beteiligt war. Auch lieferte das Unternehmen im Jahre 1899 den Bespannungsstoff für das Luftschiff LZ 1 des Ferdinand Graf von Zeppelin. Der luftfahrtbegeisterte Firmeninhaber Clouth ließ in einer eigens errichteten Ballonhalle Freiballons bauen, um 1909 schließlich ein eigenes Luftschiff zu konstruieren. Das Unternehmen firmierte ab 1901 als Rheinische Gummiwarenfabrik Franz Clouth.

 

Franz Clouth beschäftigte sich auch forschend mit der Kautschukverarbeitung und -lagerung. Er engagierte sich politisch für die deutsche Kolonialpolitik, war aber auch als Gemeindepolitiker in Köln-Longerich und Köln-Nippes aktiv.

 

In seiner werksnahen Villa verstarb er unerwartet am 7. September 1910 und wurde auf dem Melaten-Friedhof (Millionenallee) begraben. Die Grabanlage der Familie Clouth wurde 1904 von Rudolf Bosselt gestaltet. Seine Frau Josefine Clouth übernahm noch in seinem Todesjahr 1910 die Leitung des Unternehmens. An den Unternehmer erinnert heute die nach ihm 1915 benannte Franz-Clouth-Straße in Köln-Nippes. Die Firma Clouth Gummiwerke wurde im Januar 1997 mit ihrer Muttergesellschaft Continental AG verlustbedingt verschmolzen, wodurch die weltweit bekannte Firma endete.

 

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Clouth

 

Heruntergeladen am 03.04.2021


D

DuMont Michael, 04 / 2021

Michael DuMont

 

Der Entwurf der Stele im klassizistischen Stil stammt von F.F. Wallraf. Bestattet ist hier der Hauptpfarrer des Hohen Doms zu Köln, außerdem Professor und Rechtsgelehrter. Ihm war die Aufgabe zugefallen den neuen Friedhof Melaten einzusegnen, just zu einer Zeit, als er "arbeitslos" war, hatten ihn doch die Franzosen seiner Ämter enthoben. Er starb am 30.11.1818, im Alter von 73 Jahren und im 49. Jahr seines Priestertums.
Auf der Stele mit Volutenbekrönung liegt ein aufgeschlagenes Buch. Ein Löwe liegt dahinter als Symbol der Kraft und der Auferstehung. Die Schlange der Versuchung ringelt sich auf das Buch. Sie fordert also die Aufmerksamkeit des Lesers. Manchmal ist die Schlange auch als Symbol für den immerwährenden Kreislauf anzusehen, dann wird sie aber rund geringelt dargestellt. Ein kleiner Engelskopf geflügelt, wacht zwischen den Voluten, der Kelch am Gesims verweist auf den Priesterberuf. Weiter unten finden wir wieder Anker und Kreuz in einem Kreis. Der Kreis oder die Kugel sind in Ihrer vollendeten Form, Symbol für Gott oder den Kosmos. Die Bepflanzung mit Efeu, dem Symbol der Treue und zwei Rosenstöcke als Symbol für die Liebe, sind ebenfalls bewusst gewählt.

Geehrt wird der Verstorbene zudem in Form zweier Inschriften. Die Vorderseite ist wie folgt beschriftet:

 

HIER WAELTE SEIN GRAB

DER ERSTE EINSEGNER DIESES GOTTESACKERS

DER EHRWÜRDIGE H. MICHAEL DUMONT

DOCT BEYD RECHTE SEIT 1806 HAUPTPFARRER AM

DOM IN CÖLN UND DOMHERR ZU AACHEN

VORHER ORD.  PROFESSOR DES GEISTL. RECHTES

U. DER REICHS-GESCHICHTE AN UNSERER

UNIVERSITÄT

AUCH DECHANT DES S. APOSTEL UND CAPITULAR

DES EDL. S. GEREON-STIFTES E.T.C.

 

EIN MANN FÜR JEDE WÜRDE SEINES STANDES,

VIELSEITIG IM WISSEN, STRENG IM HANDELN.

EIN PRIESTER WIE IHN RELIGION, HUMANITAET

UND SEINE VATERSTAD BINNEN DEN STÜRMEN

UNSERER ZEIT ERFORDERTEN.



ER ERLEBTE KAUM DIE MORGENRÖTHE DES NEUEN

VÖLKERFRIEDENS HINIEDEN;

DA NAHM IHN GOTT ZUM GENUSSE DER EWIGEN

RUHE IN SEINE REICHE D. 30TEN NOVEMB. 1818

DEM 77N JAHRE SEINES LEBENS;

IM 49N SEIN. PRIESTERTHUMS

ALLGEMEINE TRAUER FEIERTE SEINEN LEICHENZUG.

 

SEIN ANDENKEN SEI GESEGNET:

 

Die anderen drei Seiten weisen Inschriften auf, die weiteren dort beigesetzten Familienmitgliedern DuMonts gewidmet wurden.

 

Quelle Text teilweise:  Lebendige Vergangenheit, Künstler Kunstwerke Kölner auf dem Friedhof Melaten

Text Hilde Cornelius, M.A. und Cornelia Geiecke

Lisa Jureczko, Die Grabmäler aus Wallrafs Zeit, aus: Gudrun Gersmann, Stefan Grohé (Hg.), Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) — Eine Spurensuche in Köln (DOI: https://dx.doi.org/10.18716/map/00001), in: mapublishing, 2016, Seitentitel: Die Grabmäler aus Wallrafs Zeit (Datum 05:04:2021).


DuMont Alfred Neven,  03 / 2021

Alfred Neven DuMont

Alfred Franz August Neven DuMont (* 29. März 1927 in Köln; † 30. Mai 2015 in Rösrath-Forsbach) war ein deutscher Verleger.

 

Biografie

Neven DuMont war der Sohn des Zeitungsverlegers Kurt Neven DuMont und seiner Ehefrau Gabriele, geborene von Lenbach, Tochter des Malers Franz von Lenbach. Er hatte drei Geschwister, die beiden Schwestern Silvia und Majella und einen Bruder namens Reinhold, der viele Jahre Verleger von Kiepenheuer & Witsch war. Im Sommer 1941 verließ die Mutter mit den Kindern das bombardierte Köln, um in München, der Residenz der Großeltern Lenbach, Zuflucht zu suchen. Der Vater, der in seiner Firma unentbehrlich war, blieb in Köln, die Mutter pendelte zwischen den beiden Städten hin und her.

 

Alfred Neven DuMont studierte Philosophie, Geschichte und Literatur in München sowie Journalismus an der Medill School of Journalism an der Northwestern University in Chicago und trat 1953 in den Verlag M. DuMont Schauberg ein. Zu dem Zeitpunkt waren sein Vater Kurt sowie sein Onkel zweiten Grades August Neven DuMont im Unternehmen tätig.

 

Alfred Neven DuMont übernahm sukzessive die Position seines Vaters und formte ab Anfang der 1960er Jahre gemeinsam mit seinem Partner Dieter Schütte (Schwiegersohn von August Neven DuMont) den Verlag zum Medienunternehmen Gruppe M. DuMont Schauberg (MDS) um.

 

Von 1957 bis 1966 war er Herausgeber der Kulturzeitschrift magnum.

 

1964 gründete er den Express und fungierte seit 1967 als dessen alleiniger Herausgeber. Darüber hinaus war er ebenfalls seit 1967 alleiniger Herausgeber des Kölner Stadt-Anzeigers. Von 1980 bis 1984 war er Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Zeitungsverleger und von 1990 bis 1998 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Seit dem 1. Januar 1999 erscheint auch die Kölnische Rundschau im DuMont-Verlag.

 

 

Trauerfeier für Alfred Neven DuMont im Kölner Dom

Auch über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus war Neven DuMont tätig. So fungierte er seit 1991 als Herausgeber der Mitteldeutschen Zeitung und war seit 2001 Honorarprofessor für Medienpolitik und Medienökonomie am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

Seit 1990 war Neven DuMont Vorsitzender des Aufsichtsrats der Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg.

 

2006 übernahm der Verlag die Mehrheit (51 Prozent) am Verlag der Frankfurter Rundschau. Bis zum 31. Oktober war er dort Herausgeber; vom 1. November 2009 bis November 2010[2] hatte sein Sohn Konstantin diese Position inne.

 

 

Grab auf dem Kölner Friedhof Melaten

Neven DuMont starb am 30. Mai 2015 im Familienkreis. Die öffentliche Trauerfeier fand am 9. Juni 2015 im Kölner Dom statt. Beigesetzt wurde er im Grab seines Sohnes Markus auf dem Kölner Melaten-Friedhof (Flur 69).

 

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Neven_DuMont_(Verleger,_1927)

Heruntergeladen am 27.03.2021

 


Dreschner  Isa, Robert, Franz, Emilie, Erika,   10 / 2020

Hermes der Götterbote

Die Grabstätte Isa Dreschner (verstorben 1907, Flur 52) wird bekrönt von einer in Bronze modellierten Hermesfigur. Im Schritt betroffen hält Hermes das Füllhorn in der Hand. Er gilt schon seit der Antike als der Führer der Seelen.

Hermes (altgriechisch Ἑρμῆς, auch Ἑρμείας Hermeias, dorisch Ἑρμᾶς Hermas) ist in der griechischen Mythologie der Schutzgott des Verkehrs, der Reisenden, der Kaufleute und der Hirten, andererseits auch der Gott der Diebe, der Kunsthändler, der Redekunst, der Gymnastik und somit auch der Palästra und der Magie. Als Götterbote verkündet er die Beschlüsse des Zeus und führt die Seelen der Verstorbenen in den Hades (Unterwelt). Er gehört zu den zwölf großen Olympischen Göttern.

Bedeutung

Hermes ist einer der Götter, dessen Kult sich am weitesten zurückverfolgen lässt. Der Mythologie nach ist er der Götterbote, der die Botschaft der Götter den Sterblichen überbringt und sie dabei auch übersetzt. Seine Botschaften sind damit also keine bloßen Mitteilungen, sondern fordern Einsicht und Verständnis. Deshalb wird die Wissenschaft vom „Erklären und Verstehen“ auch als Hermeneutik bezeichnet. Hermes kann sich als Götterbote schneller bewegen als das Licht. Dies ermöglichen ihm kleine Flügel, von denen sich je zwei an jedem seiner Stiefel befinden. Bevor Hermes geboren wurde, war Iris als Götterbotin tätig.

Hermes war wie andere antike Götter (Mithras, Horus/Anubis) auch ein Hirtengott. So hatte er sowohl weltliche als auch metaphysische Aufgaben: Als Bote des Zeus war er ultimativer Gesetzgeber und höchste weltliche Autorität, als Psychopompos („Seelenführer“) beschützte er die Seelen der Verstorbenen auf ihrem Weg zum Totengericht

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Hermes


E

Engels, Hans-Horst 05 / 2020

Der Lappenclown auf dem Grab von Hans-Horst Engels ist für mich als "Kölsche Jung" die emotionalste Skulptur.
In der linken Hand das Trömmelchen

Denn wenn et Trömmelche jeht
Dann stonn mer all parat
Un mer trecke durch die Stadt
Un jeder hätt jesaat
Kölle Alaaf, Alaaf
Kölle Alaaf

in der rechten Hand ein paar Luftballons und dann der ängstliche Blick in Richtung Himmel.

Wer hat nicht schon mal von geträumt, mit einer riesigen Traube Luftballons in Richtung Himmel zu fliegen.


Esser Ferdinand Dr.  03 / 2021

Familie Esser

Die wundervolle Grabplastik aus rotem Mainsandstein auf der Grabstätte der Familie Esser wurde von dem Maler, Bildhauer, Grafiker und Kunstschriftsteller Daniel Greiner geschaffen. Seine Trauernde sitzt auf einem reich verzierten Sarg. Die trauernde Frau ist sehr diesseitig und sinnlich dargestellt und der rote Sandstein unterstreicht die weichen Formen der Plastik. Vier reich verzierte Rosenkübel schmücken die Einfassung der Vorderseite.

 

In der Grabstätte ruhen neben Ferdinand Esser (1865 – 1927), seine Frau Marie Esser (vermutlich Mimi) Geb. Kreuser (1871 – 1910). Da Marie Esser aber mit 39 Jahren sehr früh verstarb, vermutlich auch seine 2. Frau Martha Esser Geb. Pascha (1872 – 1935) sowie die beiden Kinder Robert Esser (1895 – 1969) mit seiner Frau Annemarie Esser Geb. Plate (1903 – 1979) und Else Maassen Geb. Esser (1892 – 1976) mit Ihrem Mann.

Der Bildhauer Daniel Greiner (* 27. Oktober 1872 in Pforzheim; † 8. Juni 1943 in Jugenheim) war ein hessischer Künstler und Politiker (KPD Hessen). Er war Abgeordneter des Landtags des Volksstaates Hessen in der Weimarer Republik.

Leben

Daniel Greiner war der Sohn einer kinderreichen Predigerfamilie von Jakob Friedrich Greiner und dessen Frau Katharina Christine geborene Elker. Er besuchte von 1896 bis 1890 das Großherzogliche Gymnasium in Worms. Im Mai 1892 immatrikulierte er sich an der Universität Gießen und studierte Philosophie und evangelische Theologie. Er schloss das Studium 1896 mit der Promotion zum Dr. phil. ab. Der Titel der Promotion lautete Der Begriff der Persönlichkeit bei Kant. 1897 bis 1901 war er Rektor und Hilfsgeistlicher in Schotten. 1901 geriet er in Konflikt mit der Kirchenleitung und trat aus der Kirche aus und gab sein Amt in Schotten auf. Anschließend studierte er an der Berliner Bildhauerschule und in Paris. Danach arbeitete er als Künstler in Schotten. Eine erste Ausstellung 1903 in der Darmstädter Kunsthalle ebnete ihm den Weg in die Darmstädter Künstlerkolonie, deren Mitglied er von 1903 bis 1906 war. 1906 schied er aus dieser Kolonie aus und ließ sich in Jugenheim nieder, wo er die Werkstätte für Grabmalkunst Greiner und Guth und den Felsberg-Verlag gründete. Die Werkstätte hatte zeitweise über 30 Angestellte. In dem Felsberg-Verlag veröffentlichte er sein umfangreiches grafisches Werk.

 

Greiner betätigte sich als Bildhauer, Medailleur, Grafiker und Schriftsteller. Die nach ihm benannte zweibändige „Greiner-Bibel“ ist sein bekanntestes Werk. Sie besteht aus 147 Holzschnitten zu Themen des Alten und Neuen Testamentes. Waren seine Kunstwerke zunächst vom Jugendstil geprägt, wurde er später ein Vertreter des expressiven Realismus.

 

Am 14. März 1897 heiratete er in Schotten Anna Lina Charlotte Emilie geborene Suppes. Aus der Ehe sind zehn Kinder hervorgegangen. Greiner lebte mit seiner kinderreichen Familie 37 Jahre lang in der Drachenmühle am Eingang zum Stettbacher Tal bei Jugenheim. In der Zeit des Nationalsozialismus lebte er in Isolation und materieller Armut.

Durch die hohe Wasseraufnahme ist der Sandstein sehr empfindlich und im laufe der Jahre entstanden erhebliche Umweltschäden. Durch das im Regen enthaltene Schwefeldioxyd wird das Bindemittel Kalk in dem Sandstein in Gips umgewandelt, die Struktur wird weich und brüchig.

Im Jahr 2012 wurde die wundervolle Grabstätte durch Steinmetz Werkstatt „Stein & Bild Prickartz“ umfangreich saniert.  Der Steinmetzbetrieb Prickartz bietet hochwertige Steinmetz- und Bildhauer-Arbeiten im Kölner Raum, die von einem sechsköpfigen Team realisiert werden. Die Eheleute Prickartz gründeten das Unternehmen im April 2008. Michael Prickartz ist seit 1995 Meister und arbeitet bereits seit 1983 am Friedhof Melaten.

Quellen Text teilweise: https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Greiner

https://www.steinundbild.de/ueber-uns.aspx

Heruntergeladen am 28.03.2021

 

 


F

Farina Johann Maria  03 / 2021

Johann Maria Farina (1685–1766)

Johann Maria Farina, italienisch Giovanni Maria Farina, laut lateinischer Geburtsurkunde Johannis Maria Farina (* 8. Dezember 1685 in Santa Maria Maggiore, dass damals zum Herzogtum Mailand gehörte, Italien; † 25. November 1766 in Köln), war der Erfinder eines Aqua mirabilis (Duftwassers), welches er Eau de Cologne nannte. Inzwischen ist aus Eau de Cologne der Name einer ganzen Duftklasse geworden.

 

Biografie

Farina trat 1714 in das 1709 gegründete Handelsunternehmen seines Bruders Johann Baptist in Köln ein und war maßgeblich an der Entwicklung der Firma „Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz“ beteiligt. 1723 bezogen sie das Haus Obenmarspforten 23 „gegenüber dem Jülichs-Platz“. Johann Maria Farina nannte sein unübertroffenes Elixier zu Ehren seiner neuen Heimatstadt „Eau de Cologne“, zu Deutsch Kölnisch Wasser. Sein Duft war der Duft der Höfe des 18. Jahrhunderts. Sagte man im 18. Jahrhundert Eau de Cologne, so meinte man den Duft von Farina. Nach der Französischen Revolution, Ende des 18. Jahrhunderts versuchten viele, den Duft und den Namen Eau de Cologne zu kopieren. Da es noch keinen Markenschutz gab, wurde aus Eau de Cologne der Name einer ganzen Duftklasse. Die Stadt ehrte ihren Bürger mit einer Statue am Ratsturm.

 

„Mein Duft ist wie ein italienischer Frühlingsmorgen nach dem Regen, Orangen, Pampelmusen, Citronen, Bergamotte, Cedrat, Limette und die Blüten und Kräuter meiner Heimat.“

 

– Johann Maria Farina

Johann Maria Farina starb kinderlos. Sein Grab befindet sich auf dem Melaten-Friedhof in Köln. Eine Gedenktafel liegt auf der Grabstelle seines Großneffen Johann Baptist Farina (Hauptweg).

 

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Maria_Farina

 

Heruntergeladen am 03.04.2021


Frankenberg, Robert Januarius von  05 / 2020

Nach  Nach mündlicher Überlieferung soll der Familie „halb Schlesien“ gehört haben. Doch täuschen die rund 140 Güter, die irgendwann in Frankenberg‘schen Besitz waren, weil Mitte des 18. Jahrhunderts der Niedergang der schlesischen Landwirtschaft zu häufigem Besitzerwechsel führt. Die bloße Anzahl ehemaliger Güter lässt also nur bedingt auf Wohlhabenheit schließen. Nach und nach wandeln sich auch die v.Frankenberg zum Soldatengeschlecht. So finden sich während der Befreiungskriege 1813 bis 1815 nur noch drei Söhne von Gutsbesitzern unter ihren 31 preußischen Offizieren. Trotzdem gilt sie Mitte des 19. Jahrhunderts für Schlesien als begüterte Familie. 1878 besitzt sie 28 Güter, 1887 nur noch 7. 1878 gehören ihr in Schlesien noch 28 Güter, davon fünfzehn allein den Grafen. Fünf liegen außerhalb dieser Provinz. 1887 ist der Gesamtbesitz auf sieben zusammengeschmolzen, darunter fünf gräfliche.

In Diensten der österreichischen Habsburger kämpfen ab 1525 mindestens neun v.Frankenberg gegen die Türken und Franzosen, von denen sechs fallen. Im brandenburgisch-preußischen und reichsdeutschen Militär dienen von etwa 1600 bis 1945 rund 300 Frankenbergs. Die weitaus meisten sind Offiziere, darunter zehn Träger des Ordens Pour le Mérite und siebzehn Generale. Zum Beispiel nimmt Robert-Januarius v.Frankenberg-Ludwigsdorf (1807–1873) im Jahre 1848 in Berlin am Straßenkampf gegen die Märzrevolutionäre und am Feldzug gegen Dänemark teil. Später ist er ein beliebter Gouverneur von Köln, wo er als General der Infanterie stirbt und sein Grab eine lebensgroße Statue erhält. In den Kriegen von 1701 bis 1871 kämpfen 141 Frankenbergs, im Ersten Weltkrieg 61, im Zweiten Weltkrieg 41. Vom 18. bis 20. Jahrhundert haben die Frankenbergs 46 Kriegstote zu betrauern.

Quelle: http://www.von-frankenberg.com/index.php?option=com_content&view=article&id=98:die-frankenbergs-im-ueberblick&catid=29&Itemid=204

 

Bildhauer, Heinz Hoffmeister (* 24. Juni 1851 in Saarlouis; † 4. März 1894 in Berlin-Grunewald) war ein deutscher Bildhauer, Zeichner, Maler und Schriftsteller.

 

Der im preußischen Saarlouis aufgewachsene Heinz Hoffmeister begann zunächst eine Ausbildung zum Bildhauer im Atelier der Brüder Carl und Robert Cauer in Bad Kreuznach. Danach wechselte er zur Bildhauerklasse von August Wittig an der Düsseldorfer Kunstakademie, musste aber schon wenige Monate später seinen Kriegsdienst im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 antreten. Hoffmeister kam als Offizier und dekoriert mit dem Eisernen Kreuz aus diesem Krieg zurück und setzte nun seine Studien an der Berliner Kunstakademie bei Albert Wolff fort.

Ab 1873 entschied sich Hoffmann für den dauerhaften Verbleib in Berlin, wo er nun seinen Hauptwohnsitz und seine Werkstatt einrichtete. Dennoch zog es ihn zu Studienzwecken immer wieder ins nahe und ferne Ausland und er unternahm mehrere Reisen durch Spanien, Nordafrika und den Orient. Viel Zeit verbrachte Hoffmeister vor allem auf Capri, wo er als stetiger Gast in der Künstlervilla Albergo Pagano weilte und auch an der Gestaltung der dortigen Wandgemälde beteiligt war.

 

Nachdem sich Hoffmeister in seinen Anfangsjahren zunächst durch kleinere Bildnisse und Skulpturen bekannt gemacht hatte, schuf er später eine Reihe von teilweise monumentalen Figuren und Gruppen, die stilistisch vom Klassizismus und in ihrer Formenbehandlung oftmals stark vom Naturalismus geprägt sind. Unter seiner Leitung entstanden in der Folgezeit zahlreiche bedeutende Denkmale, Grabmale, Büsten, Bauplastiken und Medaillen für viele Städte im damaligen Preußen. Zwischendurch trat er aber auch immer wieder als Maler, Zeichner und Schriftsteller von Reiseberichten und Märchen in Erscheinung.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Hoffmeister_(Bildhauer)


Früh Peter Josef,  10 / 2020


Früh Peter Josef,  03 / 2021

Peter Josef Früh

Pe­ter Jo­sef Früh grün­de­te im Jahr 1904 das „Cöl­ner Hof­bräu Früh“, ei­ne Haus­braue­rei mit Schank­wirt­schaft in der Nä­he des Köl­ner Doms. Das tra­di­ti­ons­rei­che und über­re­gio­nal be­kann­te Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men wird heu­te be­reits in der fünf­ten Ge­ne­ra­ti­on fort­ge­führt.

Pe­ter Jo­sef Früh wur­de am 27.1.1862 als äl­tes­tes von 16 Kin­dern des Brau­meis­ters Mat­thi­as Früh (1832-1885) und des­sen Ehe­frau Ma­ria Sy­bil­la Harff (1837-1882) in Brühl ge­bo­ren. Der Va­ter hat­te es als In­ha­ber des Brüh­ler Brau­hau­ses „Vor dem Uhl­tor“ und durch sei­nen aus­ge­präg­ten Ge­schäfts­sinn zu Wohl­stand ge­bracht. Der Tod der Mut­ter mar­kier­te je­doch ei­ne schwe­re Zä­sur. Mat­thi­as Früh zer­brach an dem tra­gi­schen Schick­sal sei­ner Gat­tin und wähl­te den Frei­tod, sei­ne Braue­rei war be­reits 1871 ver­stei­gert wor­den.

Nach sei­ner Aus­bil­dung zum Brau­er über­sie­del­te Pe­ter Jo­sef Früh nach Köln und über­nahm 1895 die in der Apos­teln­stra­ße 19 im Stadt­teil Lin­den­thal ge­le­ge­ne Apos­teln-Braue­rei. Nach Über­win­dung bü­ro­kra­ti­scher Hür­den - die Köl­ner Stadt­ver­wal­tung hat­te ihm zu­nächst be­harr­lich die not­wen­di­ge Aus­schank­kon­zes­si­on ver­wei­gert -, ge­lang es Früh das „Apos­teln-Bräu“ als ei­nes der be­lieb­tes­ten Brau­häu­ser der Stadt zu eta­blie­ren. In kur­zer Zeit zu Wohl­stand ge­langt, ver­äu­ßer­te er be­reits 1898 Braue­rei und Schank­wirt­schaft an Hein­rich Bä­dorf, um in der Fol­ge bis 1904 als Ren­tier zu le­ben. In die­ser Zeit gab Früh den Auf­trag zum Bau sei­nes auf dem Köl­ner Fried­hof Me­la­ten ge­le­ge­nen Grab­mals. Die auf­wän­di­ge, im Ju­gend­stil er­rich­te­te „Ru­he­stät­te der Fa­mi­lie Früh“ ist bis heu­te er­hal­ten.

Nach­dem Früh ei­ni­ge Zeit als Be­ra­ter der Schmitz­schen Braue­rei in Mün­gers­dorf tä­tig ge­we­sen war, fass­te er den ehr­gei­zi­gen Plan, in un­mit­tel­ba­rer Nä­he zum Dom ein neu­es Brau­haus für ober­gä­ri­ges Bier zu er­rich­ten, das 1904 er­öff­net wer­den konn­te. Zur Ver­wirk­li­chung sei­nes Vor­ha­bens hat­te er das in zwei­fel­haf­tem Ruf ste­hen­de „Cen­tral Thea­ter“ er­wor­ben, das we­gen sei­ner zen­tra­len La­ge in Sicht­wei­te des Doms und nicht zu­letzt we­gen der Nä­he zum 1894 fer­tig ge­stell­ten Köl­ner Haupt­bahn­hof sei­nen Vor­stel­lun­gen ent­sprach. Den­noch war sein Plan zu­nächst nicht un­um­strit­ten. Kri­ti­ker be­män­gel­ten, dass es so­wohl dem Bau als auch dem Stand­ort an der ty­pi­schen At­mo­sphä­re tra­di­tio­nel­ler Köl­ner Knei­pen man­ge­le. Früh ließ das Ge­bäu­de den­noch um­fas­send sa­nie­ren und den neu­en An­for­de­run­gen ent­spre­chend um- und aus­bau­en. Die Aus­ge­stal­tung des gro­ßen Gast­rau­mes über­trug er dem re­nom­mier­ten Köl­ner Bild­hau­er Ge­org Gras­seg­ger (1873-1927). Nach sei­nem Stand­ort in der Stra­ße „Am Hof“ er­hielt der Be­trieb den of­fi­zi­el­len Na­men „Cöl­ner Hof­bräu“. Im Erd­ge­schoss be­fand sich die Schank­wirt­schaft. Die dar­über lie­gen­den Eta­gen dien­ten der Fa­mi­lie Früh als Woh­nung, wo­bei die Räu­me im ers­ten Ober­ge­schoss als Kü­che und Kon­tor ge­nutzt wur­den. Im rück­wär­ti­gen, bis da­hin un­be­bau­ten Teil des Grund­stücks „Am Hof 12“ ließ Pe­ter Jo­sef Früh für die Pro­duk­ti­ons­an­la­gen ein neu­es Ge­bäu­de im Stil der Jahr­hun­dert­wen­de mit rot-gel­ben Klin­kern und ei­nem Trep­pen­gie­bel er­rich­ten.

Der Er­folg gab den An­stren­gun­gen Recht. In­ner­halb kür­zes­ter Zeit er­lang­te Frühs „Braue­rei für ober­gä­ri­ges Bier“ nicht nur un­ter der Köl­ner Be­völ­ke­rung ei­nen ho­hen Be­kannt­heits­grad, son­dern er­freu­te sich auch bei den vie­len Be­su­chern der Stadt ei­ner gro­ßen Be­liebt­heit. Vie­le Durch­rei­sen­de, die in Köln um­stei­gen und auf ih­ren An­schluss­zug war­ten muss­ten, pfleg­ten und pfle­gen ih­ren kur­zen  Auf­ent­halt mit ei­nem Ab­ste­cher ins na­he „Früh“ zu ver­bin­den. Über den wirt­schaft­li­chen Er­folg hin­aus war Pe­ter Jo­sef Früh stets dar­auf be­dacht, den Zu­sam­men­halt in­ner­halb sei­ner Fa­mi­lie zu för­dern und so­wohl Ge­schwis­ter als auch Ver­wand­te in sei­nen Mit­ar­bei­ter­stab auf­zu­neh­men.

Seit dem 26.5.1888 war Pe­ter Jo­sef Früh mit der eben­falls aus Pings­dorf bei Brühl stam­men­den Ma­ria Ger­trud Koe­nen (1861-1930) ver­hei­ra­tet. Aus der Ehe gin­gen zwei Töch­ter, Net­ty (1890-1945) und Chris­tel (1892-1942) her­vor. Net­ty Früh hei­ra­te­te den Brau­er Ja­kob Im­men­dorf (1885-1966), Chris­tel Früh des­sen Bru­der Pe­ter Jo­sef Im­men­dorf (1888-1958). Auf die­se Wei­se ge­lang die fa­mi­liä­re Ver­bin­dung zwei­er wohl­ha­ben­der Köl­ner Braue­reidy­nas­ti­en: Der Gro­ßva­ter der bei­den Brü­der, Ja­cob Im­men­dorf (1822-1887), hat­te 1865 die „Im­men­dorf­sche Land­braue­rei“ in Zün­dorf ge­grün­det. Von sei­nem Sohn Pe­ter Im­men­dorf (1849-1927) wur­de der Be­trieb fort­ge­führt. Im Jahr 1913 er­warb die­ser die be­reits er­wähn­te Schmitz­sche Braue­rei in Mün­gers­dorf, die fort­an un­ter dem Na­men „Uni­on Braue­rei Köln“ fir­mier­te. Nach 1918 ver­ei­nig­te er die­se mit dem mitt­ler­wei­le in „Hu­ber­tus-Braue­rei“ um­be­nann­ten vä­ter­li­chen Un­ter­neh­men in Zün­dorf. Pe­ter Jo­sef Früh er­lag am 22.10.1915 ei­nem Schlag­an­fall, den er wäh­rend ei­nes Kon­zert­be­suchs in Bad Nau­heim, wo er sich zu ei­nem Kur­auf­ent­halt be­fand, er­lit­ten hat­te. Er wur­de nach Köln über­führt und dort am 25.10.1915 bei­ge­setzt. Das Un­ter­neh­men wur­de nun von sei­ner Wit­we Ger­trud Früh fort­ge­führt, bis sie sich 1928 aus der Ge­schäfts­lei­tung zu­rück­zog. Sie starb am 28.12.1930 an den Fol­gen ei­ner nach­ope­ra­ti­ven In­fek­ti­on. An ih­re Stel­le hat­te sie 1928 den nicht zur Fa­mi­lie ge­hö­ren­den, zu­vor be­reits in der Hu­ber­tus-Braue­rei tä­ti­gen Brau­meis­ter En­gel­bert Ro­chels (ge­bo­ren 1882) be­ru­fen, ob­wohl auch die Töch­ter des Fir­men­grün­ders seit 1919 als Ge­sell­schaf­te­rin­nen mit an der Spit­ze des el­ter­li­chen Un­ter­neh­mens stan­den.

Ro­chels Wir­ken und Teil­ha­ber­schaft bis 1945 blieb je­doch ei­ne Aus­nah­me in der Ge­schich­te der Braue­rei. Die aus den Ehen der Schwes­tern Net­ty und Chris­tel her­vor­ge­gan­ge­nen Fa­mi­li­en­zwei­ge sind bis heu­te zu glei­chen Tei­len An­teils­eig­ner und stel­len je­weils ei­nen der zwei gleich­be­rech­tig­ten Ge­schäfts­füh­rer. Das Prin­zip ei­ner Dop­pel­spit­ze in der Un­ter­neh­mens­lei­tung wur­de bis heu­te bei­be­hal­ten.

Wäh­rend Ja­kob Im­men­dorf ab 1922 die Lei­tung der vä­ter­li­chen Hu­ber­tus-Braue­rei ob­lag, über­nahm Pe­ter Jo­sef Im­men­dorf 1943 die Ge­schäfts­füh­rung der „Cöl­ner Hof­bräu Früh“, wo­mit ihm auch die schwe­re Auf­ga­be des Wie­der­auf­baus nach den Zer­stö­run­gen des Zwei­ten Welt­kriegs zu­fiel. An Im­men­dorfs Sei­te trat im Jahr 1946 als Ge­sell­schaf­te­rin sei­ne Nich­te Char­lot­te „Lot­ty“ Rolff (1912-1946), Toch­ter von Net­ty und Ja­kob Im­men­dorf, die 1933 Fried­rich Os­kar Rolff (1909-1943) ge­hei­ra­tet hat­te. Sie ver­starb je­doch noch im glei­chen Jahr.

Wäh­rend der Bom­bar­die­run­gen Kölns brann­te das Brau­haus Früh 1944 erst­mals, 1945 zum zwei­ten Ma­le aus. Al­ler­dings blie­ben die Pro­duk­ti­ons­an­la­gen von den Zer­stö­run­gen weit­ge­hend ver­schont, so­dass be­reits un­mit­tel­bar nach Kriegs­en­de der Brau­be­trieb wie­der­auf­ge­nom­men und bis 1950 auch die Gast­räu­me der Schank­wirt­schaft in meh­re­ren Bau­pha­sen voll­stän­dig wie­der­her­ge­stellt wer­den konn­te. Als im Jahr 1961 Her­mann Mül­ler (1910-1988), der Schwie­ger­sohn Pe­ter Jo­sef Im­men­dorfs, und Edu­ard Rolff (ge­bo­ren 1936), ein Ur­en­kel des Fir­men­grün­ders, ge­schäfts­füh­ren­de Ge­sell­schaf­ter wur­den, be­gann der all­mäh­li­che Auf­stieg von ei­ner Haus­braue­rei tra­di­tio­nel­len Zu­schnitts zu ei­nem mo­der­nen mit­tel­stän­di­schen Braue­rei- und Gas­tro­no­mie­un­ter­neh­men. 1969 er­folg­te die Ein­füh­rung des Fla­schen­bie­res.

Zum 1.1.1971 lös­te Her­mann R. Mül­ler (ge­bo­ren 1944) sei­nen Va­ter als ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter ab. Lag zu die­sem Zeit­punkt der jähr­li­che Ge­samt­aus­stoß noch bei et­wa 24.000 Hek­to­li­tern, so konn­te be­reits 1976 erst­mals die Schall­mau­er von 100.000 Hek­to­li­ter Jah­res­pro­duk­ti­on durch­bro­chen wer­den. Die stei­gen­de Nach­fra­ge mach­te ei­ne Ver­la­ge­rung der Pro­duk­ti­on und so­mit die Er­rich­tung ei­ner mo­der­nen Braue­rei er­for­der­lich, die 1987 nach zwei­jäh­ri­ger Bau­zeit in Feld­kas­sel im Nor­den Kölns ein­ge­weiht, in meh­re­ren wei­te­ren Bau­stu­fen er­wei­tert und bis 2005 mit ei­ner zwei­te Fla­schen­ab­füll­li­nie und zwei Leer­gut­s­or­tier­an­la­gen fer­tig­ge­stellt wer­den konn­te. Die frei wer­den­den ehe­ma­li­gen Braue­r­ei­ge­bäu­de konn­ten nach Ab­riss zur räum­li­chen Er­wei­te­rung des Köl­ner Stamm­hau­ses ge­nutzt wer­den. Durch die Nut­zung der ehe­ma­li­gen La­ger- und Gär­kel­ler so­wie die Er­rich­tung von Neu- und Er­wei­te­rungs­bau­ten wur­de die Er­wei­te­rung des gas­tro­no­mi­schen Be­trie­bes auch auf die Ober­ge­schos­se des ehe­ma­li­gen „Cen­tral Thea­ter­s“ mög­lich. Das be­nach­bar­te his­to­ri­sche Gie­bel­haus „Zur Glo­cke“ ge­hört heu­te eben­so zum er­wei­ter­ten Kom­plex des Stamm­hau­ses wie die „Fein­kost­the­ke Früh am Dom“ und das im Jahr 2005 er­öff­ne­te „Eden Ho­tel Früh“ mit sei­nem Re­stau­rant „Am Hof 18“.

1999 trat mit Alex­an­der Rolff (ge­bo­ren 1963) der ers­te Ver­tre­ter der fünf­ten Ge­ne­ra­ti­on in die Ge­schäfts­füh­rung ein, 2007 folg­te ihm Phil­ipp Mül­ler (ge­bo­ren 1973), nach­dem sich sein Va­ter Her­mann R. Mül­ler nach 36 Jah­ren zu­rück­ge­zo­gen hat­te. Mit ei­nem jähr­li­chen Ge­samt­aus­stoß von über 400.000 Hek­to­li­tern zählt das Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men „Cöl­ner Hof­bräu P. Jo­sef Früh KG“ An­fang des 21. Jahr­hun­derts zu den füh­ren­den Kölsch-Braue­rei­en und ist mit 360 Mit­ar­bei­tern zu­dem ein wich­ti­ger re­gio­na­ler Ar­beit­ge­ber. Der Ver­trieb er­folgt durch ei­ne gro­ße An­zahl von Han­dels­part­nern mitt­ler­wei­le bun­des­weit.

Quelle Text: Thomann, Björn, Peter Josef Früh, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/peter-josef-frueh/DE-2086/lido/57c6c132d88ff4.49572460 (abgerufen am 22.10.2020)