Alter Friedhof Bremen Riensberg


Der Riensberger Friedhof im Bremer Stadtteil Schwachhausen ist eine als Parkfriedhof gestaltete Ruhestätte mit einem See, mehreren Brücken, vielen künstlerisch gestalteten Grabmalen, drei größeren Mausoleen, einer im Stil der Backsteingotik gebauten Kapelle und einem alten Krematorium. Die Gesamtanlage Riensberger Friedhof steht seit 2011 unter Denkmalschutz, das Krematorium bereits seit 2000.

 

Nach dem Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) plante der Bremer Senat einen Ersatz für die beiden Friedhöfe am Doventor und am Herdentor, die aufgegeben werden sollten. Der Flächenbedarf für den Eisenbahnbau war der Hauptgrund. Das freigegebene Gelände lag damals noch eine gute Stunde Wegzeit vor den Toren Bremens. Parallel fand man ein weiteres Gebiet im Ortsteil Walle, das als westliche Ergänzung zum Riensberger Friedhof angelegt werden sollte.

Einen Wettbewerb zur Gestaltung der beiden Ruhestätten als Parkanlagen, also dem Riensberger und dem Waller Friedhof, gewann der Landschaftsgärtner Jancke aus Aachen mit dem Entwurf einer gartenkünstlerischen Stilrichtung des 19. Jahrhunderts.

Die Bauphase der Friedhöfe dauerte von November 1872 bis April 1875. Am 1. Mai 1875 wurden beide Friedhöfe eröffnet. Zu Beginn der 1880er Jahre wurde die gartenkünstlerische Gestaltung Wilhelm Benque übertragen, der auch für die Gestaltung des Bürgerparks verantwortlich zeichnete.

Durch den Zweiten Weltkrieg waren weite Teile des Riensberger Friedhofs in Mitleidenschaft gezogen und mussten aufwendig renoviert werden. Dabei wurde das Gelände durch das Gartenbauamt auf die heutige Größe von 28,1 Hektar erweitert.

Die im Stil der Backsteingotik gebaute Kapelle wurde zuletzt 1998 restauriert.

 

Zwischen dem Friedhof und der Trasse der Straßenbahnlinie 6 entsteht seit 2006 der neue jüdische Friedhof.

 

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Riensberger_Friedhof


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Fitger Arthur und Marie, 09 / 2020

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Gildemeister  Heinrich  August, 09 / 2020

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Höpken Johann, 09 / 2020

Johann Höpken (* 10. Oktober 1801 in Bremen; † 26. Juli 1877 in Bremen) war ein deutscher Kaufmann, Reeder und Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.

Er stiftete den Landschaftspark Höpkens Ruh.

Höpken war der Sohn aus einer Kaufmannsfamilie, die früher Tuchmacher waren. Er absolvierte eine Kaufmannslehre. Danach wurde er Teilhaber einer Tabakfirma. Auch als Kapitän und als Reeder verdiente er sein Geld. 1848 wurde er zum Mitglied der Bremer Bürgerschaft gewählt. Am 19. Dezember 1859 erwarben er und einer seiner Brüder ein Landgut in Oberneuland. Sie nannten es Höpkensruh. Höpkensruh wurde durch seine Pflege und ergänzenden Pflanzungen als Park weiter ausgebaut. Höpken legte 1863 seine Vorstellungen zur Landschaftsgärtnerei in einer eigenen kleinen Abhandlung dar.

1865 begründete er die Johann und Elise Höpken-Stiftung für verwahrloste Mädchen. Später ging daraus der Hartmannshof hervor. Die Zinserträge der Stiftung sollten den zehn Kindern seines Bruders Eduard zugutekommen. 1873 vermachte er Höpkensruh der Stadt Bremen, die das Erbe 1877 annahm. Zwei seiner Geschwister wurden ein lebenslanges Nutzungsrecht eingeräumt; 1892 verzichtete sein Bruder Eduard Höpken auf seine weiteren Nutzungsrechte.

Das Landgut befindet sich an der Oberneulander Landstraße 69. Ein früherer Eigentümer, Dr. Johann Friedrich Schultze, hatte bereits 1785 einen kleinen Park angelegt, 1800 das Landgut Schultze im Stil des Klassizismus gebaut und einen Obelisken zum Gedenken an Carl von Linné aufgestellt. Höpkens Ruh entwickelte sich zum Landschaftspark, der heute unter Denkmalschutz steht. Im Gutshaus konnte eine Gaststätte eingerichtet werden, die 1893 an den Wirt Carl Bartels verpachtet wurde. 1897 brannte die Sommerwirtschaft ab. Nach Plänen von Heinrich Flügel erfolgte ein Neubau, der an die Kaiserbrauerei Beck & Co verpachtet und 1944 zerstört wurde. Ein 1958 gegründeter Verein der Freunde von Höpkensruh veranlasste 1964 nördlich vom alten Haus den Bau einer neuen Gaststätte.

 

Schon zu Lebzeiten hatte der Reeder und Bremer Bürger sich die Skulptur „Die Hoffnung“ eine Statue aus Marmor, vom Bildhauer Carl Steinhäuser anfertigen lassen. In seinem Landschaftspark „Höpkens Ruh“ hatte er selbst viel Spaß an ihr, bevor sie nach seinem Tod zu ihm auf den Friedhof zog. 

Steinhäuser war der älteste Sohn eines aus Süddeutschland stammenden Holzschnitzers und Bildhauers, der in Bremen ein Spiegelrahmengeschäft führte. Der Bildhauer Adolph Steinhäuser und der Maler Wilhelm Steinhäuser waren seine Brüder.

Steinhäuser ging zunächst bei dem Bremer Maler und Zeichner Stephan Messerer in die Lehre. Danach wechselte er nach Berlin an die Akademie der Künste. Dort – besonders unter der Leitung Christian Daniel Rauchs – widmete er sich fortan der Bildhauerei. 1835 reiste er zusammen mit seinem Bruder Wilhelm für einen längeren Aufenthalt nach Rom. 1863 ging er als Professor an die Kunstschule zu Karlsruhe.

Steinhäuser ist der Schöpfer mehrerer bedeutender klassizistischer Marmorskulpturen, die laut Meyers Konversations-Lexikon (4. Ausgabe von 1888 bis 1890) „zu den vorzüglichsten Schöpfungen der deutschen Plastik im 19. Jahrhundert [zählen]“. So schuf er in Bremen die Denkmäler für Heinrich Wilhelm Olbers und Johann Smidt sowie die sogenannte Steinhäuser-Vase, die Skulptur von Goethe mit der Psyche in Weimar (heute im Neuen Museum Weimar), die Gefesselte Psyche in Bremen und die Gruppe von Hermann und Dorothea in Karlsruhe.

Quellen Text teilweise: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_H%C3%B6pken

https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Steinh%C3%A4user

 


Hammerschlag  Clemens  August, 09 / 2020

5 Meter breit und 6 Meter hoch!

 

Liebe Freunde von Orte der Stille,

 

als ich die Türme aus der Ferne gesehen habe, dachte ich es wäre eine kleine Kapelle oder eine Gruft. Ich hätte nicht für möglich gehalten, das diese gotische "Kathedrale", mit den reichen gotisierenden Motiven und den vielen Türmchen als "Grabstein" gedacht ist.

 

Clemens August Hammerschlag (* 26. August 1850; † 22. August 1888) war Kaufmann und besaß ein Zigarren- und Versandgeschäft in Bremen. Versandgeschäft ist aus meiner Sicht reichlich untertrieben, denn er hatte eine geniale Idee. Er hat schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts Postkarten drucken lassen und diese bereits frankiert. Diese vorgefertigten Postkarten wurden durch seine Handelsreisenden an die Kunden verteilt, der Kunde brauchte nur den Artikel anzukreuzen, seinen Namen eintragen und die Postkarte wieder zurückzuschicken.

Mit dieser Automation hat er den Versandhandel in eine ganz neue Richtung gelenkt und es gab viele Unternehmen die seinem Beispiel gefolgt sind. Eigentlich war dies der Start für die großen Versandhäuser mit Ihren Katalogen und Bestelllisten.


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Jenisch  Helene  Auguste, 09 / 2020

Dieses wundervolle Relief der mit 10 Jahren verstorbenen, Helene Auguste Jenisch und der wunderschöne Schutzengel, haben mein Herz berührt.

 

Helene Auguste Jenisch ist eine der Nachfahren, der 3 Töchter (Familien Leisewitz, Marwede, Jenisch) von Lüder Rutenberg. Das Grabmal befindet sich recht unscheinbar an der Seite des Rutenberg-Mausoleums, aber dazu später mehr.


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Gustav Kulenkampff / Gustav Scholl, 09 / 2020

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Lohmann  Alfred, 09 / 2020

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Pflüger Kaufmannsfamilie und Ludwig Geercken, 09 / 2020

Kaufmannsfamilie Pflüger / Seekapitän Ludwig Geercken

 

Eine unglaubliche Biografie der Familie Pflüger und ein kurzer Auszug des Seekapitäns Ludwig Geercken.

 

Der Stuhlmacher Georg Nicolaus Pflüger (1773–1848) wanderte aus Erichshagen b. Nienburg/Weser in Bremen ein und erwarb 1801 für sich und seine Frau Gesche Marie Hinrichsen (1788–1855) das Bürgerrecht. Ihr zweiter Sohn Georg Friedrich (1807–73), verheiratet mit der Unteroffizierstochter Adelheid Caroline Dorothea Kiesel (1808–85), war Fährpächter, Schiffsmakler und Reeder. Er verbesserte den Fährbetrieb in Bremen u. a. durch den Bau eines neuen Fährhauses an der Schlachte und baute die Fähre zu einem leistungsfähigen Großbetrieb mit elf Schiffen aus.

Sein Sohn Johann Carl Diederich (1833–83) unternahm 1848/49 u. a. mit seinem Schwager Heinrich Hackfeld (1816–87) eine längere Reise nach Honolulu (Hawaii). 1849 war J. Carl D. der erste Angestellte, seit 1853 Teilhaber in dem von Hackfeld gegründeten Unternehmen für Holzexport und Walfänger-Belieferung. Begünstigt durch das Vertrauen der Könige Kamehameha III. und Kamehameha IV. konnten sie die Agentur von zwei der ältesten Zuckerrohrplantagen auf Hawaii übernehmen. Sie rüsteten eigene Walfischfänger aus und errichteten ein Geschäft für Textilien. Mit einem Reingewinn von mehr als 128 000 $ war die Firma „Hackfeld & Co.“ 1870 die größte des Südseeraums. Unter ihrer Reedereiflagge fuhren bis 1871, 19 Segelschiffe. 1882 kehrte J. Carl D. nach Bremen zurück und setzte sich erfolgreich als Verfechter deutscher Kolonialinteressen für die Anwerbung und Förderung von deutschen Auswanderern nach Hawaii ein. 1400 Deutsche, zumeist aus Niedersachsen, wurden nach Honolulu verschifft, um als Angestellte in den Hackfeld'schen Unternehmungen eingesetzt zu werden. J. Carl D. galt als „prince of merchants“ bzw. „kgl. Kaufmann“ in Honolulu, wo er auch als deutscher, russ., schwed. und norweg. Konsul fungierte, während er in Deutschland Generalkonsul und Geschäftsträger des Kgr. Hawaii war.

Die nach seinem und Hackfelds Tod erloschene Bremer Firma fand ihre Fortsetzung durch Johann Carl (1861–1946), dem zweitältesten Sohn, der 1887 die Firma „J. C. Pflüger & Co.“ begründete, die mit seinem Tod erlosch. Johann Wilhelm (1835–1908) war seit 1852 ebenfalls bei Hackfeld in Honolulu zunächst Angestellter, seit 1881 Teilhaber. Er leitete das Ladengeschäft und eröffnete Filialen für Robben- und Walrossfang 1863 in Petropolowsky (Sibirien) und 1868 in Sitka (Alaska).

 

Quelle Teilweise: Leuthold, Dieter, "Pflüger" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 354 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139799451.html#ndbcontent

 

In der gleichen Grabstelle ist auch Ludwig Geercken Kapitän und Seekapitän beigesetzt, vermutlich hatte er mit den Reisen der Familie Pflüger zu tun

Von 1828 – 1840 stand das Segelschiff "Arion", eine Brigg mit 184 Tonnen unter seinem Kommando. Diese versank am 04.06.1855 während eines Taifuns, auf dem Weg von Shanghai nach Sydney mit einer Ladung Tee.

Ludwig Geercken übernahm von 1841 – 1855 die Brigg "Lesmona" und fuhr Auswanderer von Deutschland nach New York und kehrte mit Fracht wieder zurück nach Bremen.

 

Bei der Einreise in die USA musste der Kapitän die Ladeliste mit den Passagieren incl. Namen und persönlicher Daten als Einreisedokument übergeben und folgenden Eid schwören.

Ich, Ludwig Geerken, schwöre feierlich, aufrichtig und ehrlich, dass die folgende Liste oder das Manifest, das mit meinem Namen unterschrieben ist und nun von mir dem Collector of the Customs of the Collection District of New York übergeben wurde, nach bestem Wissen und Gewissen eine gerechte und wahrheitsgemäße Darstellung aller Passagiere enthält, die an Bord der Brigg Lesmona, deren Kapitän ich bin, aus Bremen empfangen wurden.

So war mir Gott helfe,

(unterzeichnet) Ludwig Geerken auf den 3. Mai 1848 vereidigt

Die Brigg „Lesmona“ wurde im Jahr 1868 überfallen und im chinesischen Meer versenkt.

 

Von 1853 bis Oktober 1857 war Ludwig Geerken der Kapitän des Raddampfers „Hansa“ Dieses Schiff, das für 50 Kajütspassagiere und für etwa 700 Fahrgäste im Zwischendeck eingerichtet war, sowie Laderäume für 500 t Frachtgut besaß, fuhr mit 70 Mann Besatzung: Kapitän, 2 Steuerleuten, Bootsmann, Zimmermann, 16 Matrosen und Leichtmatrosen, 4 Schiffsjungen, sowie 5 Maschinisten, 13 Heizern und 16 Kohlentrimmern, ferner Arzt, 2 Proviantmeistern, 2 Köchen und 6 Stewards.

Die Bremer Postdampfer „Hansa" und „Germania", die überhaupt die einzigen deutschen Raddampfer waren, die in der nordatlantischen Fahrt Verwendung fanden, haben in den Jahren 1853 und 1854 jährlich zwei Reisen oder zusammen 8 Rundreisen ausgeführt. Die neunte und letzte Amerikareise unternahm die „Hansa" im Frühjahr 1857. Die „Hansa" und „Germania" waren gleichzeitig die ersten Dampfschiffe, die vorwiegend Auswanderer beförderten, im Mittel je Reise westwärts 445 Fahrgäste.

 


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Schmiedell  Johann Heinrich , 09 / 2020

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Schütte  Franz  Ernst, 09 / 2020

Franz Ernst Schütte

Schütte lernte den kaufmännischen Beruf bei der Tabakfirma Lüttge und Horst. Bei einem anschließenden Aufenthalt in den Vereinigten Staaten bildete er sich weiter. Er übernahm nach seiner Rückkehr 1862 mit seinem jüngeren Bruder Carl (1839–1917) das väterliche Handelshaus Albt. Nic. Schütte & Sohn zu Bremen. Das Unternehmen betätigte sich hauptsächlich mit dem Tabakhandel, sowie mit verschiedenen US-Importen.

Aufstieg zum „Petroleumkönig“

1859 wurde durch das Haus erstmals Erdöl aus Pennsylvanien vermarktet. Ab 1863/64 war die Firma im neuen Ölimportgeschäft verstärkt tätig und stieg zum bedeutendsten Ölhandelshaus in Deutschland auf. Dabei arbeitete das Haus Schütte eng mit dem bedeutenden Spediteur Wilhelm Anton Riedemann zusammen. Ab Mitte der 1880er Jahre setzte sich der Schiffstransport mittels Fässer durch und 1886 fuhr für die Firma der erste Tankdampfer über den Atlantik.

1890 gründeten die Brüder Schütte, Wilhelm Anton Riedemann und die Standard Oil Company vom Rockefeller-Konzern die Deutsch-Amerikanische Petroleum Gesellschaft (DAPG) in Bremen, die spätere Esso AG (heute Esso Deutschland GmbH). Die DAPG arbeitete eng mit der Società Italo-Americana pel Petrolio (SIAP), der späteren Esso Italiana, zusammen und gründete mit dieser 1894 die Petroleum Import Compagnie (PICO), die spätere Esso (Schweiz) AG.

Vulkangründung

1893 kaufte Schütte die Werft in Vegesack, die ab 1805 Johann Lange aufgebaut hatte. Hieraus entstand 1893 das Unternehmen Bremer Vulkan Schiffbau und Maschinenfabrik in Vegesack mit den Großaktionären Victor Nawatzki als erstem Generaldirektor, den Bremer Kaufleuten Schütte und Loose, den Bremer Reedern Bischoff und Wätjen, dem Schiffsmakler Bunnemann, dem Direktor der Bremer Wollkämmerei Zschörner sowie dem Papenburger Werftbesitzer Meyer und dem Bremer Werftbesitzer Ulrichs. Schütte war der erste Aufsichtsratsvorsitzende der aufstrebenden Werft. Der Bremer Vulkan bestand bis 1997.

Schütte gründe zudem die Bremen-Vegesacker-Heringsfischereigesellschaft, 1896 mit Friedrich Bischoff die Dampfschifffahrtgesellschaft Argo AG und – wieder mit Bischoff – 1902 die Fruchthandelsgesellschaft, bei der auch erster Aufsichtsratsvorsitzender war.

Weitere Aktivitäten

Schütte war ab 1869 Mitglied der Handelskammer Bremen und von 1876 bis 1878 Präses der Kammer. Er widmete sich dabei den Verkehrsangelegenheiten und der Förderung des Ausbaus des Mittellandkanals.

Er war seit 1881 Bauherr des Bremer St.-Petri-Doms und Förderer verschiedener Baumaßnahmen.

Er war von 1876 Mitglied des Vorstandes und von 1877 bis 1911 Vorsitzender des Bürgerparkvereins.

Schütte war zwölf Jahre lang Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.

1874 wurde er bremischer Vertreter des Handelsstandes und 1895 Mitglied der Kommission des kaiserlichen Reichsjustizamtes.

Der Mäzen

Auf seine finanzielle Unterstützung sind unter anderem der Bau der Domtürme, die Innenausmalung des Domes, die Anlage des Botanischen Gartens, des Bürgerparks und Stadtwaldes sowie das Kaiser-Friedrich-Denkmal zurückzuführen.

Den Bau des Neuen Rathaus regte er 1891 an und er ließ dazu einen nicht realisierten Entwurf vom Dombauarchitekten Max Salzmann erarbeiten. 1899 kaufte er vom Senat für 2,5 Mio. Mark ein Grundstück, verbunden aber mit der Auflage, dass die Stadt von diesen Einnahmen das neue Verwaltungsgebäude als Anbau des alten Rathauses bauen müsse, was von 1909 bis 1913 erfolgte.

Er beauftragte das Bismarck-Denkmal, den Rosselenker in den Bremer Wallanlagen und den Turmbläserbrunnen beim Dom. Seine großen Spenden dienten auch anderen Kunst- und Bildungsaufgaben. 1902 schuf er die bremische Schillerstiftung.

 

Die 1916 aus dem Nachlass des damaligen Bremer „Petroleumkönig“ ins Leben gerufene Franz-Schütte-Stiftung kümmert sich heute um Familien in Not und fördert die Ausbildung und Weiterbildung begabter junger Menschen.

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Ernst_Sch%C3%BCtte


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Webner  Hermann und Carl , 09 / 2020

Eine kleine Signatur auf dem Sockel des Gefallenendenkmals - für die kriegsfreiwilligen Brüder Hermann und Carl Webner hat mich neugierig gemacht. 

A. SCHREITMÜLLER, den Namen habe ich schon mal irgendwo gelesen, das konnte nur der deutsche Bildhauer August Schreitmüller (* 2. Oktober 1871 in München; † 15. Oktober 1958 in Dresden; vollständiger Name: August Theodor Marquardt Schreitmüller) sein.

Schreitmüller war der Sohn des Bildhauers Johannes Daniel Schreitmüller und wurde in München geboren. Nach dem Abschluss des Gymnasiums in Dresden und dem Besuch der Dresdner Kunstgewerbeschule studierte er von 1892 bis 1893 an der Münchner Kunstakademie. Zu seinen Lehrern gehörte Syrius Eberle. Er kam 1893 nach Dresden zurück und setzte sein Studium von 1893 bis 1896 an der Dresdner Kunstakademie bei Robert Diez und Heinrich Epler fort.

 

Viele von Euch kennen den „Engel von Dresden“

 

der Blick vom Rathausturm nach Süden ist eine Schwarzweißfotografie des deutschen Fotografen 

Richard Peter, die er im Herbst 1945 in Dresden aufnahm. Das Foto zeigt eine Figur des Turms des Neuen Rathauses sowie die Ruinen der Dresdener Altstadt, die bei Luftangriffen der Royal Air Force und der United States Army Air Forces im Februar 1945 weitestgehend zerstört worden war. Veröffentlicht wurde das Foto 1950 in Peters Bildband Dresden – eine Kamera klagt an, der die Zerstörung und den Wiederaufbau der Stadt dokumentieren sollte. Die Fotografie entwickelte sich gemeinsam mit zwei Aufnahmen desselben Motivs von Walter Hahn zu einem Symbol für die Zerstörung Dresdens sowie zu einer Ikone der deutschen Trümmerfotografie. Sie wurde in einer Vielzahl von Veröffentlichungen zum Thema verwendet und von anderen Fotografen nachgestellt.

Der Vordergrund der quadratischen Fotografie wird auf der rechten Seite durch die Steinfigur       „Die Güte“ dominiert, eine von 16 Tugendstatuen auf dem Turm des Dresdner Rathauses und eine von sechs, die der Bildhauer August Schreitmüller schuf. Die Frauenfigur, die sich dunkel vom Hintergrund abhebt, ist in Rückansicht zu sehen, neben ihrem Gewand ist nur der Kopf im Profil sowie die beschädigte linke Hand sichtbar. Die Figur blickt südsüdwestlich auf die Dresdner Altstadt hinab und zeigt mit der Hand auf deren Ruinen. Die Stadt erscheint menschenleer, unter den Ruinen ist kein bekanntes Gebäude Dresdens erkennbar. 

Weite Figuren auf dem Rathausturm mit den Tugenden, Weisheit, Beharrlichkeit, Mut, Treue und Glaube sind ebenfalls von Schreitmüller.

Schreitmüller realisierte zahlreiche Auftragsarbeiten für den öffentlichen Raum, schuf aber ebenso Kleinplastiken in Bronze und Marmor sowie Grabmale und Grabplastiken. Durch die Luftangriffe auf Dresden verlor er 1945 seine Wohnung im Haus Blumenstraße 8 in der Johannstadt sowie sein Atelier mit vielen Kunstwerken und Entwürfen. 

Dies hat natürlich zufolge, dass heute Skulpturen und Kunstwerke auftauchen die noch gar nicht August Schreitmüller zugeordnet werden konnten. Es gibt einfach keine Aufzeichnungen mehr, welche Kunstwerke er in den Jahren zuvor geschaffen hat. Anhand der Signierung habe ich vielleicht ein weiteres Kunstwerk von August Schreitmüller gefunden, jedenfalls konnte ich in allen Sucheinträgen keinen Hinweis auf die Skulptur der Grabstätte von Hermann und Carl Webner finden.

Wenn man sich vergleichbare Skulpturen von Schreitmüller, wie z.B. die Bronzefigur „Die Wacht“ für das Gefallenendenkmal des Garde-Grenadier-Regiments Nr. 5 in Berlin-Spandau anschaut, dann ist die Handschrift des Künstlers die Gleiche und auch das Motiv ist sehr ähnlich.

 

Auf dem Sockel der Grabstätte steht folgende Inschrift:

"Gesegnet ist, wer jung und rein dem Vaterland als Held sich opfert / hell liegt des Lebens Frühling hinter ihm, was dunkel vor ihm lag blieb ihm erspart / den Ruhmeskranz legt ihm sein Volk aufs Grab / und trauernd weint die Sehnsucht seiner Lieben."

 

Quellen Text teilweise:

https://de.wikipedia.org/wiki/August_Schreitm%C3%BCller

https://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Rathaus_(Dresden)

https://de.wikipedia.org/wiki/Blick_vom_Rathausturm_nach_S%C3%BCden 


Wätjen  Familie, 09 / 2020

Dietrich Hermann Wätjen (14.2.1800 - 1.9.1868), 

Kaufmann und bremischer Konsul in Havanna, verheiratet mit Gesche Margarethe (Meta) Berck (1812 -1891). Sohn von Johann Dietrich Heinrich Julius Wätjen, Bruder von Dietrich Heinrich Wätjen, Reeder und bremischer Senator von 1837 - 1857. 

Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in London beginnt er 1832 in Havanna seine Karriere als Kaufmann. Er exportiert Zucker, Tabak und Kaffee und importiert Textilien und Leinenwaren aus Chemnitz, Manchester. Schlesien und Osnabrück. 1836 wird er zum Bremischen Konsul in Havanna ernannt. 1841 kehrt er wohlhabend nach Bremen zurück und entwickelte sein Handelsunternehmen zu einem Bankhaus weiter. 1842 hält er um die Hand der ältesten Tochter des Senators Theodor Berck an. Im Oktober leistet er den Bürgereid, wird Kaufmann in Bremen und heiratet Margarethe Berck. Wätjen erwarb 1847 das Landgut an der Horner Heerstraße von Edwin Oelrich. 1855 wurde er zum verwaltenden Vorsteher des Hauses der Seefahrt gewählt, die die jährliche Schiffermahlzeit zugunsten bedürftiger Seefahrer und deren Witwen ausrichteten.

 

Heinrich Eduard Wätjen (27.3.1848 - 27.10.1928)

Ältester Sohn von Hermann Wätjen, verheiratet mit Helene Aselmeyer, übernahm mit zwanzig Jahren die Firma Hermann Wätjen. 1873/74 erbaute er anstelle des alten Sommerhauses ein Haus im Stil der englischen Gotik ("Wätjens Schloss") und erweiterte den ursprünglichen Garten durch Zukauf verschiedener Ländereien.

Sein Sohn Johann Theodor Wätjen schreibt über den Garten und das Leben auf dem Landgut:

"Der Garten, den mein Vater dort schuf, war etwas ganz Eigenartiges und Besonderes, dem man die Liebe und Sorgfalt, die darauf verwandt wurde, sichtbar anmerkte. Wunderschöne alte Eichen, nach denen der Platz später „Alteneichen" genannt wurde. Blutbuchen, eine besonders schone Sumpfzypresse gaben dem Garten etwas Ehrwürdiges. Schöne Baumgruppen und Gebüsche rahmten die peinlichst von jedem Unkraut reingehaltenen englischen Rasenflachen ein, die immer kurzgehalten und in trocknen Zeiten gesprengt wurden.  Blumenrabatte und Blumenbeete, Rhododendron und Azaleengebüsche brachten zu jeder Jahreszeit freundliche, bunte Farben in das schöne Gesamtbild Jeder Baum war ein ausgesuchtes Exemplar und stand am richtigen Platz. Gefällig angelegte und sauber gehaltene Wege, die immer wieder geharkt wurden, durchzogen den Garten. Alles war mit äußerster Perfektion gehalten. Jeden Nachmittag, wenn mein Vater nach seiner Comptoirarbeit nach Horn mit seinem schönen Fuchsgespann, das ebenso wie alles andere in bester Vollendung gehalten war, zurückkam, ging er mit dem alten Hofmeier Lindemann alles genau inspizierend durch den Garten, sah zu, ob auch jeder Winkel in richtiger Ordnung war und traf seine Anordnungen. Auch im Winter fuhr mein Vater zweimal in der Woche nach Horn um nach dem Rechten zu sehen. So war Horn mit seinem Garten ein wesentlicher Bestandteil meines Vaters geworden, in der seine Liebe zum Lande und zur Natur ihren Ausdruck fand. Nach dem unglücklichen Ausgang des ersten Weltkrieges, den dadurch völlig veränderten Zeiten, die eine furchtbare Inflation mit großen Kapitalverlusten zur Folge hatte, erkannte mein Vater rechtzeitig, dass solch ein reiner Luxusbesitz, wie ihn Horn darstellte, nicht mehr aufrecht zu erhalten war und auch keiner seiner Sohne je in der Lage sein würde, ihn zu übernehmen. So fasste er im Jahre 1923 den Entschluss, diesen schönen Besitz, an dem sein Herz hing und den er durch viel Mühe und liebevoller Sorgfalt zu solcher Vollendung gebracht hatte zu verkaufen. Eine Terraingesellschaft erwarb das Grundstück. Das schöne Haus wurde niedergerissen und Villen entstanden. Straßen durchzogen den Park und damit war die einstige Herrlichkeit verschwunden. Nur die alten Bäume stehen noch, und wenn mich in meinen späteren Jahren mein Weg nach Bremen fühlte, versäumte ich nie die alte, jetzt so veränderte Stätte aufzusuchen, und etwas wehmutigen Herzens hielt ich dann Zwiesprache mit den alten , mir so vertrauten Bäumen, und der Glanz des alten Horn und meine dort verlebten Jugendzeiten wurden mir dabei voll gegenwärtig."

Nach dem frühen Tod seiner ersten Frau führte Emma Wittig, eine Cousine, den Haushalt, Bis Wätjen 1888 Amalie Klugkist, eine Freundin seiner Cousine heiratete.

 

Quelle: http://www.chronik-horn-lehe.de/Personen/Waetjen/Waetjen.htm

 

Architekt für das Grabmal 

Johann Georg Poppe (* 12. September 1837 in Bremen; † 18. August 1915 in Lesum) war ein deutscher Architekt, er gilt als bekanntester Schöpfer von Architektur des Historismus in Bremen.

Biographie

Johann Georg Poppe war der Sohn des Zimmermeisters und Architekten Christoph Poppe (1804–1878). Er studierte von 1855 bis 1859 Architektur am Polytechnikum Karlsruhe. Von 1860 bis 1861 arbeitete er zunächst als Architekt in Berlin, ab 1863 dann in Bremen. Seine architektonische Arbeit ist von einer üppigen historistischen Stilvielfalt gekennzeichnet, mit einer besonderen Vorliebe für die Neorenaissance, die sich aus seinen Reisen nach Frankreich und Italien entwickelte.

In Bremen baute Poppe zahlreiche Villen und Landhäuser, vor allem in Horn und in Oberneuland. 1875 entstand Schloss Knoop in der Vahr, das ab 1888 als Schloss Kreyenhorst im Besitz der Familie Rickmers war und 1912 abgerissen wurde. Bekannt wurde er durch seine repräsentativen Großbauten wie das Wasserwerk im Stadtwerder (1873), die Bauten für die Nordwestdeutsche Gewerbe- und Industrieausstellung 1890, die Bremer Baumwollbörse (1902) oder die Hauptverwaltung des Norddeutschen Lloyd (1907–1912).

 

Bildhauer Rudolf Lauer

 


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