Besondere    Grabstätten        oude    Kerkhof    Roermond


Der alte Friedhof von Roermond ist ein besonderes Denkmal. Es stammt aus dem Jahr 1785, kurz nachdem das Verbot erlassen wurde, die Bestattung der Toten in Kirchen und innerhalb der Stadtmauern zu stoppen. Zu dieser Zeit war der Ort in der Nähe der Kapelle in 't Zand noch ein Feld außerhalb der Stadt, auf dem sich bereits ein kleiner jüdischer Friedhof befand. Der Friedhof in Roermond heißt d´n Aje Kirkhoaf. Der Friedhof zeigt immer noch die Spaltung zwischen den verschiedenen Religionen, die Roermond ist und war: römisch-katholisch, protestantisch und jüdisch. Die Religionen sind auf dem Friedhof durch hohe Mauern physisch getrennt. Das aktuelle Layout des Friedhofs ist das Ergebnis eines Entwurfs von Dr. Pierre Cuypers, der 1858 als Stadtarchitekt von Roermond ein neues lineares Layout nach dem Vorbild des Lütticher Friedhofs Robermont vorlegte.

 

Grab mit deinen Händen

Vielleicht sogar weltberühmt ist das "Grab mit den Händen". Sie sind eigentlich zwei Gräber. Sie liegen zu beiden Seiten der Mauer und trennen den katholischen Teil vom protestantischen Teil des Friedhofs. Lady of Aefferden ist im katholischen Teil begraben. Sie war mit dem protestantischen Oberst van Gorkum verheiratet. Zu dieser Zeit sorgte die Ehe aufgrund der unterschiedlichen religiösen Hintergründe und der Tatsache, dass er im Gegensatz zu ihr kein Adeliger war, für Aufsehen. Sie starben nach mehr als 40 Jahren Ehe, danach wurden ihre Gräber als bleibender Ausdruck ihrer Liebe von Hand verbunden.

 

Quelle: https://www.roermond.com/oude%20kerkhof


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Gorkum, Oberst van   05 2020

Auf einem Friedhof in der holländischen Grenzstadt Roermond können Sie noch heute einen der eindrücklichsten Liebesbeweise sehen, der mir zumindest bekannt ist. Sie müssen am Alten Friedhof nur die beiden Grabmale suchen, die sich über eine Mauer hinweg umarmen. Und die Geschichte hinter dem berührenden Grabmal ist diese: Vor mehr als hundertfünfzig Jahren versah im durch und durch katholischen Roermond ein streng reformierter Besatzungsoffizier seinen Dienst. Er stammte aus dem Norden Hollands. Als ein neuer Friedhof angelegt werden musste, sollten hohe Mauern die evangelischen und katholischen Grabfelder trennen. Kein Toter könnte die Friedhofsmauer überklettern. Auch die Lebenden waren geschützt. Der Protestant ging zu den Gräbern seiner Familie, ohne einem Katholiken zu begegnen.

In der aufgeheizten Stimmung zwischen den Konfessionen tat jener Oberst van Gorkum das, was sein König erwartete. Wie nun das Schicksal es wollte, traf er aber das junge Freifräulein van Afferden. Sie war hoch und schlank gewachsen. Ihre Gesichtszüge waren zart gezeichnet. Als Adlige hatte sie sich gebildet und eignete sich vorzüglich als Offiziersgattin. Nur einen Fehler hatte sie, sie war katholisch. Die schöne Katholikin und der strenge Protestant verliebten sich. Liebe hatten die beiden Konfessionen in ihren Gesetzen übersehen. Die heimlich Verliebten wussten nur eines: Ihre Liebe zu ignorieren wäre der größte Fehler ihres Lebens gewesen. Nach langem Suchen gaben sie sich in einer Dorfkirche ihr Jawort. Ihr Versprechen hielt bis zum Tod und weit darüber hinaus. Sollte der Oberst sterben, gehörte er nach dem Gesetz auf den protestantischen Friedhof. Dorthin würde ihm seine Witwe nie folgen dürfen. Als Katholikin würde sie nach ihrem Tod auf dem katholischen Friedhof beerdigt. Doch das Ehepaar hatte vorgesorgt. Die beiden Liebenden reservierten sich zwei Gräber, die jeweils direkt an der Mauer zwischen katholischem und evangelischem Kirchhof lagen. Der Oberst seiner niederländischen Majestät starb und wurde beerdigt. Mit dem Kopf bettete man den Leichnam unmittelbar an die Mauer des Friedhofs. Acht Jahre später folgte ihm seine Gattin. Wie verabredet ruht sie genau auf der anderen Seite im katholischen Teil, also Kopf an Kopf mit ihrem Gatten. Die van Gorkums fanden einen weiteren Weg, um im Tod beieinander zu bleiben. Ihre Grabsteine wurden zum Symbol. Oberhalb der Mauer ragen aus den Grabsteinen zwei Arme heraus und umklammern sich fest. Der steinerne Händedruck baut die Brücke der Liebe über die Konfessionsgrenze hinweg. So übergeht das Ehepaar das Kirchengesetz. Frau und Mann retteten ihre Liebe in die Ewigkeit. Aus zwei Grabmälern wurde eins.

 Wen der Tod nicht trennt, den trennen auch die Kirchen nicht, selbst wenn sie noch so hohe Mauern bauen.

Als katholischer Pfarrer habe ich in den vielen Jahren meines Dienstes immer wieder erfahren, wie die Trennung der Konfessionen eine Ehe herausfordern konnte. Ich bin froh, dass sich die strengen Ehegesetze der Kirche gelockert haben. Liebe lässt sich eben nicht verbieten. Und Liebe ist das einzige Mittel, um die hohen Mauern zwischen den Kirchen endgültig abzureißen.

 

Autor:  Albert Damblon aus Mönchengladbach

Quelle: https://www.kirche-im-wdr.de/nix/de/nc/startseite/programuid/liebe-ueber-konfessionsgrenzen/formatstation/wdr3/

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Zuave  Küppers,  Johannes Jacobus (Johan)   05 2020

Grabdenkmal Zuave / Zouave Küppers

Eines der bekanntesten Grabdenkmäler auf dem Alten Kirchhof ist das des Zuaven Johannes Jacobus Küppers. Das Grabdenkmal der Rura-Stiftung wurde restauriert. Von der Familie Küppers sind keine Titelträger mehr übrig, während das Grabdenkmal eines der auffälligsten Elemente auf dem Oude Kerkhof ist. 

Die Restaurierung wurde in Absprache mit der Oude Kerkhof Stiftung durchgeführt.

 

Ein Zuave war ein Soldat in der Armee des Papstes - in diesem Fall Pius IX. -, der zwischen 1860 und 1870 in Italien kämpfte, um die Kirchenstaaten gegen die Truppen von Viktor Emanuel II. Und Garibaldi zu erhalten. Diese wollten das Territorium des Papstes erobern, der zu dieser Zeit sowohl geistliche als auch weltliche Macht hatte.

 

Infolgedessen traten die freiwilligen Soldaten, die auf den Ruf des Papstes reagierten, in den ausländischen Militärdienst ein. Vom Versammlungsort Oudenbosch in Nordbrabant wurde beim niederländischen König ein Standardantrag gestellt, der päpstlichen Armee beizutreten und dennoch die niederländische Staatsbürgerschaft zu behalten. Dieser Antrag wurde von den für die Rekrutierung der Zuaven Verantwortlichen gestellt. Diejenigen, die direkt nach Italien reisten, vergaßen dies oft mit der Folge, dass sie ihre Staatsbürgerschaft verloren, als sie in die Niederlande zurückkehrten. Letztendlich wurden 3.181 niederländische Zuaven offiziell als solche registriert.

 

Johan Küppers, von Beruf Buchbinder und Sohn des Gärtners Jozef Küppers aus Mönchengladbach (D.), war ab dem 15. Dezember 1869 päpstlicher Zouave. Er kehrte im folgenden Jahr nach Roermond zurück, ausgezeichnet mit dem Rittertum des hl. Gregor des Großen und des Medaillen Bene Merenti und Pro Ecclesia et Pontifice. Auf der Statue von Küppers schmücken diese seine Uniform. 

 

In der Basis des Denkmals ist ein Text eingemeißelt:

 

"La vraie force est là"     (Die wahre Kraft liegt dort). 

 

Eine der Bedingungen, um als Zouave zu dienen, war, dass man Single sein sollte. Die kniende Frau auf dem Denkmal repräsentiert Catharina Johanna Kirchner (1854-1931), die noch seine Verlobte war, als er anfing, für den Papst zu arbeiten. Beide geschnitzten Ehepartner sind im späteren Leben abgebildet. Die ursprüngliche Klingenwaffe, wie sie der Zouave beiseite trägt, befindet sich noch immer im Besitz von Küppers Nachkommen. Es wurde lange angenommen, dass dies ein Säbel ist, aber angesichts des Designs des Griffs kann angenommen werden, dass es sich um ein Säbelbajonett handelt.

 

1892 wurde Johan Küppers Vorsitzender des Limburg Zouaves Association und später des National General Dutch Zouaves Association. Sein Porträt hängt im Zouaven Museum in Oudenbosch. Er lebte mit seiner Frau in 54 Willem II Singel. Das Nationaldenkmal aus französischem Sandkalkziegel des Roermond-Bildhauers Jean Geelen, der seine Unterschrift auf der rechten Seite des Sockels platzierte, wurde 2008 im Auftrag der Rura Foundation restauriert. Der Weg, auf dem sich Küppers Grab befindet, wurde im Volksmund als "Lane of Küppers" bezeichnet.

 

Quelle: Texte stammen aus dem 2011 von der Oude Kerkhof-Stiftung veröffentlichten Buch 'Tod, aber nicht vergessen' des Autors John Vaessen

https://www.rura.nl/grafmonumenten


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