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Die Lebenserwartung betrug nur 41 Jahre

Ernst Wilhelm Leyendecker

 

Wilhelm Leyendecker (geboren am 8. Oktober 1816 in Köln; gestorben am 18. Juni 1891 in Wiesbaden) war ein deutscher Unternehmer und Kommunalpolitiker.

 

Biografie und Firmengeschichte

Die Firma Odenthal & Leyendecker wurde 1843 in der Kölner Altstadt als Bleiröhrenfabrik gegründet. 1854 begann die Produktion von Bleifarben (Mennige, Bleiweiß etc.). 1869, nach dem Ausscheiden Odenthals, errichtete Wilhelm Leyendecker das neue Werk im aufstrebenden Industrievorort Ehrenfeld.

 

 

Leyendecker ließ sich zwischen 1883 und 1886 ein Wohnhaus am Kaiser-Wilhelm-Ring 34 errichten. Er war Kommerzienrat und auch Lokalpolitiker, von 1879 bis 1888 war er Stadtverordneter der Stadt Ehrenfeld und von 1880 bis 1890 Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Er setzte sich für moderne Sozial- und Arbeitsbedingungen seiner Arbeiter ein. Sein Sohn Franz Leyendecker gründete gemeinsam mit dem Pfarrer Gerhard Bruders 1899 die Ehrenfelder Arbeiter-Wohnungsgenossenschaft, die heute noch bestehende Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft „Die Ehrenfelder“.

Wo sich hinter der ehemaligen Werksmauer heute der Leo-Amann-Park erstreckt, arbeiteten um 1914 etwa 400 Beschäftigte mit dem seit der Antike geschätzten, aber gesundheitsgefährdenden Schwermetall. Die Arbeiter litten an chronischen Verdauungsbeschwerden, Blutarmut, Muskellähmungen, Schwindelzuständen und Koliken. Die durchschnittliche Lebenserwartung betrug 41 Jahre. Dennoch galten die Vorsorgemaßnahmen bei Leyendecker als mustergültig. Dazu gehörten die Vermeidung von Bleistaub, vom Werk gestellte und regelmäßig gereinigte Arbeitskleidung, separate Räume für Kaffee- und Mittagspausen, wöchentliche ärztliche Untersuchungen und ab 1870 eine Krankenkasse.

 

 

1915 ging das Unternehmen in Konkurs. Die daraufhin gegründete „Metallverarbeitungsgesellschaft mbH Köln-Ehrenfeld“ wurde 1930 in die „Vereinigte Deutsche Metallwerke AG“ mit Sitz in Frankfurt am Main übernommen. Bis zur Schließung 1969 belastete das Werk die umliegenden Wohnstraßen stark durch Emissionen besonders aus dem Zinkwalzbetrieb.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                        Von Autor unbekannt - Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln,

                                                                                                                                                                                                                                                                                         Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=97718696

Erhalten blieb von dem Traditionsunternehmen außer der Werksmauer nur das Verwaltungsgebäude an der Venloer Straße (heute Bürgerzentrum Ehrenfeld) sowie ein Wasserturm in dem im Zeitalter des Historismus beliebten, aus England übernommenen Burgenstil. Der Turm wurde 1984 von der Ehrenfelder Bürgergarde Blau-Gold übernommen und restauriert.

 

Blau-Gold-Turm

 

Trotz starker Beschädigungen im Krieg wurde bis 1969 eine Zinkwalzstrecke unterhalten. Nach dem Abriss der Fabrikanlagen in den 1980er-Jahren bestehen von dem alten Leyendecker-Werk noch zwei Gebäude auf dem Gelände: der ehemalige Wasserbehälter und das Verwaltungsgebäude. Der turmartige Wasserbehälter mit der für Industriebauten der Gründerzeit typischen Zinnenverzierung und den Rundbogenfenstern wurde auf Bestreben der Ehrenfelder Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 erhalten und renoviert. Der „Blau-Gold-Turm“ ist das heutige Domizil der Karnevalsgesellschaft, in das ehemalige Verwaltungsgebäude zog das Bürgerzentrum Ehrenfeld, das „BÜZE“ ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Von © 1971markus@wikipedia.de, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37173641

Der Sensenmann von Johann Müllemeister, in Patenschaft der Steinmetzfamilie Steinus, ist sicherlich das Wahrzeichen vom Melaten Friedhof in Köln.

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Herbert Leyendecker

Herbert Wilhelm Georg Leyendecker (* 24. Juni 1885 in Köln; † 29. Juni 1958 ebenda) war ein deutscher Philosoph und Galerist.

 

Leben

 

Herbert Leyendecker wurde als Sohn des Chemikers Ernst Wilhelm Leyendecker, dem Inhaber der Werke für Bleiprodukte und Farben in Köln-Ehrenfeld, und dessen Frau Emmy geb. Hellmers geboren. Nachdem er anfangs von einem Hauslehrer unterrichtet wurde, besuchte er ab 1900 das Gymnasium in Quakenbrück, das er 1906 mit dem Abitur abschloss. In dieser Zeit erhielt er eine eingehende musikalische Ausbildung, widmete sich aber auch der Lektüre philosophischer Texte. Von 1906 bis 1913 studierte er in München, Göttingen und Berlin die Fächer Philosophie, Musikwissenschaft, experimentelle Physik, experimentelle Psychologie und Kunstgeschichte. Das Studium schloss er 1913 mit einer von Alexander Pfänder betreuten Dissertation ab, woran sich ein durch den Kriegsausbruch abgebrochener Studienaufenthalt in Paris anschloss. Von 1914 bis 1916 nahm er am Ersten Weltkrieg als Krankenpfleger, dann bis 1918 als Kriegsfreiwilliger teil, wobei er unter anderem in der Schlacht an der Somme kämpfte.

 

Nach Kriegsende begann er bei Max Scheler in Köln ein Habilitationsvorhaben, das er aber 1922 aufgrund der Inflation unterbrechen musste. Er begann parallel zu den privat weitergeführten Studien, in denen er sich zunehmend der indischen Philosophie widmete, eine Tätigkeit als Galerist, die 1935 in die Eröffnung einer eigenen Galerie mündete. Ab den 1940er Jahren begann er sich mit der Tiefenpsychologie zu befassen, musste aber einen wirtschaftlichen Rückschlag erleben, als Galerie und Wohnung 1943 einem Bombenangriff zum Opfer fielen.

 

 

 

Nach dem Krieg eröffnete er erneut eine Galerie für moderne Kunst und betrieb von 1948 bis 1952 eine psychotherapeutische Praxis in Wiesbaden.

 

Sein Nachlass, in dem sich auch umfangreiches Material zu seinem Lehrer Scheler befindet, wird heute in der BSB München aufbewahrt.

 

Familie

Leyendecker heiratete am 18. Juli 1925 in Königsberg die Gemälderestauratorin Clara „Titi“ Cauer (1903–1979), eine Tochter des Bildhauers Stanislaus Cauer. 1936 wurde die gemeinsame Tochter Christine Juliane geboren, die später den Bankier Bernhard von Loeffelholz ehelichte. Leyendecker starb 1958 wenige Tage nach seinem 73. Geburtstag. Die Familiengrabstätte befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof.

Quelle Text: https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Leyendecker

https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Cauer_(Bildhauer)

Walter Buschmann / Matthias Hennies / Alexander Kierdorf, 2018, „Bleifarbenfarbrik Leyendecker in Ehrenfeld”.

In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-293773 (Abgerufen: 14. Mai 2021)

 

Das Werk wurde geschaffen von

 

Ludwig Cauer (Bildhauer)

Ludwig Cauer (* 28. Mai 1866 in Kreuznach; † 27. Dezember 1947 ebenda) war ein deutscher Bildhauer.

 

Leben

Ludwig Cauer wurde als Sohn von Helene und Karl Cauer am 28. Mai 1866 in Kreuznach in die Bildhauerfamilie Cauer hineingeboren, die sein Großvater Emil Cauer der Ältere begründete. Nach dessen Tod 1867 führten seine beiden Söhne, Karl und Robert der Ältere das Cauersche Atelier fort.

 

Die dritte Generation, zu der neben Ludwig Cauer auch seine Brüder Emil d. J., Robert d. J. und Hugo gehörten, erhielt ebenfalls dort ihre erste Ausbildung. Zu Studienzwecken nahm der Vater den 15-jährigen Ludwig 1881 mit nach Rom. Nach dem Tod des Vaters 1885 arbeitete er 1886–1888 in Berlin in den Werkstätten von Albert Wolff und Reinhold Begas und legte in dieser Zeit 1887 das Examen als Kunsthandwerker in Koblenz ab. Gemeinsam mit seinen Brüdern führte er das vom Vater entworfene Hutten-Sickingen-Denkmal unterhalb der Burg Ebernburg in Bad Münster am Stein aus, das 1889 enthüllt werden konnte. Danach absolvierte er den einjährigen Militärdienst.

 

Nach zwei Jahren in London 1891 bis 1893 und einem kurzen Aufenthalt in Bad Kreuznach lebte er von 1895 bis 1905 in Berlin. Diese Jahre waren geprägt von der Zusammenarbeit mit Reinhold Begas und von der Monumentalplastik. So entstanden 1897 seine Beiträge zum Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. gegenüber dem Eosanderportal an der Westseite des Berliner Stadtschlosses, zwischen 1897 und 1901 mehrere Statuen für die Berliner Siegesallee und 1901 eine Tritonen- und eine Najadengruppe für die Brunnenanlagen beim Bismarck-Nationaldenkmal vor dem Reichstagsgebäude. Den Wettbewerb zum Bismarckdenkmal hatte er 1896 zusammen mit dem Bruder Emil gewonnen, ausgeführt wurde jedoch ein Entwurf von Reinhold Begas.

 

Ab 1900 wandte er sich einer schlichteren Formensprache zu. 1900 erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine kleine Goldmedaille. Einem Aufenthalt in Paris 1909 folgte 1912 ein Aufenthalt in der Villa Romana des Deutschen Künstlerbundes in Florenz. 1916 wurde er zum Professor und Mitglied der Berliner Akademie ernannt. Ludwig Cauer zog sich ab 1918 nach Bad Kreuznach zurück, beschäftigte sich vor allem mit Grabmalkunst und engagierte sich ab 1921 im Künstlerbund Westmark. In hohem Alter erhielt er 1941 Berufsverbot. Ludwig Cauer starb am 27. Dezember 1947 in Bad Kreuznach.

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