Besondere Grabstätten    Melaten     Köln    Namen    M  -  z


Die Stätte „Melaten“ wird 1180 erstmals urkundlich erwähnt. Mit Sicherheit schon länger befindet sich hier eine Leprosenunterkunft. Um das Umgreifen dieser höchst ansteckenden bakteriellen Erkrankung zu verhindern, werden die Leprakranken außerhalb der Städte ohne Ansehen von Stand und Vermögen in abgeschottete Unterkünfte eingewiesen. So auch in Köln. Der Begriff „Melaten“ leitet sich vom Französischen „Malade“, also „Krank“ ab. Direkt benachbart liegt eine der Haupthinrichtungsstätten Kölns, die auch durch die Verbrennung von Protestanten und angeblichen Hexen traurige Berühmtheit erlangt. 1767 wird das Leprosenheim aufgelöst und als Landgut weiter geführt.Als Köln 1794 von den napoleonischen Truppen besetzt und in den französischen Staat integriert wird, wird auch das Friedhofswesen reformiert. Laut „Kaiserlichem Dekret über die Begräbnisse“ vom 12. Juni 1804 dürfen Tote nicht mehr innerhalb der Stadtmauern, also in Kirchen und auf Kirchhöfen beerdigt werden. Ferner wird den Kirchen das Beerdigungswesen entzogen und geht auf die Munizipalität über. An der Chaussee nach Aachen wird ein geeignetes, rd. 3 ha großes Grundstück für die Anlage eines Friedhofs gefunden. Der Universalgelehrte Ferdinand Franz Wallraf übernimmt die Planung.Der zunächst rein katholische Friedhof kann am 29. Juni 1810 geweiht werden. Die 1474 errichtete Kapelle des ehemaligen Leprosenheims wird als Friedhofskapelle übernommen. Wallraf entwirft auch die Mauer und das Friedhofsportal, dessen Gestaltung dem monumentalen französischen Revolutionsklassizismus entlehnt ist. In Folge des Wiener Kongresses fällt Köln 1815 an Preußen. 1829 wird der Friedhof auch für Protestanten geöffnet. Das bedingt 1831/32 die erste Erweiterung auf mehr als die doppelte Fläche. Mit dem Bevölkerungswachstum im Zuge von Industrialisierung und Eingemeindungen wird Melaten in mehreren Schritten erweitert. Während die neuen Teile bis 1874 additiv an den jeweiligen Bestand angefügt werden, erfolgt die fünfte Erweiterung von 1884-87 nach einem großzügigen Plan auf fast die doppelte Fläche. Im Mittelteil wird eine zweite Hauptachse von Nord nach Süd hippodromförmig aufgeweitet und schafft hier Platz für exklusive Grabstätten. Diese Nord-Süd-Achse bildet mit der Ost-West-Achse, die nach Westen verlängert wird, einen Kreuzungspunkt, sodass auch hier auf der sog. „Millionenallee“ prunkvolle Grabanlagen entstehen. Im Zweiten Weltkrieg wird Melaten durch unzählige Bomben zerstört. Um die Kriegs- und Nachkriegstoten beerdigen zu können, werden 1948 und 1956 weitere Grabfluren an den Rändern angelegt. Der Haupteingang wird zur Piusstraße und damit an den Anfangspunkt der „Millionenallee“ verlegt. Hier entsteht die großzügige, qualitätsvolle Neue Trauerhalle des Architekten Fritz Schaller.

(Autor: Gerd Bermbach)

 

Quelle: https://www.wo-sie-ruhen.de/friedhoefe?stadt=24&friedhof=27


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Moest Josef,  05 / 2020

Die Grablegung

Das Grabmal von Josef Moest trägt den Titel
"Die Grablegung". Der Entwurf stammt wahrscheinlich von Moest selbst und entstand 1912. In der Literatur wird es meist als "Pietà" bezeichnet.

 

Das Motiv der Pietà ist in der Bildhauerkunst seit dem frühen 14. Jahrhundert gebräuchlich und wird von der älteren Forschung in Verbindung mit der Entstehung des Andachtsbildes gebracht. Der frömmigkeitsgeschichtliche Ursprung ist in der verstärkten Hinwendung zum Leiden Christi am Kreuz und des Mitleidens seiner Mutter mit ihrem Sohn zu sehen. Der formale Ursprung der Vesperbilder in mehrfigurigen Beweinungsdarstellungen wird immer wieder behauptet, ist aber nicht bewiesen. Die Pietà zählt zu den bekanntesten ikonographischen Darstellungen des Mittelalters.

Auffallend an dieser Pietà ist der ausgezehrte Leib des Toten. Hat der Künstler mit den Augen eines Totkranken gesehen?
"Bereits 2 Jahre vor seinem Tod 1914 hatte Moest einen Entwurf für das eigene Grabmal gefertigt, dessen Darstellung eines ausgezehrten Toten auf merkwürdige Weise an seine Zeichnungen aus Jugendtagen erinnert"

1956 gestaltete der Bonner Bildhauer W.H.P. Simon nach diesem Entwurf die Grabplastik auf dem Grab Moest. Vermutlich sind außer ihm selbst, seine Schwester und deren Sohn bestattet. Heute ist die Grabstelle in Patenschaft übernommen, die Familie Moest ist ausgestorben.

Quelle Text teilweise: https://de.wikipedia.org/wiki/Piet%C3%A0

 


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Pfeifer Emil,  10 / 2020

Pfeifer & Langen

Anfangsphase bis 1926

In der Versuchsanlage auf Gut Fronhof im Kölner Vorort Ossendorf wurde am 31. Oktober 1851 erstmals Zucker aus Rüben gekocht. Emil Pfeifer, der das Gut im Jahre 1840 erworben hatte, und sein Partner August Joest beschäftigen in dieser Anfangsphase fünf Mitarbeiter, die die Rüben von 51 Bauern aus der Umgebung zu Zucker verarbeiteten. Nach dem Ausscheiden von August Joest im Jahre 1853 firmiert das Unternehmen in „Emil Pfeifer & Cie.“ Emils Sohn Valentin wurde dann 1865 Mitgesellschafter. Im Jahre 1868 kam es zu der für die Firmengeschichte entscheidenden Einbeziehung des Ingenieurs und Erfinders Eugen Langen, der in Ossendorf seinen patentierten Knochenkohleofen erstmals in der Praxis erprobte.

Am 19. April 1870 wurde die Firma Pfeifer & Langen in Köln durch Emil Pfeifer, seinen Sohn Valentin Pfeifer und Eugen Langen gegründet. Letzterer war der bedeutendste Sohn des Kölner Zuckerindustriellen Johann Jakob Langen. Der Chronik des Unternehmens aus dem Jahre 1870 zufolge schrieb der Siedemeister Conrad Moll unter anderem:

„… Als verantwortlicher Leiter galt Herr Eugen Langen, den man täglich fast überall sehen konnte. Unermüdlich überwachte er die fortschreitenden Arbeiten, kontrollierte an Hand der Zeichnungen und erteilte seine Ratschläge …“

Ein Jahr später nahm die Zuckerfabrik Elsdorf den Betrieb auf. Direktor der Fabrik war Eugen Langen, der dort 1872 die Verarbeitung von Zucker zu Würfeln „Langensches Würfelverfahren“ erfand und ein Jahr später ein preußisches Patent erhielt. Die 1869 in Betrieb genommene Eisenbahnlinie Düren–Neuss ermöglicht dem Werk Elsdorf auch den Antransport von Rüben aus entfernt gelegenen Anbaugebieten, die für Pferde- und Ochsengespanne kaum oder nur schwer zu erreichen waren.

1879 gründete Pfeifer & Langen in Euskirchen eine zweite Rübenzuckerfabrik. Um 1880 galt das Werk Elsdorf als internationale „Musteranstalt“ und wurde das größte Zuckerunternehmen Westdeutschlands. 1884 erfolgte die Gründung einer Betriebskrankenkasse, die 1996 mit der BKK Anker-Lynen-Prym fusionierte und aus der später die Actimonda BKK hervorging.

1883 ist das Gründungsjahr der Zuckerfabrik Lage und Errichtung der Hauptverwaltung von Pfeifer & Langen in Köln.

Im Jahre 1894 erfolgte die Stilllegung der 1851 von Emil Pfeifer in Ossendorf errichteten Fabrik. Die Entwicklung der Stadt Köln hatte zunehmend das landwirtschaftlich nutzbare Umland verringert. 1905 erwarb Pfeifer & Langen Aktien im Wert von 70.000 Mark an der Zuckerfabrik Elsen bei Grevenbroich. Zwei Jahre später erfolgte die Umwandlung von einer Offenen Handelsgesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). 1909 kaufte Pfeifer & Langen die Zuckerfabrik Elsen ganz auf.

1926 bis 1989

1926 schlossen sich die Unternehmen Pfeifer & Langen und vom Rath & Breth zu einem Unternehmen zusammen und die Firma P. Schwengers & Söhne aus Uerdingen wurde aufgekauft. Im selben Jahr werden die Marke „Kölner Zucker“ sowie das Logo aus zwei gestreiften Zuckerhüten, die an die Türme des Kölner Doms erinnern, markenrechtlich eingetragen. Gleichzeitig wurde Pfeifer & Langen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Zu der neuen Aktiengesellschaft gehörten die Werke in Elsdorf, Euskirchen und Elsen und die Raffinerie Uerdingen. Die Fabriken Ameln, Wevelinghoven und Dormagen waren mit Mehrheitsbesitz und Lieferverträgen an die neue Aktiengesellschaft gebunden. Bereits 1928 gingen die Werke Ameln und Wevelinghoven vollständig in den Besitz der Firma Pfeifer & Langen über. Und 1930 ging auch der Aktien-Verein für Zuckerfabrikation, Dormagen in Pfeifer & Langen auf.

Kölner Kandis von Pfeifer & Langen

1928 stellt Pfeifer & Langen erstmals Kandis her und führt die erste Kristallzucker-Packmaschine für 1-kg-Pakete ein. Sie bringt es auf eine Leistung von 5.000 Pakete in acht Stunden. Noch heute ist Pfeifer & Langen Marktführer bei Kandisprodukten.

Im Jahre 1931 wurde das Werk Elsen bei Grevenbroich stillgelegt. Nachdem 1933 der in Bankbesitz befindliche Aktienteil von der Pfeifer & Langen AG erworben worden war, erfolgte die Umwandlung zurück in eine GmbH.

1945 wurde die Zuckerfabrik Elsdorf zunächst von den amerikanischen Truppen beschlagnahmt. 1950 wurden im Werk Wevelinghoven erstmals eine fahrbare Rüben-Kippe und Stapelanlage benutzt.

Einen ganz neuen Weg ging das Unternehmen in seinem Werk Dormagen 1951. Dort wurde Poly-Glucose – Dextran genannt – produziert. Hierbei handelte es sich um einen Blutplasma-Ersatzstoff. 1965 erfand Pfeifer & Langen den Gelierzucker und schreibt damit Lebensmittelgeschichte. Dieser wurde später auch von Lizenznehmern im In- und Ausland hergestellt. Aus Zuckerrübenschnitzeln wurde im Werk Dormagen 1966 erstmals ein Futtermittel entwickelt. Das Herstellungsverfahren und die Zusammensetzung des Produktes wurden patentiert. Gleichzeitig erfolgte der Aufkauf der Sirupfabrik Gebrüder Langen, Köln-Braunsfeld, und der Zuckerraffinerie und Kandisfabrik Gebrüder Tintelnot in Vlotho. Schon 1969 wurden diese beiden Betriebe stillgelegt und die Aufgaben wurden vom Werk Euskirchen übernommen.

Auch für die weiterverarbeitende Industrie erweitert Pfeifer & Langen sein Sortiment. Seit den 60er Jahren gibt es einen anwendungstechnischen Beratungsdienst, bestehend aus Chemikern und Technologen, der in Zusammenarbeit mit den Kunden Lösungen für die Entwicklung und Herstellung von produktgerechten Zuckern erarbeitet.

1970 feierte Pfeifer & Langen 100-jähriges Bestehen. Zu dieser Zeit hatte das Unternehmen rund 1.800 Beschäftigte. Die Geschäftsführer, und zugleich persönlich haftende Gesellschafter, im Jubiläumsjahr waren: Joachim Pfeifer, Arnold Langen, Helmut Börner, Jaspar Frhr. v. Maltzan und Günther Tintelnot.

Im Jahre 1972 wurde die Krüger GmbH & Co. KG gegründet, an der sich Pfeifer & Langen wenig später zu 50 % beteiligte. Sie stellt Instantgetränke, Diätprodukte und Babynahrung her. Ebenfalls 1972 erfolgte die Gründung eines gemeinsamen Tochterunternehmens mit der Pfanni-Werke Otto Eckart AG, München. Hierbei brachte Pfeifer & Langen seine Kartoffel-Chips-Produktion mit ein. Das neue Unternehmen firmiert seit 1980 unter dem Namen Convent Knabbergebäck GmbH Co KG, aus der später die Intersnack-Gruppe wurde. 1973 wurde in Köln ein neues Hauptverwaltungsgebäude errichtet. Zusammen mit der Zuckerhandelsunion GmbH, Berlin, gründet Pfeifer & Langen 1974 die Spezialzucker-Raffinerie in Lage und baut das Geschäft mit flüssigem Zucker weiter aus. 1977 erfolgte der Bau einer neuen Zuckerfabrik im niederrheinischen Appeldorn, womit das nördliche Rheinland für den Rübenanbau erschlossen werden sollte. Zwei Jahre später wurde die Zuckerproduktion im Werk Dormagen eingestellt.

Im Jahre 1982 wurde die Opekta GmbH erworben. Diese stellt pektinhaltige Produkte für die Herstellung von Marmeladen und Fruchtgelees her. Im Jahre 1989 hat Pfeifer & Langen 50 % Anteile an die Schwartauer Werke und 1991 die zweiten 50 % an die Herbstreith & Fox verkauft.

Die Lippe-Weser-Zucker AG wurde im Jahre 1986 erworben. Dabei wurde das Werk in Lage ausgebaut, während das Werk in Emmerthal geschlossen wurde. Lage ist die einzige Fabrik im Unternehmen, die ausschließlich Weißzucker herstellt. In den folgenden Jahren wurden die Zuckerfabrik Düren und Brühl erworben, die kurz danach schlossen (1987 und 1989). 1991 wurde das Werk in Ameln geschlossen und 1995 erfolgte die Stilllegung des Werkes in Wevelinghoven. Gleichzeitig war in den verbliebenen Werken die Produktion fast verdoppelt worden.

 

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Pfeifer_%26_Langen

 


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Rodenkirchen Heinrich,  05 / 2020

Der Grabengel

Nach altem Glauben behüten und begleiten sie die Toten auf ihrem letzten Weg in die jenseitige Welt und bewachen ihre Grabstelle. Sie dienen dabei als Grabschmuck und spenden den Hinterbliebenen Frieden, Geborgenheit und Trost. Besonders häufig findet man sie auf Gräbern von Kindern. Die Grabengel oder Friedhofsengel schlagen sinnbildlich eine Brücke zwischen dem Verstorbenen und seinen Angehörigen, Freunden und Verwandten.

Dieser wundervolle Grabengel sitzt auf dem Grab von Heinrich Rodenkirchen, einem Fabrikanten aus Köln. Er war zweiter Eigentümer der Eisen- und Metallgusswerke Gebrüder Rodenkirchen.

Ende des Jahres 1919 erwarb der Fabrikant Heinrich Rodenkirchen die heutige Villa Malta im Kölner Stadtteil Rodenkirchen. Die Villa entstand 1904/05 unter dem Namen „Villa Antonia“ für den Bauherrn Eduard Steisel, damaliger Bürgermeister der Gemeinde Rondorf (später „Rodenkirchen“), nach einem Entwurf des Architekturbüros Gebrüder (Fritz und Karl) Schauppmeyer.

Spätestens nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Haus in „Villa Maria“ umbenannt. Nach 1963 war hier das seinerzeit gegründete Institut für angewandte Arbeitswissenschaft ansässig, bevor die Villa mehrere Jahre leer stand. 1971 ging sie in den Besitz des Malteserordens über, der ihr den heutigen Namen verlieh.

Quelle Text teilweise: Wikipedia


Richartz Johann,  10 / 2020

Johann Richartz, der Vater von

Johann Heinrich Richartz, dem Begründer des Wallraf Richartz Museums in Köln.

Der edle Mann, der in hochherziger Gesinnung seine Vaterstadt mit dem Prachtbau eines neuen Museums beschenkte, war am 17. November 1797 zu Köln geboren und starb daselbst am 22. April 1861. Er widmete sich dem Kaufmannsstande und setzte seines Vaters Geschäft in exotischen Häuten fort, das durch das Hinzutreten von Gesellschaftern einen großartigen Aufschwung gewann. 

Die Firma J. H. Richartz & Co. stand in direkter Verbindung mit den La-Platastaaten und hatte daselbst zum Zwecke der Einkäufe von Wildhäuten ihren fest domizilierten Vertreter. Ein reicher Ertrag war der Lohn des geschäftlichen Wirkens, und als sich R. 1851 ins Privatleben zurückzog, fand er sich im Besitze eines sehr bedeutenden Vermögens. Sein einfaches, anspruchsloses Wesen konnte bis dahin die öffentliche Aufmerksamkeit nicht auf ihn lenken, wenngleich er gegen alle Menschen wohlwollend war und in mehreren Fällen, wo es galt, ein ohne Verschulden gefährdetes Familienleben zu retten, mit fürstlicher Freigebigkeit eintrat. 

Die freudigste Überraschung bereitete er seinen Mitbürgern, als in der Gemeinderatsitzung vom 3. August 1854 der Oberbürgermeister Stupp den Gemeindevertretern den Inhalt eines von demselben Tage datierten Schreibens von R. mittheilte, worin derselbe sich erbot, „zur Bestreitung der Baukosten eines neuen städtischen Museums Anfangs nächsten Jahres an die Stadtkasse die Summe von einmalhunderttausend Thalern gegen eine jährliche Rente von vier vom Hundert einzuzahlen“. Er fügte diesem Anerbieten hinzu, dass die erwähnte Rente mit seinem Tode erlöschen und das Capital der Stadt als freies Eigentum verbleiben solle. Dem Geschenkgeber wurde von dem Collegium der innigste Dank ausgesprochen und in das Protokollbuch die Erklärung aufgenommen, das derselbe sich um seine Vaterstadt hochverdient gemacht habe. Die Bürgerschaft beeilte sich, ihm am nächstfolgenden Abend durch einen glänzenden Fackelzug ihre Dankbarkeit zu beweisen. 

Die Zustände des Kölner Museums, d. h. des der Stadt als Geschenk überwiesenen Wallraf'schen Kunstnachlasses, waren von traurigster Art und riefen vielfache ebenso bittere als wohlbegründete Tadelsäußerungen hervor. In einem alten, verkommenen Gebäude in der Trankgasse war zwar ein Theil der Gemälde und die antiken Skulpturen aufgestellt und sonntäglich dem Publikum, bei freiem Eintritt, die Anschauung gestattet; in fast gleicher Anzahl aber lagen die Gemälde, darunter manches sehr wertvolle, in einer Remise, in Stallungen und auf Korridoren aufgetürmt und den Einflüssen der Witterung und allen beschädigenden oder zerstörenden Zufälligkeiten preisgegeben. R. war bisher von der Pflege der Kunstliebhaberei ferngeblieben, obwohl sein Gemüht für die Eindrücke des Großen, Schönen und Edlen stets empfänglich gewesen war. Ein aus Freundesmund vernommenes Wort des Tadels, dass die reiche Stadt Köln keinen Sinn und keine Dankbarkeit für das herrliche Vermächtnis ihres Wallraf habe, und eine daran geknüpfte leise, kaum im Ernst gemeinte Aufmunterung an R., hier als Retter aufzutreten, zündete in seinem patriotischen Herzen und rief den festen, hochherzigen Entschluss zur Abhülfe bei ihm hervor. 

Er blieb bei seiner ersten Gabe nicht stehen. Jeden Gedanken, der darauf hinzielte, dem Bauwerk einen reicheren Schmuck zu verleihen, griff er auf und stellte, wenn er ihn zweckmäßig fand, die Mehrkosten bereitwillig zur Verfügung, sodass der Gesamtbetrag der Schenkung sich auf nahezu zweimalhunderttausend Thaler beläuft. Auch für die Herstellung der neben dem Museumsgebäude gelegenen schönen Minoritenkirche, die sich dem Baustil des ersteren harmonisch anschließt, gab er eine beträchtliche Summe. Dem hochverdienten Manne wurden nun von allen Seiten Beweise der Anerkennung und Verehrung zu Theil. 

König Friedrich Wilhelm IV. verlieh ihm den Titel eines königlichen Kommerzienrates und den roten Adlerorden 3. Classe. Die Universal Society for the encouragement of arts and industry übersandte ihm im Juni 1857 eine goldene Medaille und die königliche Akademie der Künste zu Berlin ernannte ihn zu ihrem Ehrenmitglied. Das Museum, zu dessen Baumeister er seinen Freund Joseph Fetten berufen hatte, ging seiner Vollendung entgegen und der 1. Juli 1861 wurde für die Eröffnungsfeier bestimmt. Da erkrankte R. plötzlich um die Mitte des April an einem heftigen Brustleiden, das in wenigen Tagen dem Leben des unvergesslichen Mannes ein allzu frühes Ziel setzte. Als er die Stunde der Auflösung herannahen fühlte, wollte er nicht scheiden, ohne nochmals über das Grab hinaus von seinem Mitgefühl für unverschuldetes Elend, seiner Liebe zur katholischen Kirche und zu seiner Vaterstadt, sowie von seiner Begeisterung für die Kunst Zeugnis abzulegen. 

In seinem letzten Willen bestimmte er hunderttausend Thaler zur Gründung einer städtischen Irrenanstalt, jedoch so, dass die Zinsen zehn Jahre lang zur Erwerbung von Gemälden älterer und neuerer Meister für das Museum verwandt werden sollen. Zum Ausbau der Minoritenkirche wurden nochmals 9000 Thaler angewiesen, der Dom erhielt 2500 Thaler, ebenso viel die Pfarrkirche zu St. Jacob, und zur Dotation einer Freistelle an der rheinischen Musikschule vermachte er 2000 Thaler. Mit Ergebung nahm er die höhere Fügung auf, dass er den Tag nicht erleben sollte, auf den er sich so lange und so herzlich gefreut. Die ganze Stadt war wie niedergeschmettert durch die Kunde von seinem Tode. Er erhielt seine Grabesstätte auf dem Friedhof zu Melaten neben Wallraf, mit dem er, wie verschieden auch ihre Lebenswege und Bestrebungen waren, in dem Charakterzuge zusammentraf, dass sie mit begeisterter Liebe ihrer Vaterstadt zugetan waren. 

König Wilhelm und die Königin Augusta drückten unterm 24. April mit eigenhändigen Schreiben der Stadt Köln ihre Teilnahme an dem Verluste des würdigen Mannes aus, „der das, was Redlichkeit und Rechtlichkeit ihm an Glücksgütern zuführte, auf das Edelste. Wohltätigste und Uneigennützigste zum Wohl seiner Mitbürger verwandte und seiner Vaterstadt das Vorbild echten Gemeinsinnes hinterlässt“. An dem Wohnhause des Verstorbenen (auf dem Blaubach) ließ die Stadt eine Gedenktafel anbringen.

Quelle: Merlo, J. J., "Richartz, Johann Heinrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 28 (1889), S. 421-423 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116508752.html...


S

Schier, Christian Samuel  05 / 2020

Das erste Kölner Karnevalslied hat seinen Ursprung in Thüringen!

Diese wundervolle Harfe hat mich neugierig gemacht und den Namen habe ich schon mal irgendwo gelesen.

Christian Samuel Schier
(* 31. März 1791 in Erfurt, † 4. Dezember 1824 in Köln) brachte 1823 in Köln zur Inthronisierung des „Helden Karneval“ (heute: „Prinz Karneval“) die Cölner Melodie heraus, die als erstes Karnevalslied Kölns gilt.

Die Historie der Kölner Karnevalslieder beginnt - geschichtlich belegt in Köln, von dem gebürtigen Erfurter Christian Samuel Schier.

Schier wurde als Handwerkersohn in Erfurt geboren. Nach der Militärzeit als Leutnant in den Befreiungskriegen ging er an die Universität Jena. Dort wurde er zum begeisterten Burschenschafter und nahm seine schriftstellerische Tätigkeit auf. Wohl in Jena wurde er zum Dr. phil. promoviert. Er war Teilnehmer des Wartburgfestes, sah sich jedoch 1817 in Deutschland so unsicher, dass er sich zur Flucht nach New York City in die USA entschied. Der musikalisch begabte Schier, der unter anderem als Chorknabe ausgebildet war und Harfe spielen konnte, hatte dadurch die Möglichkeit, sich dort durch seine Unterhaltungsgabe zu verdingen.

Schier kehrte 1820 nach Deutschland zurück und ließ sich in Köln als Privatgelehrter nieder. Er wurde abermals für seine Unterhaltungsgabe und Geselligkeit bekannt, daneben aber auch für die Umgestaltung des Kölner Karnevals. Er erkrankte bereits kurz nach seiner Rückkehr und verstarb 1824.

 


Sensenmann, Johann Müllemeister  , 03 / 2018

Der Sensenmann und sein Fröschlein

English below

Zwischen den aufwendig verzierten Grabmälern findet man auch Skulpturen, die sogar für Melaten außergewöhnlich sind. Das Berühmteste ist wohl die Grabstätte mit dem über zwei Meter großen Sensenmann, der dem Besucher verdeutlicht, dass man sich immer noch auf einem Friedhof befindet und der Tod allgegenwärtig ist. Die Statue ist ein weiteres Beispiel für die teilweise recht ungewöhnlichen Figuren und Schicksale auf dem Melatenfriedhof. Der dargestellte Tod wurde Ende des 19. Jahrhunderts für den wohlhabenden Kaufmann Johann Müllemeister hergestellt. Für die Bewahrung des instabilen Sensenmanns hat in diesem Fall die Steinmetzfamilie mit dem passenden Namen Steinnus gesorgt. Vor über 30 Jahren hat Johann Steinnus die Patenschaft für die berühmte Skulptur übernommen. Wendet man seinen Blick vom schaurigen Skelett ab, erblickt man neben dem Sensenmann einen kleinen Gedenkstein, der nachträglich hinzugefügt wurde. Johann Steinnus Sohn Martin starb mit nur elf Jahren. Ein Frosch wurde auf dem Kindergrab platziert, denn der Junge wurde "Fröschlein" genannt.

Between the elaborately decorated tombs, there are also sculptures that are exceptional even for Melaten. The most famous is probably the tomb with the more than two-metre tall Grim Reaper, which makes it clear to visitors that they are still in a cemetery and that death is omnipresent. The statue is another example of the sometimes quite unusual figures and fates in the Melatenfriedhof. The depicted death was made at the end of the 19th century for the wealthy merchant Johann Müllemeister. In this case, the stonemason family with the appropriate name Steinnus took care of the preservation of the unstable Grim Reaper. More than 30 years ago Johann Steinnus took over the sponsorship of the famous sculpture. If you turn your gaze away from the eerie skeleton, you will see a small memorial stone next to the Grim Reaper, which was added later. Johann Steinnus son Martin died when he was only eleven years old. A frog was placed on the child's grave, because the boy was called "Froggy".

Quelle Text: https://koelner-denkmaeler.online-redakteure.com/html/oberkalkofen_melatenfriedhof.html

 


Steingass Toni, 05 / 2020

Toni Steingass wurde am 13.4.1921 in Köln in der Nähe des Friesenplatzes geboren und war durch seine Familie schon musikalisch vorbelastet. Sein Urgroßvater Mütterlicherseits war der Stabstrompeter Reinhold Fellenberg, der von Schlesien nach Köln versetzt wurde und vom Kölner Karneval gleich begeistert war. Er wurde in dieser Zeit zum bedeutendsten Karnevalsmusiker. Einige seiner Werke sind auch heute noch jedem bekannt, so z.B. der Marsch der Roten Funken (Ritsch Ratsch de Botz kapott) , der Marsch der blauen Funken und den Mariechentanz.

Musikalisch angehaucht war auch Tonis Vater, der einen Pianohandel betrieb und seinem Sohn eine musikalische Ausbildung ermöglichte.
Den Krieg überlebte Toni, dank seiner künstlerischen Fähigkeiten, in der Etappe. Durch diese „Vorbildung“ konnte er sich nach dem Krieg , als er sich in Nippes niederließ, über Wasser halten. Anfangs verdiente er sich in Niehl als Kneipenmusiker sein Geld, bevor er von 1947 bis 1953 regelmäßig im Sommer in Borkum in der Tusculum Bar musizierte. Daneben hatte er eine Anstellung in der St. Pauli Bar auf dem Eigelstein, die aber für einen Alleinunterhalter zu groß war. Toni sah sich gezwungen noch zwei Kollegen zu arrangieren, woraus schon 1946 das Steingass Terzett entstand, welches bis 1971 bestand. Als zweiter Mann fungierte während der gesamten Zeit Franz-Josef Schmitz, der dritte Mann wechselte dagegen dreimal. Der erste, Bernd Sperl wanderte nach Amerika aus, der zweite, Heinz Oepen setzte neben der Musik sein Studium fort, erlangte den Dr. Titel und brachte es später bis zum Programmdirektor beim ZDF. Der dritte war Karl Heinz Virnich, welcher bis zum Schluß dabei blieb.
Wie gesagt hielt sich Toni Steingass in den Sommermonaten in Borkum auf, doch zur Winterzeit und speziell zu Karneval eroberte er, neben den Kneipen, auch die ersten wiedereröffneten Säle in Köln. So war er im Sartory und im Tazelwurm als musikalischer Alleinunterhalter angestellt. Sein 1950 vorgestelltes Schunkellied „Der schönste Platz ist immer an der Theke“ brachte nicht nur den Durchbruch und wurde nicht nur in Köln ein Erfolg, sondern verbreitete sich, dank Rundfunk, in die ganze Welt. Der Text wurde in viele Sprachen übersetzt, darunter sogar ins Japanische. Weil kein Verlag dieses Lied, wegen zu wenig Anspruch, übernehmen wollte, gründete Steingass seinen eigenen Verlag. Durch den Erfolg des „Theke“ Lieds schuf er in Folge einen Titel nach dem anderen, bis es bis zu seinem Tot 419 waren. Jedem im Ohr dürften unter anderem die Lieder „ Hura Hura der liebe Jung ist wieder da“ oder „Leckerchen Zückerchen“ sein. Für mich eines seiner schönsten Lieder, in dem die ganze Ausdruckskraft der Kölschen Sprache zum Ausdruck kommt ist „Dä Kölsche Explezier“ in der die Atmosphäre der Markthalle beschrieben wird.

Toni Steingass kämpfte, teils vergebens, gegen den Verfall des Kölschen Kulturguts. Die Entwicklung der neudeutschen Gesellschaft verdrängte immer mehr die Kölsche Volkskunst, bis nur noch der Karneval übrig blieb.
Toni wurde schon früh für den Rundfunk entdeckt. Seit 1950 spielte er für den WDR 40 Kindersendungen ein, welche etwas von der Kölschen Eigenart und Tradition vermittelten. Ab 1958 entstand bei Radio Luxemburg das musikalische Wechselspiel mit Camillo Felgen.
Ab 1963 lief, wieder auf dem WDR, die Sendung „Kölsche Leedcher – Kölsche Verzällcher“.
Seiner Überredungskunst ist es ebenfalls zu verdanken, das bei EMI Kölsche Langspielplatten herausgegeben wurden, die zu einem nicht unerheblichen Erfolg führten.
Ab 1968 strahlte der WDR die Sendung „So klingt´s bei uns im Rheinland“ aus, welche Steingass sechs Jahre lang moderierte.
Ebenfalls 1968 machte Steingass auch eine Tournee durch Amerika und er hatte bei den dortigen Auswanderern einen riesen Erfolg.
Seit 1965 wirkte Toni auf dem Altermarkt zur Karnevalseröffnung am 11.11. bei der Ostermann Gesellschaft immer mit. 1972 wurde auf seine Idee hin das erste Funken Biwak der roten Funken auf dem Neumarkt veranstaltet, welches auch heute noch am Karnevalsamstag stattfindet. Ebenfalls seiner Idee verdanken wir den Weihnachtsmarkt auf dem Altermarkt.
Als Anerkennung seiner Leistungen für das Kölner Brauchtum erhielt er 1977 die goldene Ostermannmedaille.
Von 1972 an, nach dem Ende des Steingass Terzett, trat er bis zu seinem plötzlichen Tot 1987 mit seinem Sohn Heli noch als „Die Steingässer, die Lebenskünstler aus Köln“ auf.

 

Quelle Text:
https://332542.forumromanum.com/member/forum/forum.php?action=ubb_show&entryid=1099045058&mainid=1099045058&USER=user_332542&threadid=1122458946


Seydlitz von, Friedrich Anton Florian ,    05 / 2020

Friedrich Anton Florian von Seydlitz

Königlich Preußischer General-Major

„Ich bin ein General, holt mich hier raus“ mag Anton von Seydlitz entsprechend dem leicht abgewandelten Titel von Dirk Bachs „Dschungelcamp“, gedacht haben, als dieser neben ihm bestattet wird. Ein größerer Gegensatz ist kaum denkbar: Hier der hochdekorierte preußische Generalmajor, dort der schrille, rheinisch-gemütvolle Komödiant. Anton Florian Friedrich Freiherr von Seydlitz entstammt schlesischem Uradel. Sein Vater ist Forstmeister zu Aken, nahe Magdeburg. Nach Pagenzeit am preußischen Hof, Kadettenausbildung und Mitgliedschaft in einem Feldjägerregiment wird er von Oberst Yorck zum persönlichen Adjutanten erwählt. An seiner Seite kämpft er im 4. Koalitionskrieg 1806/07 gegen Frankreich und im Russlandfeldzug 1811/12 zunächst an der Seite Napoleons. Das verbindet - zwischen Yorck und von Seydlitz entwickelt sich eine persönliche Freundschaft. Nach mehreren Jahren als Oberst im besetzten Frankreich kehrt er nach Preußen zurück.
Bemerkenswert ist, dass von Seydlitz für seine militärischen Verdienste sowohl die höchsten preußischen Auszeichnungen „Pour le Mérite“ und das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhält, als auch, 1817, das Französische Offizierskreuz der Ehrenlegion für die schonende Behandlung der Bevölkerung während der Besatzung. Bereits schwer erkrankt, zieht von Seydlitz mit dem IV. Armeekorps an den Rhein, wo er 1832 stirbt. Er wird als „vollendet schöner Mann“ beschrieben, dessen „äußerer Erscheinung auch sein Inneres entspricht.“
Letzteres verbindet ihn mit Dirk Bach, der für sein karitatives Engagement z. B. für die Aidshilfe oder Amnesty International, nicht nur in Köln, geehrt und geliebt wird. Sicherlich ist es dem seit je her offen schwul lebenden Dirk Bach auch nicht unangenehm, neben einem „vollendet schönen Mann“ seine letzte Ruhe gefunden zu haben. Dirk Bach, der nie eine Schauspielschule besucht hat, erhält seine erste Rolle in „Prometheus“ am Kölner Schauspielhaus, wo er über Jahre Ensemblemitglied ist. Bühnenerfahrung sammelt er bei freien Theatern in ganz Europa. Schließlich gelingt der Durchbruch mit der „Dirk Bach Show“. Es folgen Serien, wie „Lukas“, die Rolle als „Pepe“ in der Sesamstraße und immer wieder tragische und komische Rollen auf der Bühne und im Fernsehen. Über viele Jahre gehört Bach zu den beliebtesten Komikern im deutschsprachigen Raum. Er stirbt 2012 an Herzversagen. Eine 1832 gepflanzte, fast 200-jährige Platane überragt als ältester und dickster Baum Melatens die Gräber von Dirk Bach und Anton von Seydlitz. Dessen Grabmal ist ein mächtiger Steinzylinder, der mit einem korinthischen Prunkhelm mit Schweif und Schwert aus Bronze bekrönt ist.

Quelle Text: https://www.wo-sie-ruhen.de/friedhoefe?stadt=24&friedhof=27


Schanzleh  (roter Stein)  Heckmann (schwarzer Stein)     07 / 2020

Grabstätte der Familie Schanzleh, roter Stein

(Friedhof Melaten)

und

Grabstätte der Familie Heckmann / Zaum, schwarzer Stein
Alter Friedhof Viersen Löh

 

Der Sohn des promovierten Gymnasiallehrers und Historikers Friedrich zur Bonsen und dessen Frau Maria Elisabeth, geborene Hömberg,[3] wurde in Fredeburg geboren. Rudolf zur Bonsen schloss das Studium der Rechtswissenschaften mit der Promotion ab. Er wurde 1909 Gerichtsreferendar in Hamm, später in Haltern und Münster. 1914 wurde er zum Gerichtsassessor befördert und im selben Jahr zum Kriegsdienst eingezogen. Er wurde bis zum Ende des Ersten Weltkriegs bei der Zivilverwaltung in Belgien eingesetzt.
Ab 1919 arbeitete er bei der Regierung und anschließend beim Oberpräsidenten in Königsberg (Preußen). Danach wechselte er im September 1919 als Regierungsassessor zum Regierungsbezirk Köln. Dort wurde er 1922 unter Vizepräsident Karl Budding zum Regierungsrat ernannt, dessen rechte Hand er im Verkehr mit den Besatzungsmächten war. Später wurde er als Beisitzer und schließlich dann Vorsitzender im Bezirksausschuß Köln. Am 1. Mai 1932 trat er in die NSDAP ein. Am 22. Februar 1933 wurde er als Regierungsvizepräsident, am 24. April 1933 als kommissarischer und am 15. Juni 1933 Regierungspräsident berufen. Im Frühjahr 1934 wurde er nach persönlicher Auseinandersetzung mit Hermann Göring über Kultur- und Kirchenpolitik, zunächst in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Aufgrund scharfer Kritik in ausländischer Presse wurde er acht Tage später, am 20. April 1934 zum Regierungspräsidenten des Regierungsbezirks Stettin ernannt. In Stettin wurde er in scharfem Widerspruch zur Partei am 16. Oktober 1934 mit sofortiger Wirkung erneut in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Im Oktober 1936 wurde von Bonsen zum kommissarischen Präsidenten der Bau- und Finanzdirektion Berlin berufen. Bereits im Dezember 1936 erfolgte zum dritten Mal die Versetzung in den einstweiligen Ruhestand. Ende 1940 ging er in den endgültigen Ruhestand. Er lebte von 1937 bis 1952 zurückgezogen in Grainau/ Oberbayern.

Rudolf zu Bonsen wurde als NSDAP-Mitglied im Verfahren der Spruchkammer Garmisch-Partenkirchen als „entlastet“ eingestuft. Er gehörte von 1933 bis 1936 dem Ausschuss des Kölnischen Kunstvereins an.

Beigesetzt wurde er im Familiengrab seiner Frau Olga geb. Schanzleh

Die von Heinrich Stockmann erschaffenen Grabmäler für bedeutende Familien zeigen ein Zusammenspiel von monumentalen steinernen Anlagen und bronzenen, lebensgroßen Figuren.

Auf dem Melatenfriedhof in Köln schuf er für die Familie Schanzleh die gleiche Grabsteinanlage wie für die Familie Joseph Heckmann. Einzig der rote Granit unterscheidet die beiden Grabdenkmäler. Es ist nicht auszuschließen, dass die Familie Heckmann die Grabanlage auf einem Spaziergang über den Friedhof Melaten wahrgenommen hat. Es gab familiäre Kontakte durch Leopold Heckmann sen., der in Köln geboren und aufgewachsen war.
Heinrich Stockmann gehörte zu den Künstlern, die überregional tätig waren. Er verstand es den Zeitgeist in seinen klassizistisch geprägten Entwürfen einzubringen. Dabei traf er in seiner Sepulkralkunst den Geschmack der zu Reichtum gekommenen Oberschicht.
Heinrich Stockmann starb im Jahr 1906 in Bonn.

Quelle Teilweise: https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_zur_Bonsen#mw-head


Stüssgen  Cornelius,    10 / 2020

Liebe Freunde von Orte der Stille,

der Text ist aus dem Jahr 2005 aber wunderbar geschrieben und mit Stüssgen starb eine echt kölsche Marke.

 

„Ich jon zum Stüsschen“ ist in Köln fast zu einem Synonym für „Ich gehe einkaufen“ geworden. Damit ist bald Schluss. Die 1897 von Cornelius Stüssgen gegründete Lebensmittelfirma wird es bis spätestens Ende 2005 nicht mehr geben. Die Rewe-Handelskette strebt eine einheitliche Vertriebslinie an

Beim Stüssgen in der Kölner Severinstraße herrscht trübe Stimmung unter den Kunden. „Der Stüssgen gehört zu Köln, so lange ich denken kann“, sagt eine 68-jährige Rentnerin. Und eine Hamburger Sekretärin, die erst seit einem Jahr in der Stadt am Rhein lebt, erklärt: „Jetzt habe ich mich gerade mal an diesen seltsamen Namen gewöhnt, da wird er auch schon geändert. “Lange werden die Kölner ihre Einkäufe nicht mehr in den liebgewonnenen Supermärkten mit dem gelb-roten Schriftzug tätigen können. Dabei ist der Satz „Ich jon zum Stüsschen“ doch fast schon zu einem Synonym für „Ich gehe einkaufen“ geworden. Aber damit ist es bald vorbei.

Zwar bleiben die Geschäfte selbst bestehen. Der Name muss jedoch weichen. Denn Dieter Berninghaus, neuer Chef der Supermarktkette Rewe, zu der Stüssgen gehört, wartet mit einem veränderten Filialprogramm auf. Unterschiedliche Namen und Konzepte seien einfach teurer als eine einheitliche Vertriebslinie, heißt es bei Rewe. Daher wird Stüssgen kurzerhand umgetauft und heißt in Zukunft miniMal – wie alle Supermärkte der Rewe-Kette.

Verkauf von 4 bis 23 Uhr

Im Spätsommer 1897 schlägt die Geburtsstunde der Stüssgen-Märkte. Unter dem Namen „Kölner Konsum-Anstalt“ eröffnet der frisch gebackene Lebensmittelkaufmann Cornelius Stüssgen seinen ersten Laden. In der Venloer Straße 466 in Ehrenfeld ist das Warensortiment noch sehr begrenzt. Gern kaufen die Kunden – in aller Regel dürften es Kundinnen gewesen sein – aber bereits Produkte wie Reis, Kaffee, Nudeln und vor allem Petroleum.

Zu dieser Zeit herrschen in der „Kölner Konsum-Anstalt“ geradezu moderne Verhältnisse. Zwei Frauen führen das Geschäft. Die Ladenöffnungszeiten sind bis heute ungetoppt: Verkauft wird von vier Uhr morgens bis 23 Uhr nachts. Auch an Sonn- und Feiertagen lädt die „Konsum-Anstalt“ zum Shoppen ein.

Aber so modern geht es denn doch wieder nicht zu. Zwei Frauen, Mutter und Tante, rackern sich im Laden für den einzigen „Mann im Haus“ ab. Dem erst 20-jährigen Cornelius bleibt dadurch jede Menge Zeit, über seine weitere Geschäftsstrategie nachzudenken. Und die heißt schon bald: „Gute Ware für bares Geld“. Mit dem althergebrachten Prinzip „Mal eben anschreiben lassen“ macht Stüssgen Schluss. Und zwar erfolgreich.

Bereits 1899 eröffnet der Begründer der heutigen Supermärkte seine erste Filiale in Brühl. Bis Ende 1904 betreibt er insgesamt zwölf Geschäfte. Und weil sich der Vertriebsradius erweitert hat, heißt die „Kölner Konsum-Anstalt“ inzwischen auch „Rheinisches Kaufhaus für Lebensmittel“. 40 bis 80 Quadratmeter Verkaufsfläche haben die Geschäfte. Zwischen drei und sieben Verkäuferinnen kümmern sich freundlichst um die Kundinnen. Schließlich ist das tägliche Einkaufen, und so sollte es noch lange bleiben, ausschließlich Frauensache.

Eigenmarke „Cornelia“

Hinter dem „weiblichen Muss“ stecken schon bald zwei männliche Köpfe. 1902 lässt Cornelius Stüssgen eine Zentrale für seine „Einkaufskette“ in der Mainzer Straße 32 in Köln erbauen. Etwa zur selben Zeit nimmt er seinen Schwager Josef Geyr ins Boot, der sich von nun an um den internen Geschäftsbetrieb kümmert. Und damit schafft sich der pfiffige Vordenker Stüssgen erneuten Freiraum, um weitere Innovationen zu planen.

Er erfindet das Prinzip der bequemen Verpackung von Lebensmitteln. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Waren wie Reis oder Zucker in Säcken angeliefert. Für den Verkauf mussten die Produkte einzeln entnommen und abgewogen werden. Cornelius Stüssgen lässt die Waren nun gleich im Lager wiegen und in Tüten abfüllen. Und bereitet damit dem Prinzip der Selbstbedienung den Weg, die den Lebensmittelhandel in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts grundlegend verändern wird.

Auch die Eigenmarke, die heute jeden Supermarkt auszeichnet, stammt vom Begründer der Kölner Stüssgen-Geschäfte. Tragen seine Produkte anfangs noch den kaum aussagekräftigen Buchstaben „S“, sind sie wenig später mit einem Markenzeichen versehen. Die Aufschrift „Cornelia“ bezeugt, dass ein Kunde sein Produkt bei Stüssgen erworben hat. Im Jahre 1914 – der Erste Weltkrieg hat gerade begonnen – beliefert die Kölner Zentrale bereits über 108 Filialen im Kölner Raum, im Rheinland, in Westfalen, im Hessischen und in Süddeutschland. Nach Kriegsende und dem Höhepunkt der Inflation im Jahre 1923 bleiben nur noch 57 Stüssgen-Läden übrig. Die befinden sich jetzt ausschließlich im Rheinland. Josef Geyr, Stüssgens tatkräftiger Partner, war bereits 1915 gestorben. Cornelius Stüssgen macht jetzt alleine weiter.

Der inzwischen erfahrene Geschäftsmann schafft es. Am 1. Januar 1928 geht er mit seinem Unternehmen an die Börse. Von nun an firmiert er unter „Cornelius Stüssgen AG“. 1929 zieht die Stüssgen-Zentrale in größere Räume nach Köln-Braunsfeld um. Dort richtet der Geschäftsinhaber Labore für die Veredelung von Waren ein und schafft vier vollautomatische Verpackungsmaschinen an. Zu ihren Rekordzeiten beliefert die Braunsfelder Zentrale 145 Stüssgen-Filialen in der Kölner Bucht.

Auch den Nationalsozialismus und den Zweiten Weltkrieg überlebt die Lebensmittelkette. Immerhin wird die Firma im Oktober 1939 von den Machthabern als Wehrwirtschaftsbetrieb anerkannt; Lebensmittel sind unverzichtbar. Damit hat Stüssgen Anspruch auf Brennstoffe und sonstige Betriebsmittel, die anderen Unternehmen versagt bleiben. Und kann sich trotz der Rationierung vieler Produkte ganz gut halten. Viel schlimmer treffen die Firma Stüssgen die alliierten Bomben, denen die Kölner Zentrale und die Hälfte der Filialen zum Opfer fallen.

Verdrängungswettbewerb

Doch der inzwischen 68-jährige Firmengründer Cornelius Stüssgen lässt sich nicht entmutigen. Gleich nach 1945 macht er sich an den Wiederaufbau seines Unternehmens. Bis zur Währungsreform von 1948 haben bereits über 80 Filialen den Betrieb wieder aufgenommen.

1950 eröffnet Stüssgen den ersten „Tempoladen“. Die Besonderheit ist eine Zentralkasse, an der alle Beträge der eingekauften Waren zusammen erfasst und bezahlt werden können. Zu dieser Zeit eine echte Neuheit, musste doch bisher jede Verkäuferin jeden einzelnen Posten zusammenrechnen. Und musste doch jede einzelne Kundin bei jeder einzelnen Verkäuferin gesondert bezahlen – „Verkäuferin“ und „Kundin“, denn: Einkaufen ist trotz aller Umwälzungen immer noch Frauensache!

Das sollte sich bald ändern. Cornelius Stüssgen, der Begründer der „Kölner Konsum-Anstalt“, stirbt am 24. Juni 1956. Die Entwicklung zu immer größeren Selbstbedienungsmärkten und die Verdrängung der kleinen „Tante Emma-Läden“ musste er nicht erleben. Und auch die Frauen, die alsbald eine andere Position als die „hinter dem Verkaufstresen“ einfordern sollten, hat er nicht mehr erlebt.

In den Achtzigerjahren schlucken immer mehr Großkonzerne kleine Lebensmittelunternehmen, die sich gegen den Kostendruck nicht mehr wehren können. Einer dieser Großkonzerne ist die Rewe-Handelsgruppe. Die erwirbt die Stüssgen AG 1984 und 1989 in zwei Schritten.

Seit der ersten Übernahme von 51 Prozent der Stüssgen-Anteile durch die Rewe-Handelsgruppe sind 20 Jahre vergangen. 20 Jahre, in denen Stüssgen für die Kölner immer noch „der Stüsschen“ war. Nun müssen sie ein neues Synonym für „Ich gehe einkaufen“ erfinden. Ob es mit „Ich jon zum miniMal“ getan ist? Vielleicht in 20 Jahren.

Quelle Text: Geschrieben von ANDREA MARTENS https://taz.de/!722959/

Streifler  Katharina    10 / 2020

Katharina Streifler, Peter Streifler,

Ikonographie:

Nach unten gerichtete Fackel: Eine nach unten gerichtete Fackel mit erlöschender Flamme des Todesgottes Thanatos gilt als Symbol des erlöschenden Lebens.

Die Palme Symbolisiert der Auferstehung. Über die römische Kultur fand der Palmwedel Eingang in die christliche Symbolik. Auf frühen christlichen Grabsteinen fand der Palmzweig als Siegeszeichen über den Tod und den Teufel recht häufig Verwendung. In den letzten 150 Jahren kam der Palmzweig als Sinnzeichen auf unseren Friedhöfen wieder groß in Mode.

Mohnkapseln: In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kommt die Darstellung von Mohnblüten und Mohnkapseln in Mode. Der konisch zulaufende Sockel, auf den sich der Engel stützt wird von einem Kreuz bekrönt. In seiner Hand hält er Mohnkapseln, die erneut den Tod als den Bruder des Schlafes symbolisieren.

Der Kranz: In Totenbrauchtum der Ringform oder Kreis ohne Anfang und Ende, steht der Trauerkranz als Symbol für die Ewigkeit und damit auch als Zeichen für ein Leben nach dem Tod. Zum anderen drückt er die Verbundenheit zwischen dem Verstorbenen und den Hinterbliebenen, über den irdischen Tod hinaus, aus.


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Tuluweit Elke, Danke für jede Stunde    05 / 2020

Danke für jede Stunde

Eine wundervolle Skulpturen-Gruppe des Kölner Künstlers Hannes Helmke.

Leben

 

Nach einer Holzbildhauer-Lehre absolvierte Hannes Helmke, geboren 1967 in Heidelberg, an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter ein Aufbaustudium freie Kunst, das er im Sommer 1998 abschloss. Seitdem lebt und arbeitet Hannes Helmke als freischaffender Bildhauer in Köln. Die Sommermonate verbringt er auf der Insel Spiekeroog; die dort herrschende Ursprünglichkeit und Freiheit im täglichen Leben, das in der Natur-Sein sind wichtige Kraft- und Inspirationsquellen. Alle Entwürfe entstehen auf Spiekeroog und werden in Köln in Bronze umgesetzt.

Werk

Das künstlerische Thema von Hannes Helmke ist der Mensch und dessen Standpunkt in der Welt. Der Körper ist dabei Ausdruck des Ich-Seins und der Eigenwahrnehmung. Helmkes ursprüngliche Inspiration waren die langgezogenen Abendschatten der menschlichen Gestalt. Die Arbeiten mit extrem überlängten Gliedmaßen und sehr großen Füßen der ersten Schaffensjahre haben sich inzwischen zu naturalistischer proportionierten Figuren entwickelt. Der Grundgedanke ist aber nach wie vor: Wie stehen Menschen im Leben? Wie präsentiert sich der Mensch der Welt, in beobachteten und unbeobachteten Momenten, alleine und in der Gruppe bzw. Masse? Füße und Beine stehen bei Hannes Helmke für den Lebensmenschen, der Körper darüber für den Geistmenschen. Die plastischen Ohren sind Sinnbild der Verbindung mit der Welt, des Wahrnehmens; ebenso die großen handelnden Hände. Im Verzicht auf ein Gesicht wird Helmkes Wunsch nach größtmöglicher Assoziation des Betrachters deutlich.

Mehr zu dem Künstler und den wunderschönen Arbeiten findet Ihr auf der Webseite

https://hannes-helmke.de

 

 Quelle Text: https://www.wikiwand.com/de/Hannes_Helmke

 


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Zims "Heimat kölscher Helden"    10 / 2020

Familie Zims

Die Gaststätte "Zum Sankt Peter" Heumarkt 77 50667 Köln, wurde 1920 von Johann Zims erworben. Später als "Haus Zims" und heute als "Gilden im Zims" genannt.

Drehen wir die Uhren um 850 Jahre zurück. Anno 1163 datiert die erste Erwähnung des Haus Nr. 77 am Heumarkt als „Minnefusshaus“. Der historischen Überlieferung nach hieß das Haus 1351 „Zabelbank“. Rund 400 Jahre später, anno 1568, lässt Ratsherr Wilhelm Peter Terlaen von Lennep das Haus „Zum Sankt Peter“ mit der prächtigen Fassade neu errichten.

1920 erwirbt Johann Zims das Gebäude und eröffnet eine Gaststätte. Schnell erfreut sie sich großer Beliebtheit. Die Zäsur kommt 1943: Nächtliche Luftangriffe zerstören das Haus. Es brennt vollkommen aus, nur die Fassade hält Stand. Die Familie Zims flüchtet in den Tiefkeller – und wird verschüttet. Nach Tagen des Wartens wirft Johann Zims eine Münze in den Kellerbrunnen. Er hat nur einen Wunsch: die Rettung seiner Liebsten.

Das Wunder geschieht: Alle werden geschwächt, aber unverletzt geborgen. Der Wunschbrunnen aber, wie er genannt wird, kann noch heute im Keller bewundert werden. Voller Elan baut die Familie das Haus 1946 wieder auf. Die Gäste lassen nicht lange auf sich warten. Zum berühmten Radrennfahrer Hans Zims, dem „König der Nächte“, gesellen sich viele Sportler. So wird das Haus Zims in den 1950er Jahren zum „Treffpunkt des Sports“.

Zurück in die Gegenwart: 2006 baut Enkelsohn Hans-Willi Zims das Gasthaus um. Bei der Modernisierung soll im Keller Platz für ein größeres Kühlhaus geschaffen werden. So stößt er auf die vergessenen, beim Wiederaufbau zugeschütteten Gewölbekeller, deren Fundamente in die Römerzeit zurückreichen. Die Restaurierung dauert fast drei Jahre.

Seit dem 24. November 2009 ist das neue Gilden im Zims eröffnet. Auf vier Ebenen und zwei Terrassen finden bis zu 1.000 Personen in einem modernen, aber typisch kölschen Brauhaus Platz. In der „Heimat kölscher Helden“ können Gäste zudem noch einiges über Kölner Originale erfahren.

Das Brauhaus Gilden im Zims befindet sich teilweise auf historischem Mauerwerk aus der Römerzeit, sieben Meter unter dem Niveau des heutigen Heumarkts. Die freigelegten Wände, mit Wandstärken bis zu 1,80 Meter und unterschiedlichen Mauerwerksverbanden, bestehen größtenteils aus Basaltlava, gebrannten Mauerziegeln und Granitgestein. Teilweise noch aktive Brunnen wurden im Zuge umfassender Umbaumaßnahmen von 2006 bis 2009 restauriert. Das Haus ist eine Station des historischen Kölner Brauhauswanderwegs. Als Außenstelle des Kölner Karnevalsmuseums beherbergt das Gebäude eine karnevalistische Dauerausstellung.

Quelle: https://gilden-im-zims.de/de/home/historie und https://de.wikipedia.org/wiki/Gilden_im_Zims


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