Essen Ostfriedhof


Der kommunale Essener Ostfriedhof befindet sich nahe der Essener Innenstadt am südöstlichen Rand des Stadtteiles Südostviertel. Er beherbergt unter anderem alte Gräber stadtgeschichtlicher Persönlichkeiten, die großenteils vom aufgelassenen Friedhof am Kettwiger Tor umgebettet wurden.

Der Ostfriedhof wurde 1893 innerhalb eines Wohngebietes und mit der deshalb heute noch gleichen Fläche von etwa 8,5 Hektar angelegt, wobei er etwa 1200 Gräbern Platz bietet.

1910 wurde sein nordwestliches Hauptportal an der Saarbrücker Straße nach einem Entwurf des Essener Architekten Edmund Körner errichtet, das nach schweren Schäden aus dem Zweiten Weltkrieg in vereinfachter Form wieder aufgebaut wurde. Es besteht aus zwei rund fünf Meter hohen Steinsäulen, die das eiserne Tor tragen. Auf den Säulen sitzen Steinskulpturen, die einerseits die Trauer und andererseits die Hoffnung symbolisieren. Von außen gesehen hinter und in den beiden Säulen befindet sich je ein Raum, von denen einer früher von der Friedhofsverwaltung genutzt wurde und im anderen ein Sargwagen untergebracht war, der dem Transport des Sarges zur Grabstätte diente. Von August 2017 bis Ende 2017 wurden die Steinsäulen saniert und die beiden Räume mit neuen Türen und Fenstern bestückt. Die Kosten von rund 20.000 Euro übernahm die Stiftung zur Verschönerung der Stadt Essen] Weitere 6000 Euro stellte die Stiftung im Sommer 2018 zur Verfügung. Die beiden Räume wurden von innen renoviert und werden heute als Abstellräume genutzt.

 

Neben dem Hauptportal an der Saarbrücker Straße hat der Ostfriedhof vier weitere Eingänge: einen an der Saarbrücker Straße, einen am Elisabeth-Krankenhaus am Klara-Kopp-Weg und zwei in der Herwarthstraße. Die Grenzen des Friedhofs bilden die Saarbrücker Straße im Norden, die Schinkelstraße im Westen, die Ruhrallee und der Klara-Kopp-Weg im Süden sowie die Herwarthstraße im Osten. Mit seinem alten Baumbestand gilt der Friedhof als Parkanlage innerhalb der Großstadt. Die Wege auf der Friedhofsfläche sind rechtwinklig angelegt. Im Schnittpunkt der beiden Hauptwege steht ein mehrere Meter hohes Wegkreuz. Ein Hauptweg führt vom Hauptportal im Nordwesten nach Südosten, der andere von der Friedhofskapelle im Nordosten nach Südwesten. Der nordöstliche Friedhofsteil bietet große Grabflächen im Gegensatz zum von mehreren kleinen Wegen durchzogenen, südwestlichen Bereich mit kleineren Reihengräbern.

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Ostfriedhof_Essen


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Funke und Schuerenberg,   01 / 2021

Funke und Schuerenberg

 

Friedrich Funke, meist genannt Fritz Funke, (* 4. April 1821 in Essen; † 23. April 1884 ebenda) war ein deutscher Bauunternehmer, Industrieller und Stadtverordneter in Essen.

 

Leben und Wirken

 

Funke war der Sohn eines Maurermeisters. Nachdem seine erste Frau 1852 starb, heiratete er ein weiteres Mal. Mit der zweiten Ehefrau, einer geborenen Rellensmann (1830–1893) aus Dortmund, hatte Funke die vier Söhne Friedrich, Carl, Wilhelm und Otto.

 

Funke lernte das Maurerhandwerk beim Essener Bauunternehmer Franz Schmidt. In jungen Jahren wurde Funke Teilhaber dieses Baugeschäfts, das seitdem bis 1853 unter Schmidt & Funke firmierte. Nach Auflösung der Beteiligung gründete Funke 1859 zusammen mit Johann Wilhelm Schürenberg das Unternehmen Funke & Schürenberg, dass durch einen rasanten Aufschwung rund sechs Jahre nach Gründung etwa 2000 Beschäftigte hatte und zu den größten Bauunternehmen des aufstrebenden Ruhrgebiets zählte.

 

Die Firma Funke & Schürenberg errichtete einige Industrieanlagen und Zechenbauten und war unter anderem am Bau der Villa Hügel mit Alfred Krupp als Bauherr, der Pauluskirche und der Actien-Bierbrauerei in Essen an der Ruhr, der späteren Stern Brauerei, beteiligt. Funke kannte neben der Familie Krupp auch den Industriellen Friedrich Grillo, mit dem er 1864 die Gewerkschaft Grillo, Funke & Co. gründete. Im aufstrebenden Ruhrbergbau nutzte Funke die Möglichkeiten zur Beteiligung an mehreren Zechengründungen, darunter 1871 die Zeche Unser Fritz, die Zeche Richradt, die Zeche Pörtingsiepen und weitere. 1872 folgte, zusammen mit Heinrich Grimberg, Carl Ernst Korte, Johann Wilhelm Schürenberg sowie Carl und Friedrich Wilhelm Waldthausen die Gründung der Gewerkschaft Lothringen in Gerthe bei Bochum. Funke war 1880 Grubenvorstand der Gewerkschaft der Zeche Heisinger Tiefbau, die in der Zeche Carl Funke aufging, benannt nach seinem Sohn Carl Funke, der das industrielle Erbe seines Vaters erfolgreich fortführte. Fritz Funke war Mitgründer des Schalker Gruben- und Hüttenvereins sowie Mitglied mehrerer Vorstände und Aufsichtsräte. Zudem gehört er zu den maßgeblichen Gründungsmitgliedern der Actien-Bierbrauerei in Essen an der Ruhr, der späteren Stern Brauerei in Essen, die sein Sohn Carl und sein Enkel Fritz weiterführten.

 

Funke war auch politisch als Stadtverordneter der Stadt Essen seit 1856 bis zu seinem Tode tätig. In der evangelischen Kirche war Funke Mitglied des Presbyteriums.

 

Fritz Funke wurde am 27. April 1884 in der Familiengruft der Familien Funke und Schürenberg auf dem Friedhof am Kettwiger Tor beigesetzt. Oberbürgermeister Gustav Hache schrieb einen Nachruf. Vom Burgplatz zum Kettwiger Tor wohnten über 4000 Menschen dem Trauerzug bei. Nach Schließung des Friedhofs 1955 wurde die gemeinsame Gruft auf den Ostfriedhof Essen verlegt.

 

 

Johann Wilhelm Schürenberg

 

Wilhelm Schürenberg (* 2. April 1831 in Kettwig-Umstand; † 11. Oktober 1894 in Essen, vollständiger Name: Johann Wilhelm Schürenberg) war ein deutscher Bauunternehmer, Industrieller und Stadtverordneter.

 

Leben und Wirken

Schürenberg war als erstes von sieben Kindern des Schreiners und späteren Gasthofbesitzers Johann Heinrich Schürenberg und seiner Ehefrau Anna Catharina geborene vom Riek geboren worden. Er heiratete 1858 Anna Maria Caroline Rellensmann aus Dortmund. 1868 wurde sein Sohn Wilhelm Theodor Schürenberg in Essen geboren.

 

Wilhelm Schürenberg gründete 1859 zusammen mit Fritz Funke das Bauunternehmen Funke & Schürenberg, dass durch einen rasanten Aufschwung rund sechs Jahre nach Gründung etwa 2000 Beschäftigte hatte und zu den größten Bauunternehmen des aufstrebenden Ruhrgebiets zählte. Die Firma errichtete einige Industrieanlagen und Zechenbauten und war unter anderem am Bau der Villa Hügel mit Alfred Krupp als Bauherr, der Pauluskirche und der Actien-Bierbrauerei in Essen an der Ruhr, der späteren Stern Brauerei beteiligt. Schürenberg gehörte auch zu den Gründungs- und Aufsichtsratsmitgliedern der Brauerei. Er war eines der Mitglieder der Baudeputation, deren steinerne Büsten unter dem Dachgesims an der Marktseite des ehemaligen Essener Rathauses (1878–1964) angebracht waren.

 

1872 folgte, zusammen mit Fritz Funke, Heinrich Grimberg, Carl Ernst Korte sowie Carl und Friedrich Wilhelm Waldthausen die Gründung der Gewerkschaft Lothringen in Bochum.

 

Seit dem 27. November 1884 war Schürenberg Stadtverordneter im Rat der Stadt Essen.

 

Wilhelm Schürenberg wurde in der Familiengruft der Familien Funke und Schürenberg zunächst auf dem Friedhof am Kettwiger Tor beigesetzt. Nach Schließung des Friedhofes 1955 wurde die gemeinsame Gruft auf den Essener Ostfriedhof verlegt.

 

1937 wurde die einstige Bergmannstraße im Essener Ostviertel in Schürenbergstraße umbenannt.

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Funke_(Industrieller)

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wilhelm_Sch%C3%BCrenberg


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Hilgenberg Gustav,   01 / 2021

Gustav Hilgenberg

 

Mit der Handelsregistereintragung vom 16-09-1885 übernahmen die Kommerzienräte Clemens und Gustav Hilgenberg für 150.000 Goldmark vor gut 125 Jahren die in der Viehofer Straße in Essen gelegene Eisenwarenhandlung von Friedrich Grillo . Die Gründung des Unternehmens dagegen geht wohl auf dessen Großvater – Jeremias Grillo – zurück und dürfte damit um 1800 stattgefunden haben.

 

Mit den Jahren wurde das Geschäftshaus zu klein und mußte schließlich in 1910 einem Neubau weichen. Dieses Gebäude war nun über viele Jahre der Sitz der Firma, die sich sowohl mit dem Einzel- als auch mit dem Großhandel von Eisenwaren beschäftigte.

 

Im März 1945 wurden die Bombenangriffe jedoch auch diesem schönen Haus zum Verhängnis: einer der letzten Großangriffe auf Essen legte alles endgültig in Schutt und Asche.

 

Zum Neuanfang nach dem Krieg hatte das Unternehmen Unterschlupf im Haus der damaligen Inhaberin, Frau Hilde Hilgenberg, gefunden. Das konnte jedoch nur eine Übergangslösung sein: Endlich – am 07-06-1951- konnte das Ladenlokal am alten Standort Viehofer Straße wieder eröffnet werden – ein Ereignis, was von der Presse als Pioniertat in der vom Krieg fast vollständig zerstörten nördlichen Innenstadt gepriesen wurde.

 

Zitat aus der Essener Allgemeinen Zeitung vom 10.12.1950:

 

„Hier mußte eine altansässige, wohlangesehene Firma nach dem Totalverlust schwere Opfer bei der Grundstücksneuordnung auf sich nehmen. Sie tat das aus einer Verpflichtung auch der Stadt gegenüber, aus einem alten Pioniergeist, der auch heute noch lebendig ist. Für diesen Pioniergeist zeugt schon in der Vergangenheit die Tatkraft, mit der die Firma, nachdem sie in den Achtzigern Jahren des vorigen Jahrhunderts im Hause von Friedrich Grillo, dem Stifter des ersten Essener Stadttheaters, ein Geschäft in der Viehofer Straße betrieben hatte, einen repräsentativen Neubau am Eingang der Viehofer Straße errichtet hatte.“

 

Das Ladenlokal war im Wesentlichen dem Einzelhandel gewidmet, für den Großhandel standen zunächst nur zwei kleine Büroräume im hinteren Bereich des Geschäftsraumes zur Verfügung.

 

Die tatsächliche Geschäftsentwicklung stellte dieses Verhältnis auf den Kopf: Der Einzelhandel verlor mehr und mehr an Bedeutung, die Großhandelsumsätze stiegen ständig.

 

1960 hatte sich die Situation soweit stabilisiert, daß an die Aufstockung des Geschäftshauses gegangen werden konnte. Der Großhandel verließ die Hinterzimmer im Ladenlokal und zog in die 1. Etage.

 

Die Forcierung des Produktionsverbindungshandels mit Walzstahl, Schrauben, Norm- und Drehteilen sowie Werkzeugen/Kugellagern zeigten ständige Erfolge.

 

Im Jahr 1968 beträgt der Anteil des Einzelhandels am Gesamtumsatz gerade noch 5% – die Schließung dieses Geschäftsfeldes war eine logische Konsequenz.

 

War bis zum Ende der 80iger Jahre noch das traditionelle Stahlgeschäft die Stütze der Firmenumsätze, so schob sich doch zusehends die Bedeutung des Schraubengeschäftes mit Sonderschrauben, Norm- und Zeichnungsteilen in den Vordergrund.

 

Heute versteht sich die Firma Gebr. Hilgenberg, die immer noch ihre Eigenständigkeit als Familienunternehmen in der 4. Generation bewahrt hat, als bundesweit tätiger Anbieter von Dienstleistungen im Bereich des Produktionsverbindungshandels:

Quelle Text: https://www.gebr-hilgenberg.de/ueber-uns/

 

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Knaudt Adolf,   01 / 2021

 

Adolf Knaudt

 

Adolf Knaudt (* 15. Juni 1825 in Boizenburg/Elbe; † 13. Dezember 1888; vollständiger Name: Adolf Johann Knaudt) war ein deutscher Ingenieur und Unternehmer. Er gründete 1855 in Essen zusammen mit dem Kaufmann Carl Julius Schulz die Puddlings- und Blechwalzwerk Schulz, Knaudt & Cie., die später in den Hüttenwerken Krupp Mannesmann in Duisburg aufging.

 

Leben

Adolf Knaudt wurde als Sohn des Holzhändlers und Ratsherrn Carl Heinrich Knaudt in Boizenburg an der Elbe und dessen Ehefrau Lucie Knaudt geb. Lambertz aus Bremen geboren. Er heiratete 1853 Johanne geb. Winter, mit der er eine Tochter Ida hatte, die 1859 in Essen geboren wurde. Ein weiteres Kind war sein Sohn Otto.

 

Anfang der 1840er-Jahre kam Knaudt nach Hamburg und besuchte dort eine Privatschule. Er begann eine Lehre in der Maschinenfabrik von Ernst Alban in Plau am See. Hier erhielt Knaudt als bester Lehrjunge die Aufgabe, den gerade von Ernst Alban entwickelten Wasserrohrkessel zu bedienen. Nach drei Monaten als Kesselwärter ging Knaudt im Herbst 1845 an das Polytechnische Institut Wien. Im Januar 1848 beteiligte er sich zur Zeit der Deutschen Revolution in der Akademischen Legion an Straßenkämpfen. Danach erreichte er wieder seine Heimat in Mecklenburg und trat dann eine Anstellung als Schlosser in Berlin an. Anfang der 1850er-Jahre gründete er mit einem Studienfreund eine chemische Fabrik in Duisburg, die er wenig später seinem Teilhaber aus Mangel an Erfolgen überließ. Dabei büßte Knaudt einen Großteil des von seinem Vater vorgestreckten Vermögens ein.

 

Im Dezember 1855 gründete Knaudt mit dem Kaufmann Carl Julius Schulz ein Blechwalzwerk in Essen an der heutigen Hollestraße. Knaudt musste sich von Verwandten 10.000 Taler leihen, die bei einer Gesamtbeteiligung von 60.000 Talern seine einzige Beteiligung am neuen Unternehmen waren. Mithilfe von zunächst fünf Puddelöfen begannen sie, dass damals Schweißeisen genannte Schmiedeeisen herzustellen und an Maschinenfabriken zu verkaufen. Des Weiteren verfügte das neue Unternehmen über zwei Schweißöfen, zwei Dampfhämmer und eine Walzenstraße. Adolf Knaudt hatte im Laufe der Zeit einige technischen Neuerungen entwickelt und eingeführt und Carl Schulz sein finanzielles Können eingebracht.

 

Adolf Knaudt war zudem von 1862 bis 1868 Stadtverordneter der Stadt Essen. Er starb an einem Schlaganfall im Alter von 63 Jahren, zwei Jahre nach seinem Kompagnon Carl Schulz. Die Erben machten aus dem Unternehmen eine Aktiengesellschaft mit neuem Standort in Duisburg.

 

Die Grabstätten der Familien Knaudt und Schulz befanden sich auf dem Friedhof am Kettwiger Tor. Mitte der 1950er-Jahre wurden sie auf den Essener Ostfriedhof umgebettet, da der Friedhof am Kettwiger Tor aus städtebaulichen Gründen aufgegeben wurde. In Essen erinnert die Knaudtstraße in Huttrop an ihn, in Duisburg ist die Schulz-Knaudt-Straße nach beiden Unternehmensgründern benannt.

 

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Knaudt

 

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Lührmann Edmund,   01 / 2021

Die Edmund-Lührmann-Stiftung war eine Kranken- und Heilanstalt mit angeschlossenem Erholungsheim für Nervenleidende in Essen. Sie wurde 1903 mit Spenden von Edmund Lührmann durch die Stadt Essen gegründet und nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg aufgelöst.

 

Geschichte

Am 14. März 1893 übergab Edmund Lührmann der Stadt Essen insgesamt 30.000 Mark, um sie in einer städtischen Einrichtung zur Erziehung verwahrloster Kinder evangelischer Konfession und für evangelische Waisenhauskinder zu verwenden. Er gab vor, dass dazu eine Stiftung gegründet werden soll, die in Gedenken an seinen Vater den Namen Eduard-Lührmann-Stiftung tragen soll. Für diesen Zweck überwies Edmund Lührmann am 23. November 1894 weitere 70.000 Mark an die Stadt. Im Sinne einer vom Rat der Stadt Essen im März 1903 verabschiedeten Satzung der jetzt so genannten Lührmann-Stiftung sollten die in den Jahren 1893/1894 insgesamt gestifteten 100.000 Mark, und weitere 1903 gestiftete 150.000 Mark Verwendung finden. In der Satzung verpflichtete sich die Stadt, aus dem gesamten Kapital eine Kranken- und Heilanstalt, verbunden mit einem Erholungsheim für Nervenleidende zu errichten und zu unterhalten.

 

In Folge fand am 28. Februar 1905 im Beisein von Edmund Lührmann die Grundsteinlegung auf dem Stenshofgelände statt, nahe dem Areal des späteren Botanischen Gartens im Grugapark in Rüttenscheid. Der Essener Mäzen stiftete der Anstalt unter anderem elektrische Bäder. Die Einweihung des zwischen Wald und Feldern gelegenen Erholungsheims fand am 16. Juli 1907 statt. Als in diesem Jahr seine Tochter Helene (verh. Girardet) starb, gründete er mit 15.000 Mark die Essener Helenenstiftung und richtete im Erholungsheim das Helenenzimmer ein. Zudem überschrieb Lührmann, anlässlich seiner Silberhochzeit 1907, seine Villa in Werningerode im Wert von rund 110.000 Mark der Stadt Essen mit der Vorgabe, dort ein Kurhaus einzurichten und zu verpachten, und dessen Erträge dem Erholungsheim für Nervenkranke in Essen zukommen zu lassen. Hinzu kam zu diesem Zweck die Übereignung von Aktien im Wert von 72.000 Mark mit Dividendenscheinen im Wert von 100.000 Mark. Diese Stiftungsanweisungen veranlasste Lührmann von Hannover aus per Brief an den Oberbürgermeister von Essen, Wilhelm Holle. Darin beschrieb Lührmann auch die enge Verbundenheit zu seiner Vaterstadt und erklärte seine Leitmaxime: Gutes tun und nicht müde werden.

 

Die Leitung der Edmund-Lührmann-Stiftung hatte Dr. Hakländer inne, sie ging 1908 auf Dr. Fels über. Nach mehreren weiteren leitenden Ärzten übernahm Dr. Baumgart das Amt. 1914 erhielt die Anstalt vier zusätzliche Zimmer, da der erste Leiter, Dr. Hakländer, mit seiner Familie in einen neu errichteten Anbau einzog. Im Ersten Weltkrieg, ab 1915, wurde die Anstalt als Reserve-Hilfs-Lazarett genutzt, so war sie teilweise mit Verwundeten belegt, hauptsächlich Menschen mit Kopfverletzungen.

 

Nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Stiftung aufgrund hoher Inflation finanzielle Probleme, so dass beispielsweise das Erholungsheim an den Knappschaftsverein mit Sitz in Bochum vermietet wurde, der es in Lührmanns Sinne weiterbetrieb. Laut einem Vertrag mit dem Knappschaftsverein hieß das Haus ab dem 1. Juli 1921 Knappschafts-Nervenkrankenhaus – Lührmann-Stiftung in Essen. Nach Vertragsablauf im Jahre 1933 pachtete das Rheinische Mutterhaus des Roten Kreuzes, das die Schwesternschaft für die städtischen Krankenanstalt stellte, das Heim, wobei es zum Wohnhaus für Schwesternschülerinnen wurde und den Namen Schwesternhaus Lührmannstift erhielt.

 

Am 23. Oktober 1944 erlitt das Schwesternhaus einen Bombentreffer, bei dem ein Mensch ums Leben kam. Nach Räumung des Hauses gab es zwei Tage später weitere Treffer. Ein Teil des Hauses blieb dennoch intakt, so dass es als Lazarett genutzt wurde. Ein Wiederaufbau des Hauses kam nicht in Frage, woraufhin es zu einer Aufhebung der Stiftungssatzung am 15. Dezember 1955 rückwirkend zum 26. Juni 1948 kam. Der Rat der Stadt Essen bestimmte, das Stiftungsvermögen zum Wiederaufbau der zerstörten neurologischen Abteilung der Nervenklinik der Städtischen Krankenanstalten zu verwenden, aus denen 1963 das Universitätsklinikum Essen hervorging. Nach dem Willen Edmund Lührmanns ging die Stadt Essen erneut die Verpflichtung ein, in der Städtischen Krankenanstalt eine Kranken- und Heilanstalt für Nervenleidende einzurichten und zu unterhalten. Es wurde ebenfalls bestimmt, dass zur Erinnerung an die Stiftung der Name Edmund-Lührmann-Stiftung an das Gebäude in Essen, Külshammerweg 40, gebunden bleibt, in dem heute ein Gartenbauzentrum und die Fachschule im Gartenbau der Landwirtschaftskammer Rheinland untergebracht sind. Des Weiteren sollen die Straßen Lührmannwald und Lührmannstraße an den Stifter erinnern. Die bereits 1897 als Paulstraße angelegte Lührmannstraße erhielt 1906 den Namen Reinhardstraße und wurde schließlich am 7. Juni 1907 zur Lührmannstraße.

 

Der Essener Kaufmann Edmund Lührmann, der auch in Berlin tätig war, war ein bedeutender Mäzen der Stadt Essen. Er wurde als Sohn von Alwine geborene Scheidt (†21. Februar 1893) und dem Gewerken Christian Gottfried Eduard Lührmann (†24. November 1887) am 15. Februar 1845 in Essen geboren. Er lebte später als Rentner bis 1907 in Wernigerode. Seine Ehefrau war Marie geborene Boye (*18. Juli 1854; †9. Januar 1937), mit der er eine Tochter Helene (* 1885; † 1907) und zwei Söhne hatte. Nachdem Lührmann ab 1907 mehrere Reisen antrat, verstarb er während einer Schiffsreise am 23. Februar 1909 in Buenos Aires an einem Herzschlag. Seine Urne wurde nach Essen überführt und am 19. April 1909 auf dem Friedhof am Kettwiger Tor in Essen beigesetzt, wobei er von Oberbürgermeister Wilhelm Holle in seiner Rede gewürdigt wurde. Holle legte einen Kranz mit der Widmung Dem treuen Sohne und Wohltäter seiner Vaterstadt nieder. Neben Lührmanns beiden Söhnen wohnte auch der Männergesangsverein der Beisetzung bei, dessen Ehrenmitglied Lührmann war. Der Chor sang das Lied Über den Sternen mit dem Text von Ida Hahn-Hahn und der Melodie von Franz Abt. Ein Nachruf vom 24. Februar 1909 besagt: Sein Andenken wird in seinen Stiftungen weiterleben. Das Grabmal befindet sich heute, nach Schließung des Friedhofes am Kettwiger Tor 1955, auf dem Essener Ostfriedhof.

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Edmund-L%C3%BChrmann-Stiftung

 

Heruntergeladen am 05.02.2021


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Oerdingen Georg von,   01 / 2021

Georg von Oerdingen

 

*5. September 1891 in Gelsenkirchen +24. April 1915 Les Eparges/Combres-Höhe

 

Georg von Oerdingen, Sohn des gleichnamigen Kommerzienrates und Vorstandmitglieds der bekannten Fa. Küppersbusch aus Gelsenkirchen, wurde vom Kürassier-Regiment „von Driesen“ (Westf.) Nr. 4 zum Füsilier-Regiment Nr. 73 kommandiert und übernahm dort die Führung der 2. Kompagnie.

 

Er fiel in den Vorbereitungen des am 25. April 1915 geplanten Angriffs auf die französischen Verteidigungsstellungen (Punkt 12) bei Les Eparges.

 

Die Aufzeichnungen des Regimentes berichten folgendes über seinen Soldatentod:

 

…Nachdem nun die ganze Bergzunge bis zum Orte St. Rémy vom Feinde frei war, und auch das angrenzende Tal nach Punkt 9 hin, als unbesetzt befunden wurde, blieb für den Vorabend des Sturmes noch die weitere wichtige Aufgabe übrig, einen klaren Sturmausgangsgraben vor der Zunge 9-12-13 zu schaffen. Zu diesem Zwecke einigten sich die Führer der beiden vornliegenden Bataillone dahin, daß die Kompagnie v. Oerdingen 2./73 bei beginnender Dämmerung zwischen den Punkten 9-2 ausgeschwärmt vorgehen und die Schanzarbeit zur Herrichtung des genannten Sturmgrabens durch einen vorzulegenden Schützenschleier sichern sollte.

 

Demgemäß rückte Lt.d. Res. v. Oerdingen mit seiner Mannschaft vom Punkte 26 aus längs des Laufgrabens A-B vor, an dessen Ende er breit ausschwärmen ließ. Beim sprungweisen weiteren Vorgehen erhielt die Kompagnie, anscheinend aus naher Entfernung, lebhaftes Schützenfeuer, als sie den Weg Mouilly-St. Rémy überschritt. Lt. v. Oerdingen und 12 Mann fielen hier…

 

 …Die Lage der ziemlich weit vorgeschobenen von Lt. v. Oerdingen geführten 2. Kompagnie brachte es mit sich, daß diese Kompagnie mit der erwähnten Erkundung sowie mit der Ausbreitung des Schützenschleiers beauftragt wurde. Dies ist in dem Sinne ausgeführt worden, wie es in dem vorangestellten Gefechtsbericht ersichtlich ist.

 

Nach dem ausschwärmen der Züge mit der Front 17-12 und dem forschen gruppenweisen Vorgehen fiel Lt. v. Oerdingen, mit gezogenem Säbel seiner Kompagnie voranstürmend…

 

Quelle Text: https://www.verdun14-18.de/leutnant-der-reserve-georg-von-oerdingen/

 

Heruntergeladen am 06.02.2021


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Piekenbrock Hans / Familie,   01 / 2021

Hans Piekenbrock (* 3. Oktober 1893 in Essen ; † 16. Dezember 1959 in Porz-Wahn ) war ein deutscher Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg .

 

Leben

 

Piekenbrock wurde als Sohn eines Bauunternehmers in Essen geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und des Gymnasiums in Essen nahm er ein Jurastudium an der Universität in Freiburg im Breisgau auf. Dort war er ab 1914 Mitglied im Corps Rhenania Freiburg . Bei Ausbruch des Ersten Regierungsvertreters sein Beitritt als Freiwilliger im 2. Westfälischen Husaren-Regiment Nr. 11 der Preußischen Armee und er avancierte bis Mitte Oktober 1915 zum Leutnant . Bei Kriegsende war er Regimentsadjutant und hatte für sein Verhalten neben beiden Klassen des Eisernen Kreuzes das Verwundetenabzeichen in Schwarz, das Hanseatenkreuz Hamburg sowie das Österreichische Militärverdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration erhalten.

 

Nach Kriegsende wider seine sein in der Reichswehr und Anstellung als Eskadronoffizier im 15. (Preußisches) Reiter-Regiment . Seine Beförderung zum Oberleutnant Rechte am 1. Dezember 1923 und als auch kam er in den Regimentsstab in Paderborn . In den Stab der 6. Division wurde er 1926 gegründet. Hier besteht er eine einjährige Führergehilfenausbildung , die eigentlich eine versteckte Generalstabsausbildung Krieg. Auf Grund des Versailler Vertrags war es der Reichswehr in der Weimarer Republik, die über einen Generalstab zu einer gemeinsamen Qualifikation für das militärische Führungspersonal zu realisieren. Nach Abschluss dieses Lehrgangs wurde am 1. Oktober 1927 im Reichswehrministerium nach Berlin verwaltet. Hier ist seine Verwendung in der Heeres-Statistischen Abteilung T3 des Truppenamtes TA, dem Nachricht Nachrichtendienst der Reichswehr. Leiter der Abteilung Abwehrkrieg seit 1927 Günther Schwantes (1881–1942). Die Aufgabenstellung bestand im Bereich der Abwehr in der Nachrichtendienstlichen Beschaffung von Informationen über die Kontrolle, ihre Struktur, Bewaffnung und Disloktion der Armeen potentieller Kriegsgegner. Im April des eigentlichen Jahres wurde die Abteilung Abwehrvereinigung mit dem Nachrichtendienst des Admiralstabes zur Abwehr Abwehr-Abteilung. Da für das Generalstabspersonal ein gewisses Rotationsprinzip in einem Zeitlimit von zwei bis drei Jahren obligatorischer Krieg, wurde Piekenbrock am 1. Oktober 1929 in den Stab der 3. Kavallerie-Division nach Weimarhalten.

 

Erneut als Eskadronchef wurde 1932 in das 15. Reiter-Regiment bestimmt. Bei der Umstrukturierung der Reichswehr zur Wehrmacht 1934 wurde Piekenbrock am 1. Oktober als Erster Generalstabsoffizier (Ia) im Stab des Infanterieführers III (Wehrkreiskommando III) gefunden. Sein Vorgesetzter Krieg Hermann Hoth (1885–1971), der hier den Auftrag hatte, nach der nunmehr wiedererwährenden der emotionalen Bezeichnungen 1934, die 18. Infanterie-Division zu bilden. Nach wurde wurde Piekenbrock als Erster Generalstabsoffizier der 18. Infanterie-Division verwendet. In dieser Position wurde er am 6. Oktober 1936 durch Major i. G. Rudolf Schmundt(1896–1944) abgelöst, um als Chef der Abteilung der Abwehr im Reichswehrministerium zu werden. Diese Struktur des Vertrauens Nachrichtendienstes war am 1. Januar 1935 durch Vizeadmirals Wilhelm Canaris als Leiter der Amtes Abwehr und durch ihn neu strukturiert worden.  Ab diesem Prozess gliederte sich die Abwehr in fünf Abteilungen zu den Zentrale, der Auslandsnachrichtendienst, die Spionageabwehr, die Sabotage und die Nachrichtenbeschaffung, auch die besagte Abteilung I gehören. Die von Piekenbrock gehaften Abteilung Krieg für die nachrichtendienstlichen Beschaffung von Informationen im neutralen und gegnerischen Ausland zuständig.  Am 1. August 1937 wird seine Beförderung zumOberstleutnant i. G. Unmittelbar nach der Blomberg-Fritsch-Krise Anfang 1938 wurde die Eingliederung der Amtes Abwehr unter dem Oberkommando der Wehrmacht (OKW) erhalten. Zu diesem letzten Krieg die Abteilung I untergliedert in Heer, Luft, Marine und Technisches Ressort. Kurz vor dem deutschen Überfall auf Polen 1939 hatte er dieses Amt auch inne und wurde unter August im August 1939 mit zur Feststellung des Fingers Überfalls auf den Sender Gleiwitz herangezogen. Seine Rechte Beförderung besteht am 1. Dezember zum Oberst i. G. Den Abteilungsposten bei der Abwiderung Abwehr er dann Anfang 1943. Sein Nachfolger wurde Oberst Georg Hansen (1904–1944).

 

Im Juni 1943 wurde die Versetzung von Piekenbrock als Kommandeur der 208. Infanterie-Division , die an der Ostfront getroffenen Krieg. Kurz darauf im August wurde er zum Generalmajor Aktionen. Am 1. März 1944 Rechte die Beförderung zum Generalleutnant. Für die Führung seiner Division in der Kesselschlacht von Kamenez-Podolski am 4. Mai 1944 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.  Zeitweise war er auch mit der Führung des LIX. Armeekorps richtet.

 

Kurz nach der Kapitulation geriet Piekenbrock am 12. Mai 1945 in der Tschechoslowakei in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft , in der er bis zum Herbst 1955 gehört.

 

Am 10. Juli 1924 hatte er Renate Haase geheiratet. Piekenbrock verstarb am 16. Dezember 1959 in Köln-Porz. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Ostfriedhof Essen .


Gustav Rutz

 

Karl Gustav Rutz (* 14. Dezember 1857 in Köln; † 9. August 1949 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

 

Leben und Werk

Gustav Rutz war zuerst Malschüler von Julius Geertz in Düsseldorf. Mit seinen Studienkollegen des Atelier Geertz, Franz Thöne und August Flinker, unternahm Gustav Rutz Studienreisen innerhalb Deutschlands. In München ließ er sich dann in der Bildhauerei bei Anton Hess ausbilden. Ab 1879 ließ sich Rutz in Düsseldorf nieder. Sein Atelier befand sich 1888 direkt gegenüber der Südseite der Kunstakademie im Haus Hafenwall 7 (heute Eiskellerstraße). Bekannt wurde er durch Friedhofs- und Denkmalplastiken sowie zahlreiche Brunnen in deutschen Städten. Seine Skulpturen, teils im neobarocken Stil, ernteten seinerzeit landesweit Ruhm. Er war um 1899 Mitglied der I. Kunstgenossenschaft in Düsseldorf.

 

Beim Besuch des Kaiserpaares Wilhelm II. und Viktoria Ende Oktober 1900 in (Wuppertal-) Vohwinkel wurde dort der „Siegesbrunnen mit Germania“ feierlich enthüllt. Wilhelm II. lobte Rutz als dessen Schöpfer, und am 27. Januar 1901, an des Kaisers Geburtstag, wurde der Siegesbrunnen ins Eigentum der Stadt Vohwinkel übernommen.

 

1902 erhielt Rutz im Wettbewerb für ein Kaiser-Friedrich-Standbild in Mönchengladbach den 1. Preis, und es wurde ihm die Ausführung übertragen. Das Standbild sollte seinen Platz in der Vorhalle der neuen Stadthalle, der 1903 eingeweihten Kaiser-Friedrich-Halle erhalten.

 

Rutz war Mitglied des Künstlervereins Malkasten. Die Goethe-Herme aus Stein wurde von ihm anlässlich des Düsseldorfer Goethe-Festspiels von 1899 geschaffen und 1903 im Malkastenpark, dem ehemaligen Jacobigarten, aufgestellt.

 

Der Architekt Richard Hultsch erbaute 1905–1906 für Gustav Rutz eine dreigeschossige Villa auf dem Grundstück Achenbachstraße 24 in Düsseldorf-Düsseltal.

 

Rutz verstarb im Alter von 91 Jahren im Seniorenwohnsitz der Riehler Heimstätten.

 

Quelle Text: https://www.wikiwand.com/de/Hans_Piekenbrock

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Rutz


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Rauter Felix,   01 / 2021

Die Rauterstraße in Essen ist den Anwohnern der Innenstadt und alteingesessenen Essenern vertraut. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass sie einst Ritterstraße hieß und 1937 zu Ehren von Felix Rauter, dem Gründer der Essener Brennerei Rauter, umbenannt wurde.

 

 

Wer war Felix Rauter? Über den Träger des Roten Adlerordens schreiben die Chroniken der Stadt Essen, dass sein Engagement für die Heimatstadt außerordentlich war. 1841 in Essen-Steele geboren, verbrachte er seine frühe Jugend mit den Eltern in Essen. Dort verlebte er seine Schul- und Gymnasialzeit. Als Einjährig-Freiwilliger absolvierte er seinen Militärdienst in Düsseldorf und schlug anschließend eine kaufmännische Laufbahn ein.

 

Eine gute Entscheidung, denn bereits als Felix Rauter zwei Jahre alt war, machte sich sein Vater Heinrich, der Grundbesitz hatte, selbstständig und gründete mit einem Freund die Firma Rauter & Butenberg, die sich auf die Herstellung von Hohl- und Tafelglas spezialisierte. Johannes Wilhelm Butenberg schied 1845 aus der Firma aus. Seine Stelle nahm Heinrichs Onkel Ignaz Wisthoff ein. Dieser kaufte 1853 die Fabrik auf.

 

Vom Vater Franz hatte Heinrich Rauter aber auch eine Essigfabrik und eine Ziegelei übernommen, die er an seinen Sohn Felix vererbte. Als er 1889 hochbetagt als Rentner starb, hatte er sich einen Ruf als geschätzter Geschäftsmann, aber auch als stets adrett gekleideter Herr erworben: Scherzhaft nannte man ihn den „fienen Rauter“.

 

Felix Rauter erweiterte die Essigfabrik um eine Branntweinbrennerei: die heutige Brennerei Rauter war entstanden. Die Essigfabrik stand damals zwischen dem heutigen Opernhaus und der Kettwiger Straße, Rauters Wohnhaus war die „Alte Post“.

 

Engagiert führte er seinen Betrieb und investierte Zeit wie Geld in ehrenamtliche Tätigkeiten. Felix Rauter wollte dem Arbeiter des Industriegebietes einen preiswerten Trinkbranntwein bieten und schuf den „Bergalten“, der im Revier ein Begriff wurde. 1895 übergab er die Firma seinem Sohn, der nach seinem Großvater Heinrich genannt wurde und widmete sich nur noch seinen Ehrenämtern. Rund 25 Jahre lang war er Stadtverordneter und arbeitete eng mit Oberbürgemeister Erich Zweigert zusammen. Zu seinen Errungenschaften in dieser Zeit zählen der Ausbau des Heimatmuseums, dem er eine umfangreiche Sammlung von Bild- und Schriftdokumenten über die Entwicklung der Stadt Essen im 19. Jahrhundert hinterließ. Ein besonderes Anliegen war ihm die Unterstützung der sozial schwächeren Schichten: aus Anlass des 50jährigen Geschäftsjubiläums gründete er eine größere Stiftung für Arme und ermöglichte durch persönliche Spenden den Bau eines Wöchnerinnenheims.

 

Als er am 1909 aus gesundheitlichen Gründen aus dem öffentlichen Dienst ausschied, erhielt er den Titel eines Königlich-Preußischen Kommerzienrats. 1910 verstarb Felix Rauter im Alter von 69 Jahren während eines Kuraufenthaltes in Bad Godesberg.

 

Sein Sohn Heinrich schlug ebenfalls die kaufmännische Laufbahn ein und kehrte nach Aufenthalten in Frankreich und den USA in den väterlichen Betrieb zurück. Umsichtig und geschäftstüchtig erweiterte er nicht nur die Brennerei, sondern gründete auch die Vita-Zahnfabrik in Essen, die während des 2. Weltkrieges nach Bad Säckingen verlagert wurde. 1937 erlag er einem Herzschlag. Seine Frau Helene Rauter-Stierlin kehrte in ihre Heimat Luzern zurück und starb dort 1962.

 

Auch wenn der Betrieb im Jahr 1889 vergrößert und in die Brunnenstraße verlegt wurde, wo er heute noch seinen Sitz hat, blieb die Tradition des „Bergalten“ und des rauterschen „Wermuthes“ erhalten. Noch heute wird der Bergalte im Sortiment des Familienunternehmens geführt, das natürlich erheblich erweitert wurde.

 

Ein weiteres Standbein schuf sich die Destillerie Rauter mit dem Vertrieb von Variationen der eigenen Marke „TABU ABSINTH“, die auf dem wieder aktivierten Familienrezept des rauterschen Wermuthes basieren, der leider 1923 dem Absinthverbot zum Opfer gefallen war.

 

Zusätzlich zählen Weinimporte aus dem Piemont und weiteren ausgewählten Weinbauregionen Italiens zu der breit gefächerten Palette des mittelständischen Unternehmens, das noch immer in Besitz der Familie Rauter ist.

 

Wiederum eine Reminiszenz an die Vergangenheit, denn bereits Felix Rauter widmete sich aus Leidenschaft dem Handel mit guten Weinen.

Bildhauer

Joseph Hammerschmidt (* 3. Mai 1873 in Münster; † 24. Dezember 1926 in Düsseldorf) war ein deutscher Bildhauer.

 

Leben

 

Hammerschmidt studierte von 1895 bis 1901 an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er Meisterschüler von Karl Janssen wurde.[1][2] Erste Skulpturen im öffentlichen Raum schuf er bereits während seines Studiums als Auftragsarbeiten. Er fertigte für private wie öffentliche Auftraggeber zahlreiche Grabdenkmäler, Brunnen, Kriegerdenkmäler und Büsten.


Quelle Text: https://firma.rauter.de/

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Hammerschmidt
Heruntergeladen am 06.02.2021


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Stauder Jakob und Katharina,   01 / 2021

Jakob Stauder

Nur wer höchste Ansprüche stellt, erzielt auch höchste Qualität. Dieser Gedanke prägt seit jeher die Philosophie der Privatbrauerei Jacob Stauder in Essen. Echte handwerkliche Braukunst steht auch heute noch im Mittelpunkt, modernste Technologie tritt dort hinzu, wo sie die Qualität verbessert und Arbeitsabläufe optimiert. Das Ergebnis ist ein ganz besonderes Bier. Persönlich ausgesuchte Aromahopfen und eine Reifung in aller Ruhe sorgen für den unverwechselbaren Charakter und den harmonischen Geschmack. Theodor Stauder, ein aus Bayern stammender Bierbrauergeselle und Fassbinder, pachtete 1867 die Hausbrauerei Schlicker in dem damals noch kleinen Landstädtchen Essen und begründete mit der untergärigen Brauweise die Stauder-Brautradition.

 

Jacob Stauder war es, der erkannte, dass eigener Grund und Boden die wichtigste Voraussetzung für kontinuierliches Wachstum ist. Er verlagerte die Brauerei nach Altenessen und ließ 1888 die neue Brauerei unter seinem Namen in das Königlich Preußische Firmenregister eintragen

 

Caspar Stauder trat sein Erbe im Kriegswinter 1916/17 an und steuerte die Brauerei seit dem Jubiläum des 50-jährigen-Bestehens der Brauerei an erfolgreich durch schwierige Zeiten, die von den letzten Kriegsjahren und den Turbulenzen der Nachkriegszeit, später von der Weltwirtschaftskrise geprägt waren. Seinem Sohn Hans-Jacob übergab er eine Brauerei, die nicht nur alle Krisenzeiten überstanden hatte, sondern sogar gestärkt in die Zukunft sehen konnte.

Dr. Hans-Jacob Stauder half seinem Vater, die Brauerei auch durch die Stürme des Zweiten Weltkriegs zu retten. Er war es dann, der die Jahre des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nutzte und der Brauerei zu einer weiteren Aufwärtsentwicklung verhalf. Das 100-jährige Bestehen der Brauerei nahm er zum Anlass, seine beiden Söhne an ihre künftige Verantwortung heranzuführen, indem er ihnen wichtige Aufgaben mit unternehmerischen Entfaltungsmöglichkeiten übertrug.

 

Dr. Claus Stauder und Dipl.-Braumeister Rolf Stauder schufen die strategischen und qualitativen Voraussetzungen dafür, dass sich der Erfolg des Hauses auch künftig fortsetzen wird. Kern der auf Erfahrung und Wissen von fünf Generationen beruhenden Unternehmensphilosophie ist die deutliche Maxime "Kleiner, aber feiner!" und damit der bewusste Verzicht auf Massenproduktion. Dieses konsequente Bekenntnis zu wirklicher Exklusivität hat Stauder Pils zur "Kleinen Persönlichkeit" gemacht, zum Symbol höchster Qualität, zur kleinen, aber ganz feinen deutschen Biermarke. Das bestätigte auch die im Jahr 2000 durchgeführte Marktforschungsstudie in der guten Hotellerie und Gastronomie. Dabei wurde erneut deutlich, dass die seit über zwei Jahrzehnten konsequent umgesetzte Philosophie sich für die Privatbrauerei Jacob Stauder ausgezahlt hat. Zentrale Wertbegriffe der Marke wie "Individualität" und "Persönlichkeit" haben sich im Markt durchgesetzt und sind heute so aktuell und attraktiv wie eh und je. Stauder ist in guten Hotels und anspruchsvollen Gastronomiebetrieben die Marke mit dem besten Image und der höchsten Akzeptanz. Die Gegenwart und Zukunft:

 

Nachdem Dr. Claus Stauder gemeinsam mit seinem am 23.Oktober 2004 verstorbenen Bruder Rolf Stauder fast 4 Jahrzehnte die Geschäfte der Privatbrauerei Stauder geführt hat, ist seit dem 01. Januar 2005 die 6. Generation, Dr. Thomas Stauder und Dipl. Brau-Ing. Axel Stauder, für die Geschäftsführung der Brauerei verantwortlich.

 

Dr. Thomas Stauder und Dipl.-Ing. Axel Stauder sind beide Jahrgang 1967 und haben nach hervorragenden Studienabschlüssen in namhaften Konzernen/Unternehmen erfolgreich in verantwortungsvollen Positionen gearbeitet.

 

Der Qualitätsanspruch unseres Hauses ist hoch. Schön, dass wir immer mehr Partner finden, die diesem Anspruch teilen. Deshalb trifft man auf Stauder auch immer öfter - jedoch nicht überall. Denn unsere selektive Distributionspolitik ist vor allem auf Partner bedacht, die ebenso viel Wert auf den guten Ruf ihres Hauses legen wie wir selbst. Überall dort, wo man die Ambitionen hegt, seinen Gästen etwas Besonderes zu bieten. So können wir gemeinsam sicher sein, dass am Ende ein Bier serviert wird, bei dem jedes Detail stimmt - vom Halm bis ins Glas. Wenn das kein Grund zum Anstoßen ist?

 

Wir stehen persönlich mit unserem guten Namen hinter jedem Glas Stauder. Und das merkt man. An der Geschmacksharmonie unseres Bieres ebenso wie an unserem gesamten Unternehmenskonzept. Nicht umsonst wird Stauder „Die kleine Persönlichkeit“ genannt. Eine Persönlichkeit, die sich durch den Grundsatz "Lieber kleiner, aber feiner!" auszeichnet. Für uns bedeutet dies die bewusste Fortführung eines traditionellen Braubetriebs. Und eine konsequente Vertriebsstrategie abseits des häufig undifferenzierten Mengendenkens der Branche.

 

Kompromissloses Qualitätsdenken und ein individueller Umgang mit unseren Kunden waren stets die Maßstäbe unserer familiengeführten Privatbrauerei. Dadurch ist die Marke Stauder über sechs Generationen zu einem herausragenden Charakter gereift. Überzeugen sie sich selbst.

 

 

Quelle Text unverändert: https://stauder.de/ueber-stauder/geschichte.html
Heruntergeladen am 04.02.2021


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